Der Direct-to-Consumer (D2C)-Ansatz ist nicht neu. Der traditionelle Einzelhandel war zunehmend konkurrenzbetont und überlastet, so dass Verbraucher ihre Kaufgewohnheiten änderten. Marken erkannten diese Veränderung und verstanden, dass zur Anpassung an die steigenden Kundenanforderungen und Änderungen im Verbraucherverhalten der Zugriff auf Kundendaten erforderlich ist. Und das war mit herkömmlichen Einzelhandelsstrategien nicht einfach zu erreichen. Der D2C-Ansatz erlebte dadurch im letzten Jahrzehnt neuen Schwung und Marken begannen durch die Digitalisierung die Vorteile des Direktvertriebs an die Verbraucher zu nutzen.

Dies ebnete den Weg für Marken und sie verfolgten eine D2C-Strategie, die es ihnen erlaubte, engere Verbindungen zu ihren Verbrauchern zu pflegen und gleichzeitig die Kontrolle über die gesamte Markenstory zu übernehmen. Aber der Wechsel zu einem D2C-Ansatz ist nicht einfach, selbst für etablierte Marken. Einem DEG-Bericht zufolge müssen Marken, die zum Direktvertrieb übergehen mit folgenden Hürden zurechtkommen:

    • Zunehmender Wettbewerb: Die steigende Zahl der Marken mit Direktvertieb und die Vorteile, die sie daraus ziehen, blieben auch im Einzelhandel nicht unbemerkt. Traditionelle Einzelhändler setzen nun auch neue Strategien um. Aufgrund ihrer jahrelangen Erfahrung im Direktvertrieb wissen sie, wie sie Beziehungen zu ihren Kunden nachhaltig aufbauen können. Darüber hinaus haben sie besseren Einblick in das Kaufverhalten der Verbraucher. Dies ermöglicht es den Einzelhändlern, stärker personalisierte Einkaufserlebnisse zu bieten.
    • Steigende Nachfrage nach außergewöhnlichen Kundenerlebnissen: Da Verbraucher immer bessere Einkaufserlebnisse erwarten, müssen D2C-Marken sicherstellen, dass sie die richtigen Verbraucherdaten erfassen und diese zur Schaffung personalisierter Erlebnisse nutzen können. Einige Marken haben jedoch immer noch damit zu kämpfen, dass nur 11% der Verbraucher glauben, dass D2C-Marken mehr Personalisierung bieten, als der traditionelle Einzelhandel. Marken kämpfen jedoch immer noch mit ca. 11% der Verbraucher, die glauben, dass D2C-Marken mehr Personalisierung bieten als der traditionelle Einzelhandel.
    • Herausfordernde Kundenakquise: Die Gewinnung neuer Kunden und die Sicherung der Markentreue kann sowohl für etablierte als auch für neu gegründete Marken eine Herausforderung darstellen. Die Marken haben die entscheidende Rolle der sozialen Medien bei der Umsetzung ihrer D2C-Strategie erkannt. Ihrer Meinung nach bieten soziale Medien ein hohes Maß an Aufmerksamkeit und Glaubwürdigkeit, das sie über den traditionellen Einzelhandel möglicherweise nicht erreichen können. Da jedoch immer mehr Marken soziale Medien als ihren wichtigsten Akquisitionskanal nutzen, ist eine erfolgreiche Umsetzung herausfordernd.

Marken müssen alle diese Herausforderungen meistern, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Hier sind einige Best Practices, die Marken anwenden können, um eine erfolgreiche D2C-Strategie zu etablieren:

    • Überdenken Sie das Kundenerlebnis und die Markentreue:
      Ein personalisiertes Erlebnis ist die Grundlage für die Förderung der Markentreue. Segment, eine Kundendatenplattform, gibt an, dass 71% der Verbraucher frustriert sind, wenn ihr Einkaufserlebnis unpersönlich ist. Ein unpersönliches Einkaufserlebnis können z. B. keine konsistenten Produktinhalte auf verschiedenen E-Commerce-Sites sein. Dabei beginnt und endet alles mit dem Managen und Verteilen von genauen und relevanten Daten. Wenn Daten intelligent genutzt werden, ermöglichen sie es Marken, engere Kundenbeziehungen aufzubauen.

      How to Do:
      Implementieren Sie eine Lösung und unterstützen Sie sie mit Prozessen, die das Managen und die Analyse der Daten erleichtern. Nutzen Sie diese Daten, um Erkenntnisse über Verbraucherverhalten, Präferenzen und Bedürfnisse zu sammeln. Damit schaffen Sie für Verbraucher außergewöhnliche Erlebnisse, optimieren Ihre Produkte, erstellen passgenaue Kampagnen und Werbeaktionen und erhalten Informationen für Innovationen.
    • Entwickeln Sie ein Einkaufserlebnis im Omnichannel:
      Optimierte Online-Shopping-Erlebnisse sind der Schlüssel für ein erfolgreiches D2C-Modell. Laut Accenture verlangen 68 % der Millennials kanalübergreifend ein integriertes und nahtloses Einkaufserlebnis. Dies bedeutet, dass D2C-Marken sicherstellen müssen, dass sie die vollständige Kontrolle über ihre digitalen und Offline-Vertriebskanäle haben. Da immer mehr Verbraucher zum Online-Shopping tendieren, ist es für Marken wichtig, die Grenzen zwischen einem Desktop-Erlebnis, einem Mobil-/Tablett-Erlebnis und einem Apple Watch-Erlebnis zu verwischen und einen ganzheitlichen und kohärenten Ansatz zu verfolgen, von dem die Verbraucher jederzeit und überall profitieren können.

      How to Do:
      Implementieren Sie Lösungen, die die gemeinsame Nutzung von Produktinhalten nahtlos und konsistent über alle digitalen und Offline-Vertriebskanäle, Geschäftssysteme und kundenorientierten Anwendungen hinweg unterstützen. Diese Lösungen müssen toolübergreifend in der Lage sein, Produktinhalte unabhängig von Format, Sprache, Währung usw. zu syndizieren.
    • Implementieren Sie die richtige Technologie:
      Technologie ist ein wichtiger Bestandteil einer erfolgreichen D2C-Strategie. Dabei geht es nicht nur darum, mehrere und benutzerfreundliche E-Commerce-Sites zu haben. Von der Auswahl der richtigen Plattform für Front-End-Websites bis zur Integration verschiedener Back-End-Automatisierungssysteme: Die Wahl der richtigen Technologie und wahrscheinlich auch die Auswahl eines geeigneten Implementierungspartners sind entscheidend für die Unterstützung der D2C-Strategie.

      How to Do:
      Implementieren Sie Lösungen, die Front- und Back-End-Systeme nahtlos miteinander verbinden, um betriebliche Prozesse zu optimieren. Diese Lösungen müssen in der Lage sein, den Anforderungen des Vertriebsnetzes, der Einzelhandelspartner, der Marktplätze und – was am wichtigsten ist – der Verbraucher gerecht zu werden.

Die Einführung eines D2C-Ansatzes bietet Marken eine Fülle von Möglichkeiten, ihren Absatz zu steigern und mit Kunden in Kontakt zu treten. Die Einführung einer D2C-Strategie ist jedoch nur der Anfang. Sie in die Tat umzusetzen ist der Punkt, an dem echte Veränderungen eintreten.

CS Author Leslie Fernandez

Marketing Specialist

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