Schlagwort: E-Commerce

Warum für den Fashion-Handel das Motto “online first” gilt

Warum für den Fashion-Handel das Motto “online first” gilt

Ein Blick auf die globalen Umsatzzahlen macht deutlich, dass der Einzelhandel noch immer ein Erfolgsmodell ist. Dennoch beobachten wir eine zunehmende Wanderung vom stationären Handel zum e-commerce. Der Grund ist denkbar einfach: Die Modebranche richtet sich am Konsumverhalten aus – und die Konsumenten sind zunehmend online. Zudem ist es gerade die Modeindustrie, die weltweit die höchsten Erlöse durch e-commerce erwirtschaftet. Für ein Fashion-Unternehmen, das langfristig erfolgreich sein will,  ist es daher unumgänglich digitale Kanäle an erste Stelle zu setzen.

Mehrwert ist mehr wert

Für Fashion Brands lassen sich ganz allgemein zwei Wege zur Kommunikation mit dem Kunden identifizieren: online und offline. Darauf aufbauend ergeben sich unzählige Touch Points, um den Kontakt tatsächlich herzustellen. Im Zeitalter der Digitalisierung findet die Begegnung zwischen Kunde und Brand aber überwiegend online statt – und in der Regel sogar lange im Vorfeld eines tatsächlichen Kaufs. Das hat wiederum einen erheblichen Einfluss auf die Art und Weise wie potenzielle Kunden Produkte im Netz suchen, finden und bewerten. Ein funktionierendes Geschäftsmodell sollte diese Änderungen hinsichtlich des Nutzerverhaltens entsprechend aufgreifen. Indem man sich der Bandbreite digitaler Möglichkeiten konsequent und souverän bedient, generiert man eine ganze Liste an Vorteilen:

  • Reichweite und Kundenkreis erweitern sich nachhaltig durch ein Online-Business. 4,3 Milliarden Internetnutzer werden auf einen Schlag zur potenziellen Kundschaft der Bekleidungsindustrie.
  • Unabhängigkeit von Standort, Zeit und Umgebung. Shopping-Touren können virtuell nach Feierabend vor dem Fernseher, von der Badewanne aus oder von unterwegs unternommen werden. Es gibt keine Einschränkungen, die Konsumenten finden alle Informationen online und erhalten schnell einen Überblick über Preis und Verfügbarkeit.
  • Unbegrenzter Raum für weitere, relevante Inhalte im Netz: Neben kontext-optimierten Produktinformationen spielen zusätzliche Angebote in Form von Blogs, Videos, Bewertungen und Empfehlungen usw. eine entscheidende Rolle im Rahmen einer überzeugenden Product Experience – und erhöhen damit die Kaufbereitschaft.
  • E-commerce schafft multiple Kontaktpunkte und erleichtert die Entscheidungsfindung. Kunden, die den Laden, verlassen ohne einen Kauf getätigt zu haben? Hier muss die Geschichte nicht zu Ende sein. Über verschiedene Touch Points, Kanäle und Geräte können Marken sich und ihre Produkte immer wieder in Erinnerung bringen und dank einer konsistenten Kommunikation schließlich die Kaufentscheidung positiv beeinflussen.
  • Social Media erreicht Kunden auf emotionaler Ebene. Plattformen wie Instagram, Youtube und Pinterest beeinflussen das Bauchgefühl und die Selbstwahrnehmung der Nutzer und erzeugen auf diese Weise eine Rechtfertigung für Kaufentscheidungen. Zudem schaffen soziale Medien eine einzigartige Möglichkeit für Brands mit Konsumenten aktiv zu interagieren und den Dialog herzustellen – sowie eine direkte Verbindung zum eigenen Online Shop.
  • Marketplaces wie Amazon, Asos, Otto oder Zalando eröffnen Modefirmen zusätzliche und potente Vertriebskanäle, um ihre Produkte großflächig anzubieten.
  • Die eigenen Kunden kennenlernen und sich an den Präferenzen ausrichten. Online Kanäle erlauben es Unternehmen den digitalen Fußabdruck ihrer Kunden zu tracken und auszuwerten – und dieses Wissen für eine zielgerichtete Ansprache zu nutzen. Je mehr Konsumenten von der daraus resultierenden Customer Experience profitieren, desto größer ihre Bereitschaft persönliche Daten zu teilen – die es Brands erlauben noch mehr über sie zu erfahren.

Den Flagship Store online eröffnen

Wer denkt, das Thema Einkaufserlebnis ist nur relevant für den Einzelhandel, irrt sich gewaltig. Heutzutage steht der Kunde im Mittelpunkt – unabhängig vom jeweiligen Touch Point. Ein Online-Store sollte daher mehr sein als ein digitalisierter Katalog. Mit einer Vielzahl an Artikeln und der fehlenden Möglichkeit, diese direkt anzuprobieren, sind innovative Ansätze gefragt, um eine überzeugende Product Experience zu gewährleisten. Folgende Angebote haben sich gewissermaßen als Basics etabliert: Bestellungen in die Filiale oder nach Hause, zudem schnelle und kostenfreie Lieferung, und bequeme Retoure-Optionen. Aber jetzt kommt die Herausforderung.

Zalando: Nahaufnahmen

Die Fashion-Industrie versucht den Kundenservice im Laden auch online abzubilden. Die virtuelle Beratung kommt dabei in ganz unterschiedlicher Form: Produkte werden anhand von Nahaufnahmen oder an unterschiedlichen Models gezeigt sowie in 3-D-Animationen oder Kurzvideos vorgestellt – um die verschiedenen Perspektiven widerzugeben. Um Kunden die bestmögliche Product Experience zu ermöglichen – und die Zahl der Retouren zu minimieren – greift man auch auf eine hilfreiche Größenberatung zurück. Die innovativsten Formate machen eine Umkleidekabine auf der Suche nach der richtigen Größe überflüssig. Ein paar Beispiele: Asos und Thirdlove nutzen einen detailierten Fragenkatalog und geben eine persönliche Größenempfehlung basierend auf individuellen Gegebenheiten sowie bisherigen Einkäufen und Erfahrungen. Macy´s erklärt mit Hilfe eines Videos, was es zu beachten gibt, während Mr. Spex sogar die virtuelle Anprobe von Brillen ermöglicht.

Zalando: Der gleiche Artikel an unterschiedlichen Models

PRETTYLITTLETHING: Catwalk Video

 

Macy´s Fit Guide für Herren

 

Mr. Spex: Virtuelle Brillen-Anprobe

 

Erweiterte Shopping Möglichkeiten durch Individualisierung

Auch von etablierten Marken mit eigenem Filialnetz, wird mittlerweile eine online-Präsenz erwartet. Aber die Anforderungen der Konsumenten gehen weit darüber hinaus. Das Thema Personalisierung wird immer mehr zur entscheidenden Größe. Die Daten der Kunden, das Einkaufs- und Suchverhalten – diese Informationen erlauben zuverlässige Rückschlüsse auf die jeweiligen Präferenzen und erlauben es Marketing und Verkaufsprozesse entsprechend zu gestalten. Langfristig ermöglicht das Marken und Händlern die individuelle und zielgerichtete Kundenansprache mit Echtzeit-Angeboten, relevant und kontextbezogen.

Die technologische Grundlage für Datenmanagement

Um das zu erreichen, muss die technologische Ausstattung im Hintergrund stimmen. Tiefgreifende integrierte Systeme erlauben Unternehmen ihre Kommunikationsprozesse zu optimieren und Daten aus verschiedenen Quellen zu integrieren. Das ermöglicht die rasche und kanalübergeifende Distribution von angereicherten und hochwertigen Produktinformationen aus einer einzigen Quelle – eine wesentliche Voraussetzung für Kundenloyalität.

Es gibt eine Vielzahl von Software-Lösungen auf dem Markt, die versprechen bei der Bewältigung dieser Herausforderungen zu helfen. Für den effizienten Support von online Kanälen, sollte ein Product Information Management System jedoch das Herz jeder Digitalstrategie sein. Als zentraler Speicher hilft ein PIM System dabei Produktdaten aus verschiedenen Quellen sicher und einfach zu integrieren, sie anzureichern und zu lokalisieren, und die aktualisierten Produktinformationen in angebundene Systeme wie e-Shops, e-Fulfilment und Content Management Systeme sowie an Plattformen wie Amazon, eBay oder Amazon auszusteuern.

Mobile Shopping ist Pflicht statt Kür

Nachdem Online-Shopping immer mehr zu einem mobilen Phänomen wird, bringt das eine weitere große Chance mit sich. Auf dem Smartphone laufen heutzutage alle wichtigen Dinge zusammen, auch wenn es primär noch immer als Kommunikationsmittel genutzt wird – allen voran durch Social Media. So finden auch Unternehmen Einzug in das Privatleben der Kunden. Facebook, Pinterest & Instagram machen den Austausch mit den Konsumenten zunehmend leichter für Fashion Brands. Ideale Voraussetzung, um die potenzielle Kundschaft zu inspirieren, sie mit weiteren Informationen und Kaufanregungen zu versorgen, denn eine erfolgreiche Social Media- und Mobile-Strategie geht dabei über die reine Präsenz in den sozialen Netzwerken oder eine Mobile App, als mobile Kopie der Website, hinaus. Fashion Brands ist es möglich verschiedene Touch Points miteinander zu verbinden – und Social Media als weiteren Verkaufskanal im e- und mobile commerce einzusetzen.

Der Weg zum Erfolg

Die Customer Journey verläuft nicht linear sondern wird kundenindividuell durch eine Vielzahl von Touch Points gebildet. Technologische Entwicklungen ermöglichen es immer besser diese Journey online und offline zu verknüpfen. QR-Codes ermöglichen es Produktinformationen abzurufen, mobile Apps vereinfachen Produktsuche und –einkauf, während die Abholung aber noch am selben Tag in der Filiale vor Ort erfolgt. Der Konsument hat den Komfort und die Annehmlichkeiten des Online-Shoppings schätzen gelernt, ganz auf das stationäre Einkaufserlebnis verzichten, will er deshalb trotzdem nicht. Die größte Herausforderungen für Brands besteht darin, technologisch am Ball zu bleiben und ein allumfassendes Omnichannel Shopping-Erlebnis zu schaffen – mit dem Konsumenten im Zentrum aller Bemühungen.

 

Wie Tools Ihnen bei Ihren Personalisierungsanforderungen helfen können:

PIM – Das Fundament für die Digitale Transformation und Personalisierung

Fashion im Umbruch – Disruption als Chance

Fashion im Umbruch – Disruption als Chance

Warum die Modebranche optimistisch in die Zukunft blicken und sich den kommenden Herausforderungen stellen kann.

Die fetten Jahre sind vorbei – so oder ähnlich lässt sich das Bauchgefühl bei vielen Unternehmen der Fashion-Branche in Europa und USA umschreiben. Befeuert wird dieser Eindruck noch von äußeren Einflussfaktoren wie dem Brexit, den aktuellen Handelsstreits und dem immer weiter aufkeimendem Protektionismus auf beiden Seiten des Atlantiks.

Auch haben viele zugkräftige Player im asiatischen Raum ihre Rolle als billiger Zulieferer längst hinter sich gelassen und treten heute als selbstbewusste Anbieter gegenüber der europäischen und amerikanischen Konkurrenz auf. Dabei dominieren sie insbesondere in den eigenen heimischen Märkten.

Währenddessen entwickeln sich laut McKinseys neuestem „State of Fashion 2019“ aufstrebende neue Konsumenten-Märkte wie Indien und China im Eiltempo und überholen gar die etablierten. Während Indien die höchsten Wachstumsraten aufweist, gilt China heute schon als größter Fashion-Markt weltweit – noch vor den USA.

Quelle: McKinsey, State of Fashion 2019, S. 26

 

Heute Trend – morgen schon out                                                                                                                                     

Ein straffes Modediktat der Hersteller mit 2 Kollektionen im Jahr – das war einmal. Die kaufkräftigen, jungen Konsumenten erwarten nicht nur laufend etwas Neues. Sie sitzen gewissermaßen am längeren Hebel und treiben aktuelle Trends vor allem über digitale Medien. Markentreue tritt dabei eher in den Hintergrund. Dadurch machen sie selbst die alteingesessenen Marken zu Getriebenen. Denn, um an den jungen Zielgruppen dran zu bleiben, müssen sogar Luxusmarken in der Lage sein, angesagte Styles wie Streetwear schnell und nachhaltig in den Markt zu bringen. Sowohl das bisherige Business-Modell als auch die Prozesse der Vermarktung und Kommunikation stehen dabei nicht selten auf dem Prüfstand.

Die Macht des Konsumenten – und der Influencer

Der Elfenbeinturm der Modefürsten war gestern – der Konsument bestimmt heute die Regeln. Selbstbewusste Millennials und die nachfolgende Generation Z wissen ziemlich genau was, wie und wann sie etwas wollen. Dank Amazon und Co. sind sie es auch gewohnt, nicht lange warten zu müssen. Digitale Kanäle nutzen sie ganz selbstverständlich und haben dort Zugang zu einer Vielzahl von Produktinformationen, Angeboten und Inspirationen. Somit haben sie meist lange bevor sie auf dem Radar der Unternehmen erscheinen ihre Kaufentscheidungen schon so gut wie getroffen. Ihre Inspirationen beziehen sie dabei oftmals gar nicht von den Modelabels und Händlern, sondern von prominenten Meinungsmachern auf sozialen Medien. Das emotionale Erlebnis steht dabei im Vordergrund.

Selbst ist die Brand

Für Fashion Brands ist es daher essentiell an diesen Touch Points eine einheitliche Präsentation von Marke und Produkten zu gewährleisten. Technologien wie ein Product Information Management können dabei helfen, Produktdaten zentral zu managen und passend für jeden Touch Point auszuliefern – ohne sich lange mit manuellen Änderungen aufhalten zu müssen. Analysetools können darüber hinaus Aufschluss über das Verhalten geben. In Kombination ermöglichen es diese, sowohl potenziellen Kunden wie Influencern ein konsistentes Produkt- und Markenerlebnis zu bieten.

Digitale Kanäle als Game Changer

 

Quelle: McKinsey & Company-Analyse, basierend auf Instagram-Daten, State of Fashion 2019, S. 73

Egal ob Instagram, Pinterest, Youtube oder WeChat – Social Media ist der neue Showroom. Digital first ist das Credo für ein erfolgreiches Business. Das gilt für die großen Fashion-Marken ebenso wie für wie Start-ups und Nischenanbieter.

Anders als bekannte Anbieter werden die Neuen jedoch nicht durch starre Geschäftsprozesse gebremst. Gerade die kleinen Herausforderer gehen förmlich durch die Decke mit Wachstumsraten von bis zu 300%. Dabei machen sie den Großen vor, wie es geht: Mithilfe neuer Technologien, Konzepten und Geschäftsmodellen reagieren sie agil und schnell auf den Markt und stellen dabei die Interaktion mit dem Kunden in den Mittelpunkt. E-Commerce ist für sie das Mittel der Wahl. Dabei setzen sie neben eigenen Shops auch auf die vielfältigen Möglichkeiten von Social Commerce und Mobile Commerce, um Konsumenten an Ort und Stelle zu erreichen.

Patagonia nutzt Pinterest um Vertriebschancen und Awareness zu steigern

Nachhaltigkeit und Vertrauen

Das Vertrauen in die Marke und der damit verbundene Umgang mit Ressourcen, Werten und Menschen sind in den letzten Jahren immer stärker zu einem Entscheidungskriterium geworden. Ob es um den Einsturz einer Textilfabrik in Bangladesh geht oder um das Verbrennen nicht verkaufter Kollektionen – diverse Skandale bei globalen Marken haben deutliche Spuren hinterlassen.

Gerade bei den Millennials und der sogenannten Generation Z, den ab den späten 90-ern geborenen jungen Leuten, spielen Nachhaltigkeit, Fairness und Transparenz eine wichtige Rolle. Laut McKinseys „State of Fashion 2019, Consumer Shifts“ beziehen über 30% der Konsumenten diese Punkte in ihre Kaufentscheidungen mit ein. Das fängt an bei der Wahl der Materialien über der Nachvollziehbarkeit der Wertschöpfungskette, einheitliche Informationen, bis hin zur nachhaltigen Nutzung der Produkte.

Dies kann eine Chance sein, seine Marke neu auszurichten, neue Geschäftsfelder zu prüfen und mit konsistenten Auftritt eine klare Haltung zu zeigen. Darüber hinaus können neue Technologien wie Blockchain künftig helfen, die Lieferkette lückenlos zu dokumentieren.

Quelle: Everlane pursues a sustainable approach and relies heavily on social media.

Digitale Technologien nutzen

Der Weg des Kunden vom ersten Kontakt bis zum Kauf, die sogenannte Customer Journey, besteht aus einer Vielzahl von potenziellen Kontaktpunkten. Diese manuell zu pflegen und dabei konsistente Informationen zu liefern, ist fast unmöglich. Systeme zur zentralen Pflege, Verwaltung und Ausgabe von Produktinformationen, Texten und Mediendaten, wie Bildern und Videos, können dabei helfen, diese Aufgabe enorm zu vereinfachen. Analysetools und Product Experience Management machen es darüber hinaus möglich, den Konsumenten besser kennenzulernen und mit relevanten Informationen zum richtigen Zeitpunkt abzuholen.

E-Commerce-Systeme, Mobile Shopping Apps, ausgefeilte Suchfunktionen und Empfehlungstools machen es dem Kunden so leicht wie möglich, sein gewünschtes Produkt zu finden und den Kauf zu tätigen. Partnerplattformen wie Amazon, Zalando, und Otto erhöhen die Reichweite und Social Media steigert zudem Awareness, Kundenbindung und den Kaufwunsch.

Viele Möglichkeiten, viele Chancen, viele Herausforderungen, um das „Jahr des Erwachens“, wie es der McKinsey Report „State of Fashion 2019“  bezeichnet, mit Agilität, Geschwindigkeit und neuen Geschäftsideen anzugehen. Zeit zum Anpacken.

Die Modebranche in Zahlen – Warum die Modebranche optimistisch in die Zukunft blicken

 

Die neue Ära des digitalen B2B Commerce

B2B Commerce

Ignoranz oder Ratlosigkeit?

„Der B2B-E-Commerce steckt noch in den Kinderschuhen.” Das scheint der weit verbreitete Konsens bei vielen B2B-Händlern zu sein. Diese Annahme ist aber nicht nur falsch, sondern auch geschäftsgefährdend, denn die Zeiten, als Bestellungen ausschließlich über Telefon und Fax erfolgten, sind längst vorbei. Die Digitalisierung ist definitiv im B2B-Handel angekommen. Warum aber werden die Möglichkeiten nicht ausgeschöpft?

Die Revolution in der B2B-Beschaffung hat bereits begonnen

Nach einer Studie von Forrester Research in 2017 bevorzugen drei Viertel der B2B-Einkäufer die Beschaffung über das Internet, weil sie bequemer und schneller ist, als über Außendienstmitarbeiter. Daraus wird deutlich: die „Amazon-like” Beschaffung ist bereits Voraussetzung für einen langfristig erfolgreichen B2B-Handel.

Die Daten-Aufrüstung muss beginnen

Modelle, die auf Daten und Technologie basieren, sind den Oldschool-Ansätzen in Vertrieb und Procurement jetzt schon weit voraus. Der persönliche Kontakt zwischen Lieferanten und Kunden, der für viele Unternehmen der letzte Strohhalm ist, bleibt auch ein großer Teil von digitalen Geschäftsmodellen. Der entscheidende Unterschied: Digital aufgestellte Unternehmen verlassen sich nicht ausschließlich auf das persönliche Vertriebstalent, sondern schaffen CRM-Prozesse auf Basis von Daten. Die digitalen Kundentouchpoints werden täglich besser und reichen von Desktop über Mobile bis hin zu den sogenannten headless Technologien wie screen-losen Voice- und IoT-Devices.

Ein schöner Shop ist nicht genug

Ein schönes Frontend und eine App reichen nicht mehr aus. Hersteller und Händler können nur so kundenzentriert sein, wie es ihr System erlaubt.

„Vom Kunden her rückwärts zu denken gelingt den allerwenigsten. Um neue Kundenanforderungen schnell zu erkennen und noch schneller digital in die Tat umzusetzen, fehlt die technologische Basis.” – Lennart A. Paul

Unternehmen kommen nicht mehr drumherum, Kundenzugang aus der analogen Welt in digitale Prozesse zu übersetzen. Das bedeutet nicht, alte Systeme neu zu konfigurieren. Die neuen Ansprüche: Kundenanforderungen und digitale Innovationen als Erste an den Markt zu bringen.

Letzter Aufruf für die digitale Transformation

Wer sich heute noch auf Erfolgen der Vergangenheit ausruht, wird morgen nicht mehr mithalten. Alte Prozesse stellen B2B-Kunden nicht mehr zufrieden, die Anforderungen und Erwartungen verändern sich. Die Grundlage für ein stabiles, erfolgreiches Wachstum ist echte Kundenzentrierung und der Wille zur Innovation.

Mehr Informationen, Best Practices, Expertenmeinungen und die Skizzierung eines Transformationsprozessen findest Du im neuen White Paper von Spryker.

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Über Spryker:
Spryker LogoSpryker Systems entwickelt ein einzigartiges Commerce-Betriebssystem (Spryker Commerce OS) sowie zahlreiche zugehörige Kundenschnittstellen (sogenannte Apps). Vor dem Hintergrund der stetig steigenden Device Vielfalt und der dadurch zunehmenden Komplexität der Customer Journey ermöglicht es Spryker Unternehmen, ihre Kunden über alle aktuellen und zukünftigen digitalen Kontaktpunkte zu erreichen. Das “Spryker Commerce OS” ermöglicht die Implementierung neuer Kundenschnittstellen in Form von Frontend-Applikationen wie beispielsweise Desktop-Shop, mobile Apps, IoT-Szenarien, Blockchain-Technologie oder Bot- und Voice-Integrationen innerhalb kürzester Zeit und eröffnet so kundenzentrierte Erlösmodelle ohne lange Vorlaufzeiten. Somit verschafft Spryker den Unternehmen entscheidend mehr Entwicklungsspielraum im E-Commerce, ermöglicht datenbasierte Entscheidungen in allen Abteilungen und neue Perspektiven im Online-Marketing. Das Commerce OS wurde entwickelt, um für schnell wachsende digitale Geschäftsmodelle – und ihre unterschiedlichen Anforderungen – maximale Produktivität und Gestaltungsfreiheit zu erschließen.

Sie wollen Spryker näher kennen lernen? Die Marketing Power Conference 2018 bietet die optimale Gelegenheit, mit unserem Platinpartner ins Gespräch zu kommen!
Mit dabei sind u.a. Boris Lokschin, Co-CEO von Spryker Systems, mit seiner Keynote „Innovate or Die“ sowie Michael Türk, Lead Solutions Specialist, als Moderator im Roundtable zum Thema Retail.
Hier mehr erfahren

Product Information Management bei BRAND

Brand LogoDie BRAND GMBH + CO KG mit Sitz in Wertheim in Baden-Württemberg ist ein deutsches Familienunternehmen, das seine Kunden seit fast 70 Jahren mit Laborbedarf versorgt. Forscher und Laboranten in den Biowissenschaften, in der Pharmazie, der Chemie und in der Prozessanalytik arbeiten weltweit mit den Produkten von BRAND. Das Vertriebsnetzwerk des Unternehmens erstreckt sich auf über 120 Länder – Tendenz: steigend!

Die Digitalisierungsstrategie: Effektiveres Product Information Management

BRAND stand vor der Herausforderung, das ca. 100 Händler umfassende Vertriebsnetzwerk jährlich mit aktuellen Produktdaten versorgen zu müssen. Informationen zu neuen oder aus dem Portfolio genommenen Produkten, Preislisten, Trademarkänderungen oder kritische Informationen wie regulatorische Anforderungen mussten schnell, effektiv und fehlerfrei an die Vertriebspartner verteilt werden. Das Ziel von BRAND war es, das Product Information Management weg von Excel-Listen hin zu einer zentralen Datenbank zu führen, von der aus die verschiedensten Vertriebskanäle bedient werden können.

Große Datenmengen tagesaktuell und performant ausleiten – geht das denn?

Das Unternehmen entschied sich für den Einsatz einer Contentserv-Plattform und nutzt das PIM-Modul als zentralen Datenhub. Für sein B2B-Geschäft nutzt BRAND die weitverbreitete eCommerce-Plattform Magento als Online-Katalog – hier synchronisiert der SAWSConnector Magento ca. 2.700 Produkte, eigene Attribute, die Kategoriestruktur und alle relevanten Produktinformationen, wie Stammdaten, Preise und Media Assets. So schafft es BRAND nicht nur, das hoch gesteckte Ziel eines effektiveren Product Information Management zu erreichen, sondern auch die Vertriebpartner mit Daten in hoher Qualität zu versorgen. Ebenso kommt der SAWSConnector Typo3 zum Einsatz, der ca. 200 Produkte in drei Sprachen inklusive ihrer Kategoriestruktur an die Homepage der Tochtergesellschaft VITLAB GmbH (vitlab.com) synchronisiert.

Mit den SAWSConnectoren zum Ziel

Durch den Einsatz von Contentserv als zentralem Datenhub können Mitarbeiter Daten an einer einzigen Stelle pflegen und bspw. via Workflow-Aktion oder automatisiert nach Intervallen getaktet an den Magento-Shop und die Homepage synchronisieren. Die Datenpflegeaufwände beschränken sich dabei auf das unabdingbare Minimum und die Fehleranfälligkeit wurde massiv reduziert. Die SAWSConnectoren-Familie fügt sich nahtlos in die Digitalisierungsstrategie ein und macht IT zu dem, was sie ist: die wichtigste Nebensache der Welt!

Marc Konermann, Product Information Management bei BRAND GMBH + CO KG:
„Durch unsere neue Website haben wir die Grundvoraussetzungen geschaffen weitere Prozesse zu digitalisieren. Der Connector von SAWS, Magento2 und CS als PIM-System ermöglichen es uns, in kürzester Zeit auf neue Wünsche und Optimierungen zu reagieren. Unser Dank geht hier vor allem an das SAWS-Team für den exzellenten Support bei der fehlerfreien Synchronisierung der Daten zwischen den Systemen.“

Über den Autor:
Mit über 15 Jahren Erfahrung mit Contentserv kann SAWS GmbH & Co. KG ein breitgefächertes und tiefgreifendes Wissens- und Leistungsspektrum vorweisen – von der technischen Konzeption, der Implementierung, dem User-Support während und nach Projektabschluss bis hin zum Hosting von Contentserv-Plattformen. SAWS GmbH & Co. KG ist außerdem DER Ansprechpartner, wenn es um Schnittstellen & Connectoren von und zu Contentserv geht.

Mehr Infos zu SAWS gefällig?
Die SAWSConnectoren Familie hat sich in den letzten Jahren zum absoluten Must-Have für Contentserv-Plattformen und die Anbindung an eCommerce-Systeme entwickelt. Geschäftsführer Hagen Schneider gibt in seinem Vortrag auf der diesjährigen Marketing Power Conference einen Überblick über aktuelle und zukünftige Entwicklungen mit speziellem Fokus auf die Synchronisation von Produktdaten von Contentserv zu Contentserv-Systemen.

Studie: Shopper Behaviour 2025 – Einkaufen in der Zukunft

Laut einer Studie von GS1 Germany, PwC und Rheingold Institut zum Thema „Wie wir 2025 einkaufen“ wird Omnichannel Alltag und Künstliche Intelligenz zum Standard. Weiter heißt es „Der Kunde übernimmt bis 2025 beim Shoppen komplett die Führung.“.

Aber wer führt denn den Kunden eigentlich heute? Eine fremde Hand? Gut, bei manchem Mann wäre es schon schön, wenn die Gattin ihn bei der Kleiderwahl ein wenig unterstützen, ja sogar an die Hand nehmen würde. Aber sonst so?

Digitale Sprachassistenten, selbstfahrende Autos, das Ende traditioneller Einkaufszeiten, Omnichannel ist Standard und künstliche Intelligenz längst im Alltag vieler Verbraucher angekommen. Zumindest schildert das erste Szenario der insgesamt sieben Teile umfassende Zukunftsstudie „2025: Smart Value Networks“ ein derartiges „Shopping 4.0“ – immer, alles, sofort, bequem, preiswert und State of the Art.

Hinter der Studie „Shopper Behaviour 2025 – das Einkaufsverhalten der Zukunft“ stehen GS1 Germany, die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC sowie das Rheingold Institut. Aus ihrer gemeinsamen Studie geht hervor: „Die klassischen Shoppertypen wird es zukünftig nicht mehr geben.“

Wie das dann genau ausschaut, lesen Sie bei W&V!

Übrigens: Wie werden wir bezahlen? Gibt es dann noch Bargeld? Und werden dann nur noch Oma und Opa durch die Fußgängerzonen flanieren, weil Shopping ja auch irgendwie was Menschliches ist, eine gemeinsame Aktivität sein kann, bei der man andere Menschen trifft, auf einen Kaffee oder zum Quatschen – wir wissen es nicht, hoffen aber, dass wir es erleben werden.

Jumbo-Markt AG baut auf digitale Daten

Jumbo-Markt AGMit dem Schritt vom traditionellen Baumarktgeschäft zu einem umfassenden Omnichannel-Retailer investiert die schweizerische Baumarktkette Jumbo in ein nahtloses Einkaufserlebnis für seine Kunden, die zusätzlich zu den 40 stationären Baumärkten nun auch über den Onlineshop bequem Zugang zu einem repräsentativen Sortiment des hoch spezialisierten Detailhändlers erhalten. Gemeinsam mit dem Contentserv-Partner Osudio wurde eine Produkt- und Media-Informationsplattform (PIM & MAM System) eingeführt, das von nun an für nahtloses Shopping-Erlebnis für Kunden der zweitgrößten Baumarktkette der Schweiz sorgt. Durch das PIM und MAM System wird sichergestellt, dass Jumbo-Kunden jederzeit die richtigen und qualitativ hochwertigen Informationen zum gewünschten Produkt erhalten und so das zu ihren Anforderungen passende Produkt finden können.

Wie PIM und MAM bei Jumbo für konsistente Daten sorgen? Das lesen Sie in unserer aktuellen Pressemitteilung.

Tradition trifft Innovation: Die Bucherer AG setzt in ihrer Digitalisierungsstrategie auf Contentserv

Und wieder einmal neigt sich ein Jahr dem Ende zu – zum Endspurt konnte Contentserv noch einen neuen Kunden in der Schweiz an Land ziehen und der Name ist Programm: Die Bucherer AG mit Sitz in Luzern stellt die notwendigen Weichen für eine erfolgreiche Zukunft, die die traditionellen Werte mit den aktuellen Trends der Branche verknüpft.

In diesem Zusammenhang haben wir mit Michael Kugler, Geschäftsführer der Contentserv GmbH, darüber gesprochen, welche Ziele er sich für 2018 gesetzt hat und welche Rolle Bucherer dabei spielt.

 

 Michael, welchen Fokus hast Du Dir und Contentserv für 2018 gesetzt?

 

Michael Kugler

Michael Kugler im Interview über die Ziele für 2018

Michael Kugler: Nachdem auch 2017 wieder ein sehr erfolgreiches Jahr für uns war, möchten wir natürlich auch im nächsten Jahr die Wachstumsrate so hoch halten und nichts von unserem Speed, mit dem wir gerade unterwegs sind, einbüßen. Unser ToDo wird daher wie bisher auch in der kommenden Zeit sein, die Organisation selbst weiterhin so aufzustellen, damit das Wachstum auch für die folgenden Jahre aufrechterhalten werden kann.
Dabei spielen natürlich unsere Partner eine sehr wichtige strategische Rolle: Durch unser breites Partnernetzwerk an Technologie- und Implementierungspartnern, die echte Branchenexperten sind, kann die Contentserv-Software problemlos auf die individuellen Anforderungen des Kunden angepasst werden und bietet so die optimale Lösung für verschiedenste Einsatzszenarien.

 

Für 2018 haben wir auch geplant, besonders die Schweiz noch motivierter anzugehen und unsere Position auch dort weiter auszubauen.

 

Damit sind wir schon bei unserem aktuellen Neukunden angekommen. Mit Bucherer haben wir ja ein sehr traditionsreiches Unternehmen für uns gewinnen können. Welche Anforderungen hat Bucherer?

 

Michael Kugler: Bucherer hat erkannt, dass es heute nicht mehr bzw. nicht nur reicht, sich auf seine traditionellen Werte und Prinzipien zu stützen, sondern dass man auch

Bucherer Logo

Das Schweizer Traditionsunternehmen Bucherer setzt auf Contentserv

neue Wege wagen muss. Uns macht es natürlich sehr stolz, ein solch traditionsreiches Unternehmen, das übrigens seit 1888 besteht, bei der Digitalisierung unterstützen zu dürfen.

Wir helfen Bucherer dabei, im Rahmen der gesamten Digitalisierung die Ziele schneller und effizienter zu erreichen. Ein Beispiel dabei ist sicher auch das Thema e-Commerce. Dabei ist es absolut nicht das Ziel, dem stationären Handel weniger Aufmerksamkeit zu schenken als bisher. Vielmehr sollen das stationäre sowie das Online-Geschäft besser miteinander verknüpft werden, sodass einerseits der e-Commerce gepusht wird und andererseits auch im Laden mehr Transparenz an den Point of Sale gebracht werden kann. Und dabei fungiert Contentserv als zentrale Schnittstelle.

 

Welche nächsten Schritte sind bei Bucherer geplant?

 

Michael Kugler: Mit Bucherer stehen wir aktuell erst ganz am Anfang des Projektes. Wir starten jetzt richtig motiviert mit unserem Implementierungspartner und dem Contentserv Blueprint in das Projekt, damit auch schnell Erfolge sichtbar werden. Der Blueprint stellt ein Framework für beispielsweise Erstimplementierungen dar und bietet damit die Grundlage für eine effiziente und erfolgreiche Produkteinführung beim Kunden. Die spezifischen Anforderungen der Kunden werden hierbei ebenso berücksichtigt wie der Erfahrungsschatz aus unseren zahlreichen Projekten.

Mit Bucherer als hochkarätigen Neukunden schließen wir nicht nur das Jahr 2017 erfolgreich ab, sondern nehmen dies als Aufhänger für das nächste Jahr, um dort 2018 direkt anzuknüpfen und gemeinsam mit unserem Team, unseren Partnern und natürlich unserem Produkt auch weiterhin die Digitalisierung von Unternehmen voranzutreiben.