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Unser Jahresrückblick 2018

Was war das für ein Jahr! Ganz vorbei ist 2018 noch nicht, ein paar Tage bleiben noch, um das vergangene ganz in Ruhe Revue passieren zu lassen und sich die Ereignisse, Höhen und vielleicht auch Tiefen, die man in den letzten 12 Monaten erlebt hat, noch einmal vor Augen zu führen.

Ein Sturmtief, das im Januar den Zugverkehr der Deutschen Bahn lahmlegt, Journalist Deniz Yücel wird aus dem türkischen Gefängnis entlassen, die neue DSGVO, die royale Hochzeit, Fußball-WM, Jahrhundertsommer, 22 Jahre nach dem ersten Sieg von Steffi Graf im Tennis-Finale von Wimbledon gewinnt die deutsche Tennis-Spielerin Angelique Kerber das Endspiel, spektakuläre Rettungsaktion aus einer Höhle in Thailand… ja, 2018 hatte wirklich einiges zu bieten.

Aber dieser Beitrag dient nicht dazu, seitenlang aufzuzählen, was die Welt im letzten Jahr in Atem gehalten hat. Denn auch wir bei Contentserv blicken auf ein turbulentes „Zwanzig-Achtzehn“ zurück. International gab es viele Veränderungen, wir sind weiter gewachsen und können nun stolz und zufrieden auf das vergangene Jahr zurückblicken.

Was genau das war? Elmar Rzany (Head of Customer and Partner Services), Holger Schneider (Head of Operations) und Michael Kugler (Geschäftsführer Contentserv GmbH) verraten uns ihre persönlichen Highlights des Jahres:

 

Elmar Rzany

Elmar Rzany

Elmar Rzany: Eines meiner Highlights im letzten Jahr war definitiv unser Usermeeting bei Steinel mit über 30 Contentserv-Anwendern und das damit verbundene sehr gute Feedback. Zu sehen, auf welch hohe Resonanz unsere Austausch-Plattform bei unseren Kunden stößt, ist wirklich einzigartig und bestätigt uns in dem, was wir tagtäglich tun.

Das Ergebnis dieses erfolgreichen Usermeetings sind vier neue Termine für 2019, zum ersten Mal auch für Contentserv-User in Süddeutschland.

Auch die MPC war eines meiner Highlights, an das ich mich in den nächsten Monaten noch gerne zurückerinnern werde. Die Veranstaltung ist für mich in meiner Rolle bei Contentserv die optimale Gelegenheit, sich mit Bestandskunden und Partnern abseits der üblichen Jour Fixes zu vernetzen und einen offenen Austausch zu pflegen, gerne auch in entspannter Runde beim Kickern, einer Tasse Kaffee oder einem Bier am Abend.

Und damit kommen wir zu meinem dritten Highlight: Ich möchte mich ganz herzlich bei unseren Partnern für die gute und konstruktive Zusammenarbeit in 2018, meinem zweiten Jahr als Partnermanager, bedanken! Offene Gespräche sind die Basis für eine erfolgreiche Partnerschaft und den Ausbau unseres Produkts. Meiner Meinung nach ist uns das dieses Jahr sehr gut gelungen und ich freue mich auf unsere weitere Zusammenarbeit – nach den Feiertagen 🙂

 

Holger Schneider

Holger Schneider

Holger Schneider: Nachdem ich Ende 2017 als Head of Operations zu Contentserv gekommen bin, war 2018 mein erstes „volles“ Jahr, das ich hier miterleben durfte – und es war ein arbeitsreiches Jahr. Mich beeindruckt es jedes Mal aufs Neue, wie toll hier die Zusammenarbeit und das Team als Ganzes funktioniert. Eines meiner Highlights war deshalb die Integration der CSMax (vormals Frinch) in die Contentserv-Familie: Vielen Dank an das Team, mit welcher Offenheit ihr dieser Veränderung entgegengetreten seid! Es ist schön, mit Euch allen zusammenzuarbeiten!

Natürlich dient das Jahresende auch immer dazu, sich nicht nur darüber bewusst zu werden, welche Erfolge man gefeiert hat, sondern auch, genau darüber nachzudenken, was vielleicht nicht ganz optimal gelaufen ist und woran man noch arbeiten kann. Software ist ein lebendiges Produkt, das wissen wir alle – langweilig wird es daher ohnehin nicht werden. Daher haben wir das vergangene Jahr intensiv genutzt, um Contentserv noch weiter zu optimieren: Zum einen wurde inhaltlich an Verbesserungsmaßnahmen gearbeitet, unter anderem zum Thema Performance Optimization (Anm. d. Red.: Dazu gibt’s übrigens ein Webinar am 11. März – anmelden kann man sich schon jetzt!). Die ersten Früchte unserer Arbeit können wir jetzt schon tragen. Zum anderen wurde schon länger an einer Standardprojektmethodik (Blueprint) gearbeitet: Unser Blueprint wird mittlerweile erfolgreich in mehreren Projekten eingesetzt, was mich natürlich besonders freut.

Aber natürlich bin ich jetzt auch froh, ein paar Tage mit meiner Familie zu verbringen, Weihnachten zu genießen und Energie zu tanken für tolle neue Vorhaben in 2019!

 

Michael Kugler

Michael Kugler

Michael Kugler: Mein zweites Jahr als Geschäftsführer war nicht minder turbulent als das Jahr zuvor. Ein Highlight für die Geschäftsführung ist es natürlich immer, wenn man zu seinen Commitments steht. Unseren Erfolg und unser Wachstum konnten wir 2018 weiterhin fortsetzen und wir haben auch dieses Jahr viele tolle neue Kunden von Contentserv überzeugen können, unter anderem XXXLutz, Betty Barclay, Stabilo, Paradies oder Jungheinrich, mit denen wir gemeinsam mit unseren Partnern spannende Projekte auf die Beine stellen.

Zum 01.01.2018 hat die Contentserv GmbH einen neuen Firmensitz bekommen und tolle Räume in der Dachauer Straße in München bezogen. Das war natürlich auch ein großes Ereignis im letzten Jahr und wir freuen uns nach wie vor über zahlreiche Besuche im neuen Office.

Das Jahr ist national wie auch international nicht spurlos an uns vorübergegangen: Während die DACH Region weiter ausgebaut wurde, hat in den USA eine neue Contentserv Ländergesellschaft eröffnet, unsere Kollegen in Japan konnten die ersten Kunden gewinnen und auch in Manila haben wir mittlerweile 30 „Contentservler“.

Ein weiteres Jahreshighlight war für mich die Marketing Power Conference: Über 300 Anmeldungen sprechen da für sich. Es waren so viele Bestandskunden vor Ort wie noch nie – und das freut mich wahnsinnig. Es ist toll, unser Tun und Wirken dadurch bestätigt zu sehen, wie tolle Marken und Hersteller wie auch Partner sowohl auf als auch abseits der Bühne beim Netzwerken über uns sprechen, und zu sehen, welche Substanz man mit seinem Team geschaffen hat.

Meinem Team möchte ich hier auch nochmal einen ganz besonderen Dank aussprechen. Mittlerweile solltet ihr meinen Leitspruch kennen, aber ich kann ihn nur immer wieder wiederholen: „No deal is won or lost alone!“ – danke an jeden Einzelnen von Euch, dass wir gemeinsam jeden Tag aufs Neue unsere Vorhaben auch in die Tat umsetzen, und zwar gemeinsam. Habt schöne Feiertage, erholt Euch gut und haltet an dem fest, was Euch glücklich macht!

 

Das war‘s dann auch für 2018 von unserer Seite. Fast.

Seit einem Jahr schreiben auf diesem Blog Lutz, Anna, Anja und Sophia über News aus dem Hause Contentserv und der digitalen Welt. Liebe Leser, wir möchten uns herzlich bei Euch für Eure Treue bedanken und geben auch im nächsten Jahr wieder alles, um Euch auf dem Laufenden zu halten.

Habt wunderschöne Weihnachten, haltet einfach einen Moment inne, genießt die Zeit zwischen den Jahren, tankt Energie und freut Euch auf das, was 2019 für Euch bereithält!

 

Liebe Grüße
Euer Contentserv Team

Dr. Schär – Qualitätsansprüche an Produkte und ihre Daten

Dr. Schär LogoWas hat glutenfreie Ernährung mit Digitalisierung zu tun? Ein Online Shop? Jein! Ein digitaler Vertriebskanal bedeutet nicht gleich, dass man Digitalisierung ernst nimmt. Das Unternehmen, das wir heute vorstellen, hat erkannt, dass hinter dem Begriff viel mehr steckt und stellt heute schon die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft: Die Südtiroler Firmengruppe Dr. Schär.
Das Familienunternehmen, das mit dem Vertrieb von Kleinkindnahrung begann, ist heute ein weltweit bekanntes Unternehmen, spezialisiert auf besondere Ernährungsbedürfnisse.

Dr. SchärDie Identität wahren und doch fortschrittlich sein, das ist oft die Balance für traditionsreiche Familienunternehmen. Dr. Schär ist sich dieser Herausforderung sichtlich bewusst und geht mit der Zeit. Das Unternehmen aus Burgstall in Südtirol setzt nun auf das Product Information Management System (PIM) von Contentserv, um die immer komplexer werdende Produktkommunikation zu erleichtern und so für die Kunden korrekte und einheitliche Informationen auf allen Kanälen zur Verfügung stellen zu können.

Wie das PIM und MAM bei Dr. Schär für eine bessere Produktkommunikation sorgen, lesen sie in unserer aktuellen Pressemitteilung.

Es ist ein Katalog, Baby!

Er ist gut 2 Kilo schwer und zeigt auf rund 700 Seiten über 4.000 Artikel aus dem Sortiment des Marktführers in der Automatisierung mit Vakuum. Die 14. Edition des Hauptkatalogs der Firma J. Schmalz GmbH ist der erste Katalog, der mit dem Contentserv-PIM in fünf Sprachen produziert und an die Druckerei übergeben wurde.

Mittlerweile wurde auch der Shop an das PIM-System angebunden. Weitere Informationen zur Contentserv-Lösung bei Schmalz finden Sie hier! Wenn Sie sich selbst einen Überblick über die umfangreichen Möglichkeiten von Contentserv verschaffen wollen, holen Sie sich hier Ihren persönlichen und kostenlosen Testzugang!

Effizientes Datenmanagement bei der Erwin Müller Group: Christian Bacher im Interview

Erwin Müller Group

Erwin Müller Group LogoGegründet 1987, im bayerischen Wertingen nahe Augsburg, entwickelte sich die Erwin Müller Group innerhalb von 25 Jahren mit den Marken VEGA, Hotelwäsche Erwin Müller, JOBELINE, Pulsiva und Lusini zum führenden B2B-Versandhändler für Hotel- und Gastronomiebedarf in Europa. Die schnell wachsende Unternehmensgruppe beschäftigt rund 800 Mitarbeiter. Kunden weltweit vertrauen auf das breitgefächerte Sortiment der Erwin Müller Group mit über 40.000 Artikeln. Mit dem PIM und MAM System von Contentserv schafft es das Unternehmen, den Überblick über die Daten zu behalten – das heißt, sie effizient zu managen und für den jeweiligen Kanal passend aufbereitet zur Verfügung zu stellen.

Christian Bacher ist Bereichsleiter IT bei der Erwin Müller Group aus Wertingen. Er führt und begleitet das Unternehmen erfolgreich durch die Digitale Transformation. Wir haben mit ihm zum Thema Datenmanagement gesprochen.

Christian Bacher, Erwin Müller GroupHerr Bacher, welche Herausforderungen stellt die um sich greifende Digitalisierung in Ihrer Branche und auf welche Hürden sind Sie bei der Erwin Müller Group hierbei gestoßen?

Christian Bacher: Neben den Systemen und Prozessen müssen sich auch die Menschen der Digitalisierung stellen. Dies bedeutet Veränderung und diese Veränderungen müssen aktiv begleitet werden. Gerade in Branchen, die einen hohen Automatisierungsgrad aufweisen, sind Anpassungen besonders intensiv vorzubereiten.
Das bedeutet Ideen generieren, diese eingehend diskutieren und kommunizieren sowie in kleinen und schnellen Schritten vorwärts gehen.
Eine besondere Herausforderung ist dabei, dass die verschiedenen Aktivitäten zielorientiert ineinandergreifen.

Welche Rolle spielen zentrale und medienneutrale Produktdaten in Ihrem Unternehmen?

Christian Bacher: Perfekt gepflegte Produktdaten sind absolute Voraussetzung für unsere Vertriebs- und Marketingprozesse. Nur mit korrekten Daten können wir die Herausforderungen der Digitalisierung meistern und Prozesse automatisieren.
Mit bis zu 300 Attributen je Artikel-Datensatz befüllen und steuern wir die Marketingkanäle Webshops und Print. Dazu kommen eine Vielzahl an Media-Assets wie Bilder, Dokumente und Videos. Die zentrale und einheitliche Pflege versetzt uns in die Lage, unsere Produkte effizient international zu vertreiben.

Viele Unternehmen scheuen sowohl den finanziellen als auch den arbeitstechnischen Aufwand, den die Einführung eines PIM Systems mit sich bringt – was würden Sie einem solchen Unternehmen raten?

Christian Bacher: Diskutieren Sie, inwieweit Sie im Hinblick auf Ihren Markt- und Wettbewerb in fünf Jahren mit den bestehenden Datenprozessen konkurrenzfähig sind. Sehen Sie hier ernste Gefahren, ist die Einführung eines PIM-Systems keine Frage des „ob“ sondern des „wann und wie“.

Übrigens: Wer Christian Bacher und die Erfolgsgeschichte der Digitalstrategie der Erwin Müller Group live erleben möchte – am 26. Juni haben Sie auf dem Digital Transformers Event in Wien die Möglichkeit dazu. Hier geht’s zur Veranstaltungswebsite.

Michael Kugler zum Thema Produktdatenmarketing

Michael Kugler auf der Handelskraft 2018

Die Handelskraft Konferenz unseres Partners dotSource fand am 20. Februar in der BMW Welt in München statt. Lesen Sie hier die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Round Table zum Thema Produktdatenmarketing nochmal in Ruhe nach.

Produktdatenmanagement kennen viele – was bedeutet Produktdatenmarketing?

Michael Kugler auf der Handelskraft 2018

Michael Kugler auf der Handelskraft 2018

Michael Kugler: Das Produktdatenmarketing wird zunehmend zur Königsdisziplin im E-Commerce. Hier dreht es sich, wie der Name schon sagt, nicht um das Management der Daten, sondern um die Vermarktung. Es geht also um die Sichtweise nach außen.

Um aber diese Daten nach außen optimal auszuleiten, muss man zuerst einmal intern alles in den Griff bekommen und das passiert mit dem Produktdatenmanagement. Das ist der Grund, warum wir als PIM Hersteller sehr viel Nachfrage haben – die Daten an sich und das Handling derer sind der Schlüssel zum Erfolg im Produktdatenmarketing und schließlich auch im E-Commerce.

Denn hier kann ich die Daten zentral so aufbereiten, dass sie perfekt orchestriert in den vielen und wachsenden digitalen Kanälen zur Verfügung gestellt werden können – und das idealerweise in Echtzeit.

Für Unternehmen heißt das mehr Chancen, mehr Reichweite und mehr Komplexität, die gemanagt werden muss.

Welche Anforderungen müssen Produktdaten erfüllen?

Handelskraft 2018

Handelskraft 2018

Michael Kugler: Die wichtigste Frage zu Beginn ist: „Wo stehe ich mit den Produktdaten und wo möchte ich hin?“. Da kommt es natürlich immer darauf an, aus welchem Blickwinkel ich auf das Projekt schaue. Bin ich das Unternehmen oder sehe ich es aus der Perspektive meiner Kunden? Erfolgreiches Produktdatenmarketing ist ohne ordentliche Produktdaten nicht möglich und diese werden zunächst mal intern im Unternehmen gesammelt und entsprechend aufbereitet, bis sie für die verschiedenen Kanäle verwendbar sind.

Bei der Aufbereitung muss ich die Besonderheiten der Kanäle verstehen – jeder Kanal hat eigene Anforderungen, das wird auch heute oft noch unter den Tisch gekehrt. Dann ist ein weiterer wichtiger Punkt die strategische Planung und nicht zuletzt eine sichergestellte Datenqualität. Denn ist diese mangelhaft, werden zum Beispiel aufgrund von fehlerhafter Produktinformationen Käufe getätigt, die dann als Retoure wieder im Unternehmen landet. Das kostet Geld und schmälert die Marge – warum also nicht vermeiden, wenn es auch anders geht?

Ist Produktdatenmarketing bzw. –management eine Größenfrage? Oder: Ab welcher Unternehmensgröße lohnt sich ein PIM/MDM?

Michael Kugler: Ganz allgemein gilt die Regel, je mehr Produkte, Sprachen oder Kanäle im Unternehmen vorhanden sind, umso mehr ergibt sich daraus die Notwendigkeit eines PIM Systems. Aber auch das lässt sich nicht über einen Kamm scheren. Für jeden Topf gibt es den richtigen Deckel – das klingt abgedroschen, lässt sich aber auch in diesem Fall ganz gut anwenden. Heute geht es vor allem darum, schnell und flexibel agieren zu können, sich optimal auf die Marktanforderungen anzupassen. Mit Excel und Co. ist das einfach nicht mehr möglich. In Zeiten der Digitalisierung und Globalisierung sind es die wenigsten Unternehmen, die nur einsprachig unterwegs sind. Die internationale Ausrichtung und die Anzahl der Kanäle muss man bei der Bedarfsanalyse daher unbedingt auch beachten.

Weitere Reaktionen zur Veranstaltung finden Sie hier.

Carbranding auf der Handelskraft

Produktdatenmanagement bei MMC Hartmetall – Estanislao Montesinos-Gomez im Interview

Estanislao Montesinos-Gomez

Estanislao Montesinos-Gomez

Estanislao Montesinos-Gomez

Estanislao Montesinos-Gomez ist seit 19 Jahren bei der MMC Hartmetall GmbH tätig. Er leitet die Medienproduktion des European Commercial Marketings und ist ebenfalls als Projektmanager für das PIM-Projekt zuständig. Durch die Internationalität des Konzerns konnte er bereits auf globaler Ebene Erfahrungen mit der Implementierung von Software-Lösungen machen. Wir haben mit ihm über die Herausforderungen der Digitalisierung, speziell im Produktdatenmanagement, gesprochen.

Welche Herausforderungen stellt die um sich greifende Digitalisierung in Ihrer Branche und auf welche Hürden sind Sie bei MMC Hartmetall hierbei gestoßen?

Estanislao Montesinos-Gomez: Der digitale Wandel stellt viele Branchen vor neue Herausforderungen – uns miteingeschlossen. Besonders in Bezug auf die Information Supply Chain musste ein Umdenken geschehen. Maschinen inklusive der einzusetzenden Zerspanungswerkzeuge sowie die gesamte Peripherie innerhalb der Fertigungsstrecke werden smart (IoT) und sind komplett miteinander vernetzt (Industrie 4.0).
Da es aktuell keine einheitlichen oder allgemeingültigen Datenstandards gibt, auf welche man Datenmodelle mappen kann, bedeutet dies einen hohen Arbeitsaufwand für die gesamte Branche. Betrachtet man zudem das Volumen an den neu zu erfassenden Daten, steht man schnell vor der nächsten Herausforderung innerhalb der Organisation:
Wo und an welcher Stelle im Organigramm finden die Analyse, Pflege, Transformation und Verarbeitung zu einem Business Value statt (Digital / eBusiness Unit)? Eine eindeutige Abteilungszuweisung ist eher nur bedingt möglich. Dies kann nur in Teamwork und abteilungsübergreifend funktionieren und die neue Unit hat den Hut auf.
Gehören solche Daten oder auch nur einzelne Datensegmente in das PIM-System oder werden neue, andere Systeme benötigt? Die Lösung kann ein PIM-System alleine nicht liefern. Hier werden weitere Systeme notwendig. Früher reichte ein guter Katalog aus. Heute geht nichts mehr ohne digitale und personalisierte Daten.

Welche Rolle spielen zentrale und medienneutrale Produktdaten in Ihrem Unternehmen?

MMC Hartmetall

Produkte von MMC Hartmetall

Estanislao Montesinos-Gomez: Eine extrem große, denn aus strategischer Sicht führt kein Weg an einer medienneutralen Produktdatenverwaltung vorbei. Auch wir als Hersteller arbeiten noch mit diversen, nicht medienneutralen Systemen wie z.B. PLM, PDM-Systemen für Produkt-Datenverwaltung in Fertigungsprozessen. Diese Systeme haben auch im Verbund mit einem PIM, MAM oder großen MDM ihre Daseinsberechtigung.
Die Rolle der medienneutralen Produktdaten ist eine zusätzliche Aufgabe im Daily Business. Früher noch redundant verwaltet mit Web-CMS, InDesign, Photoshop, diversen Excel-Dateien, Access und klassischen Fileservern, verschiebt sich nun alles nach und nach ins PIM.

Welche Meilensteine hat sich MMC Hartmetall für die nächsten zwei Jahre zum Thema Digitalisierung und PIM gesetzt?

Estanislao Montesinos-Gomez: Es gibt diverse Meilensteine zur Digitalisierung in unserem Haus, die nicht alle einen Bezug zu PIM haben. PIM ist und bleibt ein Werkzeug zur Produktdatenverwaltung – Digitalisierung geht aus meiner Perspektive aber noch darüber hinaus.
Unser PIM/MAM-Projekt haben wir in mehrere Meilensteine aufgeteilt und gehen agil in dem Projekt vor. Da wir vor CONTENTSERV kein anderes PIM-System hatten, ist das für uns der produktivste Weg.
Aktuell arbeiten wir an der Fertigstellung von PIM 1.0. Dies ist ein fertiges System, mit Akzeptanz- und Produktivsystem sowie einem automatisierten Ausleitungskanal für elektronische Kataloge im BMECat-Format.
PIM 2.0 wird dann einen klaren Fokus auf die Daten haben. Hierbei werden wir mit weiteren Modulen wie Data Quality und BPM-Business Process Management unsere Daten und die Pflegeprozesse optimieren.
PIM 3.0 wird einen Fokus auf den europäischen Roll-out, digitale und auf Zielgruppen gerichtete Publikationsprozesse haben.

Mehr zum Projekt mit Osudio und MMC Hartmetall finden Sie hier.

Weitere Informationen zur Tochter von Mitsubishi Materials Corporation, MMC Hartmetall, ansehen.

MMC Networking PIM

Einheitliche Produktdaten sorgen für gutes Klima bei Schako

SCHAKO KG – Der Spezialist für Belüftung und gutes Klima seit über 85 Jahren. SCHAKO gilt europaweit als Kompetenzzentrum für Belüftung und Klimatisierung. Individuelle Kundenlösungen sind die große Stärke des Unternehmens aus Süddeutschland. Alexander Bacher – CIO bei der Schako KG im Interview zum Thema Digitalisierung.

Welche Herausforderungen stellt die um sich greifende Digitalisierung in Ihrer Branche?

Alexander Bacher: Ich bin nun wirklich kein Branchenprimus 😊 Ist es nicht vielmehr eine ganz allgemeine Verunsicherung, die man im produzierenden Mittelstand wahrnimmt? Für viele ist DIE Digitalisierung nicht greifbar, dabei sind es oftmals kleine Prozesse oder Themen, die man „digitalisieren“ kann. Der große Mehrwert entsteht meiner Meinung nach erst mit einer entsprechenden Strategie, wenn es gelingt die Einzelmaßnahmen aufeinander abzustimmen und es zu einer gemeinsamen Mission wird – dafür müssen die Entscheidungsträger bereit sein.

Auf welche Hürden sind Sie bei Schako hierbei gestoßen?

Alexander Bacher: Wir haben erkannt, dass wir im Bereich unserer Stammdaten massiv Nachholbedarf haben, um überhaupt effizient Systeme miteinander verknüpfen bzw. verbinden zu können. Viele gute Projekte und Ansätze scheitern an der Qualität dieser Daten, eine fortschreitende Digitalisierung macht eine immer noch tiefer verzahnte Welt der Einzelsysteme aus und der Schmierstoff für diese Zahnräder heißt Stammdaten.

Welche Rolle spielen zentrale und medienneutrale Produktdaten in Ihrem Unternehmen?

Alexander Bacher: Nach meiner Interpretation sind es genau solche Daten, die eine Digitalisierung braucht. Wir wissen heute noch nicht, was wir morgen mit unseren Daten machen (wollen) – die Medienneutralität schafft in dem Fall die Universalität und Flexibilität die es braucht um einer digitalen Zeitreise Herr zu werden.

Welche Meilensteine hat sich Schako für die nächsten zwei Jahre zur Digitalisierung gesetzt?

SchakoAlexander Bacher: Neben unseren konkreten Projekten wie z.B. der Anbindung unserer Produktionsmaschinen und die Re-Organisation unserer Stammdaten, müssen wir es schaffen bei unseren Kolleginnen und Kollegen ein neues Bewusstsein zum Thema „Daten“ – wie wir diese erstellen, speichern und weiterverarbeiten – zu schaffen.

Mehr Informationen zu Schako finden Sie hier.

Möchten Sie sich über das Managen von Produktdaten informieren? Dann geht’s hier lang!

Transformation auf Knopfdruck? 4 Tipps gegen digitale Erschöpfung

Handelskraft

Hurra! 2018 ist das Jahr, in dem wirklich jeder den Begriff der Digitalisierung kennt. Nicht zuletzt durch den vergangenen Bundestagswahlkampf. Im Frühstücksfernsehen, in der Tagesschau und in Themensendungen wird die digitale Transformation gedreht und gewendet, dass einem schwindelig wird. Amazon, Industrie 4.0, Arbeit 4.0, Breitbandausbau, smart Cities, digitale Demenz – wer will nochmal, wer hat noch nicht?

Tragischerweise bedeutet einen Begriff zu kennen jedoch nicht zwingend selbigen auch zu verstehen. Wenn man genau hinhört, bemerkt man, dass viele Entscheider beim Begriff Digitalisierung hinter vorgehaltener Hand weiterhin nur „Irgendwas mit Internet…“ murmeln.

 

Digital bis zur Erschöpfung

Händler und Hersteller, die sich häufig auf Blogs und Konferenzen der digitalen Unternehmenswelt bewegen, werden schnell Profi im Buzzword-Bingo. Performance Marketing, Personalisierung, Content Commerce, Advanced und Predictive Analytics, künstliche Intelligenz, Change Management, Conversational Commerce, Agile Methoden, 360 Grad Kundenbeziehung, Omnichannel Engagement Platform, Consumerisation – BINGO!

Im Ergebnis bleibt ein mulmiges Gefühl. Einerseits fragt man sich, ob man das braucht, gleichzeitig möchte man aber nichts verpassen oder unversucht lassen, um den digitalen Anschluss nicht zu verlieren bzw. digitaler Vorreiter zu bleiben. Die Unsicherheit wächst und die brennenden Fragen „Wie geht das?“ und „Wie nutzt das meinen Kunden?“ bleiben weiter unbeantwortet. Im schlechtesten Fall sind Führungskräfte durch den komplexen Input so überfordert, dass sie lieber weitermachen wie bisher. Transformation, auf Wiedersehen, es hätte so schön werden können mit uns.

Oder sie ergeben sich in Tools.

 

Exzellente digitale Tools bleiben ohne Know-how wirkungslos

Marketing hat ein E-Mail-Automation-Tool. Vertrieb ein CRM. Der Kundenservice nutzt ein Wiki. Die Personalabteilung digitalisiert die Personalakten. Onlineshop und Social Media betreuen die beiden Mitarbeiter vom Onlinemarketing. Den Forecast für die Aktionäre gibt es in aufwändig gestalteter Powerpoint. Der Vorstand fährt jetzt Tesla. Sieht so digitale Transformation aus? Nein.

Digitale Transformation ist Kopfsache, doch das datengetriebene vernetzte Denken erfordertet Mut und Übung. Die Unternehmenssilos müssen aufgelöst, Hierarchien und Prozesse minimiert werden. Abteilungsübergreifende Zusammenarbeit muss gefördert und Experimentierfreude sowie Fehlertoleranz von oben in das gesamte Unternehmen vorgelebt werden. Das ist ein Marathon und lässt sich durch die Implementierung mächtiger Tools in jeder Organisationseinheit nur bedingt beschleunigen.

Klar ist aber auch, dass es ganz ohne digitale Werkzeuge auch nicht geht. Doch was hilft gegen digitale Erschöpfung?

 

  1. Rücken Sie die Nutzer in den Mittelpunkt!

Vermutlich gibt es kein Unternehmen, dass ohne das Ziel Kundenzentrierung auskommt. Das Ziel ist auch weiterhin edel, aber es greift zu kurz. Beispielsweise, wenn Kunden Beratung angeboten wird, die Beratungsqualität jedoch wegen überkomplexer Prozesse im Kundenservice leidet, sollte man intern optimieren, anstatt am Konzept der Kundenberatung zu feilen. Kennen die Berater die Historie des Kunden? Können Sie Mehrwert liefern, der über Google-Suchergebnisse hinausgeht? Sind die Informationen im Servicetool aktuell, vollständig und in Echtzeit nutzbar? Was nützt der teure Webshop, wenn Endkunden wegen höherer Rabatte weiterhin telefonisch bestellen?

Der langfristige Erfolg beim Kunden ist die Summe der positiven Erfahrungen mit einer Marke über alle Marketing-, Vertriebs- und Servicekanäle. Behandeln Sie die internen Nutzer so gemeinsam, wie der Kunde sie wahrnimmt.

 

  1. Wagen Sie Experimente!

Entscheider sind Unsicherheiten gewohnt. Über Jahre haben viele gelernt sich auf ihr Bauchgefühl zu verlassen. Häufig erfolgreich. Die Stellschrauben, Veränderungen und Optionen sind durch die Digitalisierung jedoch individueller geworden. Der große Plan ist vor dem ersten Handgriff schon veraltet und nicht jede Lösung hat denselben Mehrwert.

Beispiel Sprachsteuerung: Nutzer, die dauerhaft am PC oder Tablet arbeiten werden nur wenig Nutzen durch Sprachbefehle spüren. An schmutzbelasteten Arbeitsplätzen ist das anders. Im Gegensatz zum Hand mit Arbeitshandschuh ist die Stimme ein bequemeres Werkzeug. Unternehmen sollten in Sachen digitaler Trends auf Prototypen und steile Lernkurven anstatt Perfektionismus setzen. Fail early, learn fast.

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Treffen Sie Contentserv auf der Handelskraft Konferenz am 20. Februar 2018 in München

  1. Setzen Sie sich erreichbare Ziele!

Jeder, der behauptet, dass digitale Transformation einfach ist, lügt! Der organisatorische Wandel, die Verknüpfung bestehender Daten, die Einführung neuer Systeme und die Vision des digitalen Geschäftsmodells sind Veränderungen, die oft Jahre benötigen. Wer sich keine Etappenziele setzt wird Zeit und Geld verbrennen, um am Ende auf halben Weg zu scheitern.

Agenturen und agile Methoden unterstützen Organisationen ihre Ziele und User-Stories so zu entwickeln, dass sie erreichbar sind und die flexible Anpassung an neue Gegebenheiten jederzeit möglich ist. Die Voraussetzung ist eine klare Strategie der eigenen digitalen Transformation.

 

  1. Gehen Sie neue Wege zum erfolgreichen Handel! Treffen Sie CONTENTSERV am 20.02. zur Handelskraft Konferenz in der BMW Welt München!

Nur die wenigsten Händler und Hersteller gehen den Weg der Digitalisierung erfolgreich allein. Um das Rennen im Digital-Business zu gewinnen brauchen Unternehmen ein starkes Team aus verlässlichen Partnern und ein hochwertiges Netzwerk aus Branchenkollegen. Was 2015 als dotSource-Kundentag begann, um den Austausch untereinander in den Mittelpunkt zu stellen, wurde schnell eine Konferenz auch für weitere Händler, Hersteller und Verlage, um voneinander zu lernen und eigene Ideen herausfordern zu lassen.

Die Grundidee ist es trotz des harten Wettbewerbs Digital-Entscheider zusammenzubringen, denn nur gemeinsam sind wir stark. Die Konferenz ist eine Chance über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen und von exklusiven Insights und konkreten Best-Practices ohne unnötige Buzzwords in Keynotes, Sessions und Roundtables sowie individuellen Digital-Sprechstunden zu profitieren, denn: Nur wer seine digitale Umwelt kennt, kann sich seiner digitalen Umwelt auch anpassen.

 

Jetzt Tickets sichern!

 

 

Christian Otto Grötsch, Gründer und Geschäftsführer dotSource

Christian Otto Grötsch, Gründer und Geschäftsführer dotSource

Zum Autor: Christian Otto Grötsch ist Gründer und Geschäftsführer der Full-Service-Digitalagentur dotSource. Er startete seine Karriere beim multinationalen Onlineauktionshaus auXion und wechselte im Jahr 2000 in die Kernproduktentwicklung und Presales-Beratung der Intershop Communications AG.
Seit 2006 berät er als Geschäftsführer der Agentur dotSource auf Top-Management-Ebene Unternehmen aus dem Mittelstand sowie international operierende Konzerne zu Strategien und Technologien im E-Commerce und der Digitalisierung von Marketing, Vertrieb und Services.

Gastbeitrag hmmh: Warum PIM-less E-Commerce zu teuer ist und niemanden zufrieden stellt

Ein Online-Shop-Projekt ohne vernünftiges PIM-System birgt ein hohes Risiko, denn exzellente Produktdaten und einwandfrei funktionierende Schnittstellen sind der Schlüssel zum Erfolg.

In E-Commerce-Projekten begegnen wir immer wieder der Situation, dass im Hause unserer Kunden kein PIM-System (Product Information Management System) existiert. Produktdaten liegen in diesen Fällen häufig nur fragmentiert in unterschiedlichen Systemen und in diversen Formaten vor. Wenn es dann zu Beginn des Projekts an die Planung von Projektaufwand und Projektdauer geht, ist das Erstaunen meist groß. Viele Kunden wundern sich über den hohen Anteil, den die Systemschnittstellen und die Datenintegration ausmachen. Doch genau dieser Invest ist enorm wichtig, denn exzellente sowie gut gepflegte Produktdaten und einwandfrei funktionierende Schnittstellen, sind der Schlüssel zum Erfolg eines jeden Online-Shops.

Schluss mit unnötigen Risiken beim Produktdatenmanagement

Bei einem Unternehmen ohne PIM-System betreten wir als Dienstleister ein unbekanntes Terrain. Genau dieser Teil des E-Commerce-Projekts birgt das größte Risiko. Selbst der Kunde erahnt meist nicht, was sich in den Abgründen seiner Systeme verbirgt. Sei es ein mit Sonderfeldern gespicktes ERP-System oder unterschiedlichste Excel-Tabellen des Marketingbereichs, in denen zahlreiche Produkttexte für das Web gepflegt werden. Erst, wenn sich Kunde und Dienstleister gemeinsam auf die Suche machen, entdecken sie alle vorhandenen Untiefen der Datenpflege sowie des Datenhandlings. An diesem Punkt sollte jedem Kunden klar sein, dass sich es sich lohnt eine nicht kleine Summe in die Integration von Produktdaten zu stecken und somit die Wurzel des Problems zu packen, um dadurch am Ende ein schnelleres, schlankeres und günstigeres E-Commerce-Projekt umsetzen zu können.

Das PIM-System als idealer Aggregator für alle Produktdaten

Worin liegt der Unterschied zwischen PIM-less und PIM-basierten E-Commerce-Projekten? Der größte Unterschied liegt in der Anzahl der Schnittstellen zum Online-Shop. Ohne ein vernünftiges PIM-System werden dem Shop aus verschiedenen Quellen Daten zugespielt, häufig nicht sortiert, gesäubert oder gefiltert. Allein das Zusammenführen umfangreicher Daten aus verschiedensten Systemen im Online-Shop ist sehr aufwendig und fehleranfällig. Ein PIM-System verhindert diese Problematik, denn der Online-Shop bekommt einen starken Partner an seine Seite, durch den ihm alle Produktdaten über nur eine Schnittstelle zugespielt werden. Das bedeutet, wo vorher im Projekt eine breit angelegte Jagd auf die aktuellen Produktdaten stattfand und Verantwortliche identifiziert wurden, die anschließend umständlich alle relevanten Produktdaten zusammensammeln mussten, wird dieser Prozess auf ein Minimum verkürzt. Das PIM-System ist der „Single Point of Truth“ und das aufwendige sowie zeitraubende Jagen und Sammeln von Produktdaten entfällt.

Abbildung Datenfluss

Datenfluss der Produktdaten bei PIM-less und bei PIM-based E-Commerce

Ein weiterer wichtiger Aspekt von PIM-based E-Commerce ist, dass der Online-Shop von den Produktpflegeprozessen entkoppelt wird. Die Plattform für die Produktpflege, die Übersetzungen, das Texten, die Fotografie und vieles mehr befindet sich im dann PIM-System. Der Online-Shop ist für diese Prozesse nicht optimal ausgestattet und wird somit stark entlastet. Ein individuell zugeschnittenes PIM-System liefert standardisierte Schnittstellen, Funktionen zum Daten-Mapping, Daten-Matching und Daten-Merging, sowie Workflow-Funktionen zur Bereinigung von Daten und Plugins für Shopsysteme zum Zugriff auf alle vorhandenen Produktdaten. In einem PIM-System wie, es Contentserv anbietet, ist es nach einer erfolgreichen Datenintegration unter anderem möglich, mit einem standardisierten Plugin die Produktdaten an ein E-Commerce-System, wie beispielsweise von Shopware, bereitzustellen. Ein schnelleres und schlankeres Produktdatenmanagement spricht eindeutig für PIM-based E-Commerce.

E-Commerce

Charakterisierung von PIM-less und PIM-based E-Commerce

Mit der Einführung des PIM-Systems die gesamten Projektkosten reduzieren

Jeder Kunde, der noch nicht über ein PIM-System verfügt, aber im E-Commerce durchstarten möchte, sollte zunächst die Herausforderung des eigenen Datenmanagements angehen. Egal ob für den eigenen Online-Shop oder den Verkauf über online Marktplätze. Neben einem deutlich geringeren Aufwand, ermöglicht ein individuell zugeschnittenes PIM-System eine schnelle time-to-market und spart Kosten durch flexible Publikationsmöglichkeiten auf allen online und offline Touchpoints. Finde ich als Kunde einen Dienstleister, der mir nicht nur eine neue oder optimierte E-Commerce-Plattform umsetzt, sondern vorab auch die Einführung meines PIM-Systems übernimmt, wird dieses zu mindestens 50% aus den Einsparungen des E-Commerce-Projekts bezahlt und somit zur Hälfte refinanziert.

Einsparungspotenzial

Schematische Darstellung des anteiligen Einsparungspotenzials durch ein PIM-System im E-Commerce-Projekt

Ein passendes PIM-System sorgt für Zufriedenheit bei allen Stakeholdern

Eine individuell zugeschnittene Lösung, macht nicht nur die Endkunden glücklich, da diese von umfangreichen und individuell zugeschnittenen Produktinformationen profitieren, sondern vor allem auch die Mitarbeiter, die ständig mit unterschiedlichsten Produktinformationen und den Herausforderungen der Datenintegration zu tun haben. Nach der Einführung des passenden PIM-Systems können Produkt- sowie E-Commerce Manager mit einer jeweils spezialisierten Software arbeiten, die ihre Stärken exakt dort ausspielt wo sie gebraucht werden: das PIM-System für das Management von Produktlebenszyklen und die E-Commerce-Plattform für alle Marketing- und Vertriebsaktivitäten.

PIM-based E-Commerce ist schneller und schlanker

Mit Hilfe eines PIM-Systems, können Aufwände und Risiken massiv reduziert werden, da es als idealer Aggregator für alle Schnittstellen des Online-Shops fungiert. PIM-less E-Commerce führt häufig zu einer Überfrachtung des Shop-Systems mit Produktdaten aus unterschiedlichen Systemen und Funktionen, für die ein PIM-System besser geeignet ist. E-Commerce-Betreiber ohne PIM-Systeme verschwenden langfristig sowohl Geld als auch Zeit und steigern zusätzlich das Risiko ihrer gesamten E-Commerce Tätigkeiten. Vielleicht mag der erste Launch der E-Commerce Aktivitäten schneller gehen, aber ohne solide Systeme und Prozesse im Hintergrund stehen diese Aktivitäten auf tönernen Füßen. Denn ineffiziente und fehleranfällige Prozesse stehen dem gewünschten schnellen Wachstum dann im Wege. Wer sich erfolgreich für die digitale Zukunft aufstellen möchte, für den geht kein Weg an PIM-based E-Commerce vorbei. Nur das richtige Management von Produktinformationen mit einem PIM-System sorgt für eine solide Basis und ein optimales Fundament, um alle digitalen Vertriebskanäle zu erschließen und langfristig an allen Touchpoints erfolgreich Connected Commerce zu betreiben.

Gerd GüldenastÜber den Autor
Gerd Güldenast kam 2008 zu hmmh und leitet als Managing Director den Bereich Consulting und treibt die Entwicklung von vernetzten CRM- und innovativen E-Commerce-Lösungen voran.
Zuvor war Gerd Güldenast bei renommierten Management- und Technologieberatungs-unternehmen tätig, in denen er als Projektleiter, Consultant und Managementberater operierte. Er ist studierter Wirtschaftswissenschaftler und Informatiker und doziert als Lehrbeauftragter an der Universität Bremen zum Thema Connected Commerce. Zu seinen Schwerpunktthemen gehören Digital Commerce und Cross-Channel-Strategien, Business Consulting, E-Commerce Plattformen und agiles Projektmanagement. In seinen zahlreichen Vorträgen stellt Gerd Güldenast konkrete Erfahrungen aus der Agenturarbeit sowie Trends und Perspektiven im Connected Commerce vor. Er präsentiert innovative Geschäftsmodelle und zeigt auf, wie neuste Technologien und Marketingansätze mit dem Ziel der Optimierung des Geschäftsergebnisses genutzt werden können.

Über hmmh – Leading in Connected Commerce
hmmh gehört deutschlandweit zu den führenden Agenturen für Connected Commerce. Knapp 300 Mitarbeiter arbeiten an den Standorten Bremen (Hauptsitz), Berlin, Hamburg und München. Gegründet im Jahr 1995, etablierte hmmh mit den Kunden Otto und Tchibo das Online-Shopping in Deutschland. Seit über 20 Jahren treibt die Agentur mit Pioniergeist die Entwicklungen in der digitalen Wirtschaft voran und lässt die Grenzen zwischen on- und offline verschwinden. Die Transformation von Multi-Channel-Business zu Connected Commerce erfordert ganzheitliche, flexible und nahtlos vernetzte Strategien sowie Prozesse. Dafür entwirft hmmh businessübergreifend intelligente Lösungen. Gemäß des Leistungsversprechens „consult – create – care“ bietet die Agentur umfassende und individuelle Beratung und begleitet national sowie international erfolgreiche Unternehmen: Von der Strategie über die Software-Entwicklung und Realisierung von Websites, Portalen, Online-Shops sowie mobilen Applikationen, bis zum vernetzten CRM und digitalen Kommunikationsmaßnahmen. Kunden wie bonprix, Schaeffler, Gerry Weber, hessnatur, Nestlé, Deutschland Card, Gebrüder Heinemann und Eppendorf zählen auf die zukunftsweisenden Ideen und die Expertise der Agentur. Seit Juli 2014 ist hmmh Teil der Plan.Net Gruppe, der führenden Digitalagentur Deutschlands, die darüber hinaus zu den größten unabhängigen Digitalagenturen Europas zählt und in mehr als 25 Standorten weltweit vertreten ist.

CONTENTSERV und KI – ein Anwendungsbeispiel von Alexander Wörl

Künstliche Intelligenz, Alexander Wörl

Neben dem Buzzword Digitalisierung geistert derzeit ein weiterer Begriff inflationsartig durch die Marketing Welten – KI, also die künstliche Intelligenz. Aber was bedeutet KI eigentlich und wie lässt sich damit Geld verdienen? Oder wenigstens Geld einsparen?

Alexander Wörl, Head of Research & Development bei CONTENTSERV, zeigt am Beispiel eines Sportartikelherstellers mit 50.000 Produkten, wie die KI beim Upload von Bilddaten Zeit und vor allem Geld einsparen kann.