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Metadaten Supply Chain – der 1. Schritt zur Content Intelligence

Metadaten - content intelligence

Wenn heutzutage das Wort Metadaten fällt, ist man schnell im Gedanken bei Zusatzinformationen, die in unterschiedlichen Applikationen händisch gepflegt werden müssen. Man denkt an Informationen wie Titel, Beschreibung, Ersteller, Kategorie, Copyright und ähnliches.

Ein ganz anderes Bild zeigt uns das jüngste Forschungsprojekt “You are your Metadata: Identification and Obfuscation of Social Media Users using Metadata Information” am Alan Turing Institute des University College in London. Die Arbeit der Forscher beweist, dass sich allein auf Basis von gespeicherten Metadaten die zugehörigen Nutzer eindeutig identifiziert werden können. In der Studie haben die Forscher analysiert, wie sich aus den Metadaten, die die Nutzer auf Twitter hinterlassen, deren Leben einfach rekonstruieren lässt. Es ging dabei nicht um die Inhalte der Tweets, sondern um Metadaten wie Zeit und Ort des Posts, Links, Hashtags oder Retweets. Laut den englischen Forschern befüllen Nutzer demnach “144 obskure Datenfelder”, ohne es zu merken. Erkenntnis der Forscher: “Wir konnten anhand der Metadaten jeden von 10.000 Nutzern mit einer Genauigkeit von 96,7 Prozent identifizieren.”
Quelle: https://www.sueddeutsche.de/digital/twitter-studie-privatsphaere-nutzer-1.4047115

Diese und andere Studien beweisen, dass Metadaten weit mehr als nur Felder sind, die ausgefüllt werden müssen. Sie besitzen unglaubliches Potential und sind die wesentliche Basis für Anwendungensfelder im Bereich der künstlichen Intelligenz bzw. Machine Learning.

Aus diesem Anlass wollen wir in diesem Beitrag Antworten auf die wesentlichen Fragen zu Metadaten geben:

    • Was sind Metadaten nun wirklich?
    • Welche Metadaten gibt es?
    • Wie kann ich sie nutzen?

<Wie und wo komme ich an die wichtigsten Metadaten?

  • Und was hat das Ganze eigentlich mit Content Intelligence zu tun?

 

Was sind Metadaten nun wirklich?

Metadaten werden traditionell als “Informationen über Merkmale anderer Daten” definiert. Diese Definition ist aber nur bedingt geeignet, wenn es um die Bedeutung von Metadaten geht. Besser werden sie als “kontextbezogene Daten” beschrieben. Der Kontext gibt eine Perspektive oder eine Bedeutung, die den Benutzern einen Mehrwert bietet.

“Assets” entstehen erst durch die Anreicherung von Metadaten

Objekte, die in DAM-Systemen gespeichert sind, werden deshalb zum Teil “digitale Assets” genannt, da sie einen Mehrwert liefern, der in der Beschreibung enthalten ist.
Oft werden die Begriffe Daten, Informationen, Content und Assets stellvertretend verwendet. Diese haben aber durchaus unterschiedliche Bedeutungen.

*1: https://www.cmswire.com/cms/web-engagement/content-strategy-understanding-the- difference-between-data-information-and-content-009088.php
*2: Theresa Regli – Digital Asset Management 2016

Welche Metadaten gibt es?

Metadaten existieren in unterschiedlicher Form und Ausprägung. Sie können als beschreibende Texte, Strukturen und Hierarchien oder auch als Verweise und Beziehungen gegeben sein.
Metadaten werden von der National Information Standards Organization (NISO) in den 4 wesentliche Typen unterschieden:

Strukturierte vs. Unstrukturierte Metadaten

Zusätzlich können Metadaten noch in strukturierte und unstrukturierte Daten unterteilt werden.

Wie kann ich Metadaten nutzen?

Metadaten können für unterschiedlichste Einsatzzwecke genutzt werden:

Suchen und Finden
Der am häufigsten angewendete Einsatzzweck ist sicherlich die erweiterte Suchmöglichkeit durch die zusätzliche Beschreibung des Contents.

Navigieren und Strukturieren
Auch die dadurch mögliche mehrdimensionalen Navigation bzw. Strukturierung von Content, wie z.B. bei der Anwendung von Kategoriebäumen oder Klassifikation bei Produkten ist ein sehr beliebter Einsatzzweck.

Beziehungen und Verbindungen
Eine oft unterschätzte aber wesentliche Meta-Information sind Relationen. Diese geben uns Kontrolle und Sicherheit bei der Verwendung, sowie bei der zielgerichteten Eliminierung von Content.

Metadaten als Geschäftsmodell

Metadaten sind auch der Kern der Geschäftsmodelle der großen “Digital Pure Player”:

Facebook-Nutzer erstellen Metadaten, wenn sie Freundeslisten verwalten, Status veröffentlichen oder Beschreibungen zu Medien hinzufügen, den Status von Freunden “liken”, bereits veröffentlichten Inhalt erneut teilen und Originalmedien beisteuern. Durch das Verfolgen dieser Aktivitäten analysiert Facebook Trendthemen und fördert gesponserte Beiträge, die Einnahmen generieren.

Amazon hat eine weltweite Online-Präsenz im Einzelhandel, die viele verschiedene Warenkategorien abdeckt. Metadaten steuern viele Teile des Unternehmens. Die Metadaten beginnen mit den Herausgebern von Büchern oder Anbietern anderer Arten von Waren, als Teil ihrer eigenen Inventarsysteme. Diese Lieferanten senden diese Metadaten an Amazon, das sie mit ähnlichen Informationen von Tausenden anderer Anbieter integriert, um eine eigene Website für den Produktverkauf zu erstellen. Amazon sammelt Metadaten über Verkäufe und nutzt sie weiter, um Kunden Empfehlungen zu geben und die Beziehungen zu Lieferanten zu optimieren. Amazon stellt die Metadaten über die Produkte, die es vermittelt, auch Affiliate- Seiten zur Verfügung, die darüber hinaus eigene Dienste aufbauen, den Umsatz über Amazon steigern und das Geschäft an den ursprünglichen Anbieter weiterleiten.

Quelle: UNDERSTANDING METADATA, WHAT IS METADATA, AND WHAT IS IT FOR? By Jenn Riley

Wie und wo komme ich an die wichtigsten Metadaten?

Metadaten sind nicht nur “User Generated Content”, sondern entstehen während des gesamten Marketing-Content-Lifecycles.
In der Supply-Chain-Terminologie können Prozesse in Upstream- oder Downstream-Prozesse unterschieden werden.
Im Zusammenhang mit dem Marketing-Content-Lifecycle bedeutet “Upstream”, dass Metadaten generiert werden, bevor das Asset erstellt wird, häufig sogar bevor die binären Daten überhaupt existieren.
Downstream bedeutet, dass Metadaten hinzugefügt werden, nachdem dem Asset eine Kennung zugewiesen wurde.


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Was hat das ganze eigentlich mit Content Intelligence zu tun?

Bevor wir dieser Frage auf den Grund gehen können, gilt es den Begriff “Content Intelligence” kurz zu erklären.

Content Intelligence bedeutet, den vollständigen Kontext eines einzelnen Contents zu
begreifen, um bessere Entscheidungen für den betroffenen Inhalt zu treffen. Dabei ist mit Content jegliche Form und Ausprägung von Inhalten gemeint. Dies können Bilder, Texte, Produkte, Videos, redaktionelle Artikel, Kommentare oder Sonstiges sein.

Content Intelligence ist wie eine Rechtschreib- und Grammatik Prüfung für digitale Asset, die Ihnen anzeigt, ob ein Content an dieser Stelle inhaltlich “richtig” bzw. geeignet ist und ob er in der “richtigen” bzw. geeigneten Reihenfolge, also in der richtigen “Grammatik”, angewendet wird.

Warum Content Intelligence ohne Metadaten nicht funktioniert

Content Intelligence besteht aus 3 Wesentlichen Säulen: 1) Das Sammeln von Daten, 2) die Analyse der Daten, 3) die Ableitung von Vorhersagen auf Basis der Analyse.
Im wesentlichen bedient sich Content Intelligence an Technologien wie Big Data, Machine Learning, Natural Language Processing und weiteren Formen der Artificial Intelligence, auf Deutsch “künstliche Intelligenz”.

Alle diese Technologien ermöglichen es, bereits heute gezielt Muster aus enormen Mengen von Daten zu erkennen und dadurch statistische Entscheidungen abzuleiten.
Um das Potential dieser Technologien voll auszuschöpfen, braucht es jedoch große Mengen an Metadaten.

Um eine solche Anzahl an Metadaten zu generieren, muss im Unternehmen folgendes gegeben sein:

  • Das Bewusstsein, Metadaten als Mehrwert zu verstehen.
  • Digital Asset Management für die Verwaltung und Vorhaltung von Metadaten.
  • Eine Metadaten Supply Chain, für die laufende und nachhaltige Erzeugung von Metadaten.

Die Metadaten Supply Chain

Die Metadaten Supply Chain ist nicht bloß eine Technologie oder Applikation. Sie ist viel mehr ein kontrollierter Prozess in Form ein Lieferkette, die sich nahtlos in die System-Landschaft eines Unternehmens integriert, und sich durch Einsatz von Technologie selbstständig und laufend optimiert (automatisiert). Die Metadaten Supply Chain hat als oberstes Ziel die quantitative, aber auch qualitative Erzeugung von Metadaten für Marketing Inhalte. Sie benötigt den Einsatz von menschlichen Ressourcen, vermindert diesen aber laufend und auch wesentlich während ihrer Einsatzzeit und erzeugt von Beginn an Metadaten, die genutzt werden können. Viele der zu erzeugenden Metadaten entstehen automatisch durch die Benutzung von Systemlösungen im Marketing-Content-Lifecycle, manche Metadaten indirekt durch die Verwendung von digitalen Formularen und geführten Workflows, und manche Metadaten müssen zusätzlich manuell angereichert werden. Entscheidend für die Akzeptanz des manuellen Ressourcen Einsatzes ist, dass alle erzeugten Metadaten durch das Training einer Künstlichen Intelligenz, als Vorschläge (Vorhersagen) auch im Metadaten-Prozess wiederverwendet werden können, um den Prozess nachhaltig zu verbessern und zu beschleunigen.

Der Weg zur Metadaten Supply Chain

1) Content Audit
Wenn man sich als Unternehmen entschließt eine Metadaten Supply Chain einzurichten, ist der erste Schritt nicht eine Technologie anzuschaffen, sondern ein Content-Audit durchzuführen. Es gilt herauszufinden welchen Content man besitzt, welche Prozesse mit diesem verbunden sind und welche Metadaten für diesen Content von Bedeutung sind.

2) Technologie Stack
Um eine bedienbare und langfristig durchführbare Supply Chain einzurichten, braucht es den Einsatz eines definierten Marketing Technologie Stacks. Dieser kann sich aus bestehenden Systemen und auch neuen Systemen zusammensetzen. Auch ist es möglich, Lösungen einzusetzen, die sich auf Basis einer All-In-One Lösung als zentraler und unternehmensweiter Marketing-Content-Hub platzieren.

3) Durchgängiger Prozess
Die Metadaten Supply Chain ist im Kern ein durchgängiger Prozess, der sicherstellt, dass alle relevanten Metadaten aus dem Content Audit erzeugt und und abgespeichert werden. Es gilt, die Prozesse so zu modellieren, dass sie automatisch oder mit geringem Aufwand intuitiv durchführbar sind. Hierfür benötigt es Lösungen, die ein digitales Workflow- und Taskmanagement ermöglichen.

4) Einsatz von Künstlicher Intelligenz
Um Systemen heute die Fähigkeit zur Selbstoptimierung zu verleihen, benötigt es den Einsatz künstlicher Intelligenz. Dadurch ist es möglich, Systeme zu trainieren, um auf Basis der bestehenden Metadaten Vorhersagen für zukünftige Metadaten zu treffen.
Dies ermöglicht es iterativ im Form eines sogenannten “Batch Learnings” die Prozesse zu optimieren und weitgehend zu automatisieren. Der richtige Mix aus Automatismus und manuellen Kontrollmechanismen ist dabei entscheidend für die Qualität und stetige Verbesserung.

5) Schaffung einer Basis durch Initiales Training
Um die initiale Hürde innerhalb des Unternehmens zu verringern, ist es ratsam für die Einführung des Metadaten Supply Chain erste sogenannte trainierte “Classifier” bereitzustellen. Classifier sind eine Art Schablone und werden im Bereich des Machine-Learnings eingesetzt. Sie sind für die Programmierung verwendbare digitale Modelle, die auf Basis von zuvor analysierten Datenbeständen, erkannte Muster in Form von Regelwerken bereitstellen. Die initial benötigten Classifier können auf Basis des Content-Audits nominiert und durch geschultes Personal erstellt werden. Ist die Metadaten Supply Chain richtig modelliert, ist als Vorbereitung für das initiale Training, bloß die mehrfache Durchführung gewisser Abschnitte der Lieferkette für eine bestimmte Kategorie von digitalen Assets notwendig, bis eine erstes ausreichendes Datenset für ein Training erschaffen wurde.

Über den Autor
Manuel Mayr, Lead Marketing Content Management bei Premedia, beschäftigt sich bereits über 10 Jahren mit der Umsetzung von Marketing Technologie-Projekten mit dem Schwerpunkt DAM, PIM und Publishing. Gemeinsam mit seinem Team unterstützt er die Marketing- und IT-Abteilungen bei der Digitalisierung und Automatisierung der Content- und Geschäftsprozesse.

Sie wollen mehr zum Thema Metadaten und Content Intelligence erfahren? Premedia ist Goldpartner auf der Marketing Power Conference am 06./07. November 2018. Schauen Sie doch ganz einfach vorbei und lassen Sie sich live im Workshop überzeugen!

Optimierter Übersetzungs-Prozess für kürzere Time-to-Market

Dictionary description of the word focus

Heutzutage bewegt sich die Geschäftswelt immer schneller. Die Kunden erwarten Produkte zu einer bestimmten Zeit und somit ist eine kurze Time-to-Market eine Voraussetzung für den Erfolg eines jeden Unternehmens. Um dieses Ziel zu erreichen, werden die Geschäftsprozesse optimiert und automatisiert.

Vor allem in den letzten zwei Jahrzehnten wurden die Lieferketten grundlegend überarbeitet, um agiler agieren zu können. Einem wichtigen Aspekt wird aber teilweise noch immer unzureichende Beachtung geschenkt: dem Übersetzungsprozess.

Auch in Unternehmen ohne eine interne Lokalisierungsabteilung werden in den meisten Fällen Übersetzungen benötigt. Dann ist es die Aufgabe der Technischen Redaktion, des Marketings oder einer anderen Abteilung, die Übersetzung extern einzukaufen. Wenn also ein Unternehmen die Texte seinem Sprachdienstleister übergibt und die fertigen Übersetzungen erhält, wird die Lieferkette dazwischen oft vergessen. Wer sich zum ersten Mal mit dem Thema befasst, ist meist überrascht, wie komplex diese Lieferkette sein kann. Und genau hier liegen Optimierungspotenziale versteckt, die einer kürzeren Time-to-Market zugutekommen und gleichzeitig die Übersetzungsqualität steigern.

Wie kann ein Übersetzungsprozess konkret aussehen?

Bevor ein Prozess optimiert werden kann, muss er visualisiert werden. Was passiert vor, während und nach der Übersetzung? Der beauftragte Sprachdienstleister analysiert erst den Projektumfang und die benötigten Zielsprachen. Wenn Sprachen erforderlich sind, die er nicht abdeckt, können Teile des Projekts an einen weiteren Sprachdienstleister weitergeleitet werden. Bei umfangreichen oder dringenden Projekte werden gegebenenfalls mehrere interne oder freiberufliche Übersetzer eingesetzt. Anschließend erfolgt die Korrektur und das Lektorat der Texte. All diese Schritte werden von einem Projektmanager koordiniert.

Grafik Lieferkette Übersetzungen

Entlang der Lieferkette kann es zu einem ungewollten Informationsverlust kommen, denn nicht jeder Projektbeteiligte steht in direktem Kontakt mit dem Auftraggeber. Es besteht also das Risiko, dass Fragen unbeantwortet bleiben, was zu Fehlern in den Texten führen kann.

Mit jeder Übersetzung entstehen neue Informationen. Wenn wiederkehrende Fachbegriffe von unterschiedlichen Personen übersetzt werden, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass in verschiedenen Texten gleiche Begriffe unterschiedlich übersetzt werden. Wenn zudem schon im Quelltext unterschiedliche Benennungen benutzt werden, ist die Wahrscheinlichkeit noch größer. Zudem werden gleiche oder ähnliche Sätze mehrmals übersetzt, weil sie nirgends hinterlegt wurden, und dies lässt die Kosten in die Höhe schießen.

Mit der geeigneten Software richtig durchstarten

Mit der richtigen Softwarelösung können auch die Übersetzungsprozesse optimiert und automatisiert werden. Das Risiko des Informationsverlusts wird verringert und darüber hinaus werden die bereits vorhandenen Übersetzungen wiederverwendet, um zukünftige Aufträge einfacher und schneller abzuwickeln. Als Sahnehäubchen können Drittsysteme für einen durchgängigen Content-Erstellungsprozess direkt angebunden werden.

Möglich ist all dies mit einem Translation-Management-System (TMS). Darin werden Funktionen zur Projekt- und Workflowsteuerung mit einem Translation Memory, einer Terminologiedatenbank und einem Übersetzungseditor kombiniert. Jeder übersetzte Satz wird gespeichert, wodurch ganze Sätze oder Teile davon bei zukünftigen Aufträgen mit ähnlichem Inhalt wiederverwendet werden können. Firmeneigene Fachterminologie kann definiert und gespeichert werden, was Zeit und Geld spart und die Corporate Identity stärkt.

Mit einem Translation-Management-System optimal arbeiten

Eines der marktführenden Translation-Management-Systeme ist der Across Language Server. Across bietet zahlreiche Lösungen zur Optimierung des Übersetzungsprozesses. Eine Möglichkeit ist die automatische Projektvergabe in Abhängigkeit von Umfang, Zielsprache, Dokumentenart, Liefertermin und Verfügbarkeit des Übersetzers. Außerdem sparen die Abteilungen mit automatisierten Benachrichtigungen viel Zeit.

Ein essenzieller Bestandteil des Across Language Server ist die Anbindung von Drittsystemen mittels Schnittstellen. Somit kann das Übersetzungsmanagement nahtlos in vor- und nachgelagerte Prozessschritte integriert werden. Produktinformationen können zum Beispiel aus dem PIM-System heraus direkt an den Across Language Server und damit in den Übersetzungsprozess übergeben werden, was sicherstellt, dass die Informationen in allen Sprachen stets auf dem neusten Stand sind. Across ermöglicht zudem die Anbindung von Systemen für maschinelle Übersetzung, Content-Management, Brand Management, Autorenunterstützung und Projektmanagement.

International agierende Unternehmen müssen sich zahlreichen Herausforderungen stellen, aber das Übersetzungsmanagement muss keine davon sein. Weiterführende Informationen sind in den White Papers „Übersetzungsprojekte effizient abwickeln“ und „Das Prinzip von Translation-Management-Systemen“ zu finden.

Über Across
Across LogoMit seinen cleveren Softwarelösungen unterstützt Across Systems Unternehmen und Übersetzer auf der ganzen Welt bei der erfolgreichen Abwicklung ihrer Übersetzungsprojekte. Kunden aus den unterschiedlichsten Branchen nutzen den Across Language Server und die Across Translator Edition, um ihren täglichen Herausforderungen bei der Lokalisierung von Technischer Dokumentation oder Marketingtexten (z. B. im Bereich E-Commerce) zu begegnen.
Durch den Einsatz der Across-Technologie sind transparente Übersetzungsprozesse mit einem hohen Automatisierungsgrad und größtmöglicher Informationssicherheit umsetzbar. Mithilfe von Schnittstellen lassen sich auch korrespondierende Systeme einfach anbinden. Das Product Information Management-System von Contentserv bildet zusammen mit dem Across Language Server eine perfekte Kombination, um die Lokalisierung Ihrer Produkt- und Marketinginformationen zu optimieren und international durchzustarten.

Christian Weih-SumÜber den Autor

Christian Weih-Sum studierte Anglistik an der Universität Mannheim. Als Mitglied des Management Boards bei Across Systems trägt er maßgeblich zur Unternehmens- und Produktentwicklung bei. Außerdem berät er Kunden zu Sprachtechnologie, Übersetzungsworkflows und integrierten Lösungen beispielsweise für maschinelle Übersetzung.

Digitalisierung des Marketings: Prozesse bislang lückenhaft

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„Wenn Sie einen Scheißprozess digitalisieren, dann haben Sie einen scheiß digitalen Prozess!“

Mit dieser Aussage spricht mir Thorsten Dirks, CEO von Telefonica Deutschland AG, aus der Seele. Das Grundproblem bei der Digitalisierung des Marketings ist, dass man vom prozessorientierten Arbeiten meilenweit entfernt ist. Strukturelle Handlungsbedarfe bleiben unberücksichtigt – und keiner scheint Zeit zu haben, diese Lücke zu schließen.
Im Land der Maschinen- und Anlagenbauer, der Hidden-Champions und derjenigen, die dem schon entwachsen sind, wird ohne Ende produziert. Es gibt klare Vorgaben, zu welchem Zeitpunkt und in welcher Qualität die Lieferanten an das Produktionsband anzuliefern haben. Tauchen Probleme auf, ist ein 8D-Report fällig. Je nach Ausmaß der Probleme ist man sofort angezählt – oder hat noch etwas Schonfrist. In anderen Industriezweigen ist es ähnlich.

Lückenhafte Prozesse im Marketing

Im Marketing gibt es keine vergleichbaren Vorgaben. Der erste Knackpunkt liegt in der Supply-Chain der Marketingprozesse. Viele Stakeholder, wie Produktmanagement, Entwicklung, diverse Leitungsebenen oder Vertriebsniederlassungen, müssen dem Marketing Informationen liefern und freigeben. Das Marketing hat dabei eine überwiegend steuernde Rolle. Wenn einer nicht fristgemäß liefert oder Freigaben wieder revidiert werden, passiert nämlich: nichts. Für eine industrielle Fertigung ist so etwas undenkbar.

Ein weiteres Beispiel macht das Problem noch deutlicher:

Das Produktmanagement (PM) pflegt seine Daten in Excel. Die Dokumentation aktueller Leistungsdaten hat aber beim PM eine niedrige Priorität, denn die Fertigung kann ohne diese Daten produzieren. Der Vertrieb braucht aber die Informationen auf einem Data Sheet für seine Kunden. Das Marketing steht dazwischen und soll – zusammen mit Dienstleistern und womöglich während der Nachtschichten – „das Unmögliche möglich“ machen, um doch noch alle Wünsche erfüllen zu können.

Mit entsprechender Softwareunterstützung könnten die Leistungsdaten direkt im PIM erfasst und anschließend automatisiert ausgespielt werden. Das spart Doppelerfassungen und senkt die Durchlaufzeiten.

Allerdings sind das alles Symptome. Die Ursachen liegen woanders. Diese zu erkennen und zu beseitigen, unterscheidet am Ende erfolgreiche Software- und Digitalisierungsprojekte von weniger erfolgreichen.

Digitalisierung ganzheitlich betrachten

Digitalisierung ist also mehr als ein IT-Issue und die Anschaffung neuer Software. Sie hat schlussendlich zwei Handlungsfelder. Zum einen sind es Software-Lösungen für die Automatisierung, zum anderen die strukturellen Handlungsbedarfe, die bis dato nicht gelöst sind. Im Idealfall sollten beide Aspekte parallel beachtet werden und unter folgendem Fokus stehen: Was bringt es am Ende dem Kunden? Denn nur so bekommen wir intern auch entsprechende Projektbudgets.

Deshalb sind strukturelle Handlungsbedarfe mehr als definierte Prozesse. Zunächst benötigt es einen abteilungsübergreifenden Konsens für die Priorisierung der Produktdaten. Es müssen ausreichend Kapazitäten da sein, diese zu pflegen. Zudem sollte der Vertrieb angemessene Vorlaufzeiten für die Data Sheet-Erstellung festlegen.

Erfolgreiche Digitalisierungsprozesse werden also durch das Rollenverständnis der Stakeholder sowie deren Kapazitäten und Kompetenzen ergänzt. Dazu kommen die wirtschaftlichen Faktoren wie Zeit, Qualität und Budget. Das alles sollten wir bei der Softwareeinführung berücksichtigen, um von der lückenlosen Digitalisierung sprechen zu können.

Handlungsbedarfe feststellen und beseitigen

Wie gehen wir am besten vor? Von Vorteil ist es, über ein Zielbild zu starten, das die zukünftigen Anforderungen beschreibt. Wir sprechen hier auch von dem sogenannten Big Picture. Dies gleichen wir mit dem Ist-Zustand ab: Welche Möglichkeiten bestehen heute? Wie wird bisher gearbeitet? Um ein vollständiges Bild zu bekommen, sollten wir solche Analysen für die Bereiche Masterdaten, Translation Management, IT-Infrastruktur und die entsprechende Medienkanäle machen.

Daraus können wir sehr genau die Digitalisierunsglücke bestimmen sowie die Anforderungen an die strukturellen und IT-Handlungsbedarfe formulieren. So lassen sich Software-Auswahlprozesse einfach und effizient steuern. Das Ziel ist klar, der Kundennutzen deutlich, die Einsparpotenziale sind herausgearbeitet. Danach folgen Use Cases, Lastenhefte, Anbieter- und Softwareauswahl sowie die Implementierung und das Roll-out.

Es ist durchaus von Vorteil, diesen Weg mit externer Unterstützung zu gehen. Verkrustungen aufzubrechen, ist mit externer Hilfe deutlich einfacher. Dabei können Sie auf das Wissen um Benchmark-Prozesse und Vergleiche zu anderen Unternehmen zurückgreifen. Um am Ende nicht doch „scheiß digitale Prozesse“ zu haben, sollte der Berater auch die Implementierung begleiten. Dann haben Sie die Garantie, dass die konzeptionierten Lösungen auch das erfüllen, was sie versprochen haben.

Autor:
Albrecht Heidinger ist seit einigen Jahren als PIM Consultant bei der Star Cooperation GmbH in Böblingen tätig und ist der Initiator der PIM ASTRONAUTEN.
Die Star Cooperation GmbH unterstützt Industrieunternehmen in allen Fragen rund um die digitale Transformation, agiles Marketing, das Multi-Channel-Management, Kampagnenmanagement und PIM.

Wollen Sie mehr zu diesen Themen erfahren? Die Star Cooperation ist Partner der Marketing Power Conference am 06./07. November 2018. Schauen Sie doch vorbei oder holen Sie sich weitere Informationen bei den PIM-Astronauten.

PIM effektiv nutzen! Krücke oder Effizienzbooster?

Speedometer

Heutzutage müssen Produktinformationen schnell, qualitativ hochwertig und über viele Kanäle hinweg zur Verfügung stehen. Gelingt es Ihrem Unternehmen dies zu gewährleisten, können Sie sich einen Wettbewerbsvorteil verschaffen.

Durch die Integration der wichtigsten Informationslieferanten, mitsamt der Kernprozesse, wird die positive Wirkung des PIM-Systems auf Ihre Unternehmensabläufe erhöht. Bei diesen Lieferanten handelt es sich im Allgemeinen um die Quellen, die die Schlüsselinformationen eines Produktes entwickeln und bereitstellen.

Ziel ist es diese Informationen in einem PIM-System abzubilden und deren Qualität durch definierte Merkmale zu verifizieren. Die spezifischen Anforderungen des Marktes spielen beim Erstellen von Produkttexten eine wesentliche Rolle. Durch Workflows zur semantischen und syntaktischen Textprüfung, lassen sich die neu erstellten und/oder gelieferten Texte strukturiert prüfen. Maßgeblich für diese Option ist eine nahtlose Integration aller Akteure, die an der Produkttexterstellung beteiligt sind.

Hierbei werden beispielsweise fehlende Übersetzungen automatisiert bei einer Übersetzungsagentur per Trados oder per CONTSULT-API beauftragt.

Nach Lieferung der benötigten Texte werden diese syntaktisch und semantisch geprüft. Sofern notwendig werden etwaige Unstimmigkeiten von Nativ-Speakern geprüft und korrigiert.

Durch diese nahtlose Integration von Partnern und für diese perfekt abgestimmten Informationen, erzielt eine PIM-Lösung einen regelrechten Effizenzboost für den Arbeitsalltag.

Grundlage für diese Integrationen ist die strukturierte Aufbereitung der vorhandenen Daten, dem Data Enhancement.

Neben der gezielten Integration von Partnern in die Prozesse der Content-Supply-Chain, ist es ebenfalls wichtig, klar definierte Daten-Qualitätsmerkmale zu spezifizieren. Diese Merkmale können allgemein oder für einen detaillierten Vertriebskanal gültig sein.

Anhand von Qualitätsregeln werden diese Merkmale überprüft. Basierend auf dem Resultat dieser Regeln, werden automatisiert Aufgaben zur Anpassung der Daten erstellt. Diese Aufgaben werden internen und externen Ressourcen zugeordnet, die diese in einem definierten Zeitraum abarbeiten. Nachdem die angeforderten Informationen gepflegt und validiert wurden, ist der entsprechende Schritt in der Content-Supply-Chain erfüllt.

Wird ein PIM ohne Qualitätssteigerungen als weitere Datenplattform, zur strukturierten Speicherung der Produktinformationen genutzt, ist es oftmals nicht mehr als ein weiterer Datenspeicher. Dieser zusätzliche Aufwand wird in Sachen effizienter Ressourcennutzung somit schnell zur Krücke.

Richtig eingesetzt und mit automatisierten Prozessen, welche alle wesentlichen Partner in die Content-Supply-Chain integrieren, wird aus der Krücke schnell ein effizientes Werkzeug um die Performance Ihres Unternehmens auf ein neues Level zu heben.

Autor:
CONTSULT ist ein innovatives Beratungsunternehmen, welches sich auf das Thema PIM spezialisiert hat. Durch unser direktes und agiles Vorgehen, bringen wir Ihre Produktdaten qualitativ und effizient ins Ziel. Mit unserem Leistungsspektrum decken wir die vier großen Bereiche “Hosting”, “Beratung”, “Implementierung” und “Support” rund um das Thema PIM ab. Durch unseren Full-Service Ansatz minimieren wir Ihren administrativen Aufwand und können Sie ganzheitlich unterstützen.

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3 Faktoren für eine erfolgreiche Customer Experience Strategie

Customer Experience (CX) ist seit geraumer Zeit ein Trendthema, um das man nicht mehr herumkommt. Oft genug wird davon gesprochen, dass man Vertrieb, Marketing und Service vernetzen muss, um eine durchgängige Customer Journey aufzubauen.

Soweit so gut – aber ist das nicht nur die Spitze des Eisbergs?

Was bedeutet Customer Experience?

Customer ExperienceWir sollten grundsätzlich ein gemeinsames Verständnis zum Thema CX definieren. Allgemein hat CX als Ziel, den Kunden oder Interessenten in den Mittelpunkt zu stellen, eine kundenorientierte Strategie aufzubauen und seine Wünsche und Bedürfnisse als Grundlage für Entscheidungen und Aktionen zu nutzen. Die Masse an möglichen nutzbaren Kanälen birgt jedoch das Problem, eine einheitliche und konsistente Außendarstellung zu generieren.

CX sollte definitiv auf jeder Unternehmens-Agenda stehen, um dem aktuellen Gesellschaftstrend der Individualisierung und Konnektivität treu zu werden. Immerhin möchten 74% der Befragten einer Accenture Studie zur Individualisierung, in Ihrer Lieferanten-Beziehung kuratiert werden und wenn möglich so viel wie möglich im Prozess selbst mitgestalten (Bsp. Zalando – als Kunde haben Sie die Möglichkeit Marken mit einem Herz zu markieren, so dass sie Zalando proaktiv ihre eigenen Vorlieben mitteilen können).

Jedoch gilt es hier weit mehr als nur die Frontend-Systeme zu überdenken. CX lebt vom Inhalt und Wissen aus den vom Kunden nicht sichtbaren Systemen wie Produkt-Informations-Management-Systeme und durch Künstliche Intelligenz (KI) automatisierte end-to-end-Prozesse der Customer Journey betreffenden Systeme. Diese „begleiten“ den Kunden bis zum Kauf und darüber hinaus.

Den Horizont erweitern! CX als Teil der digitalen Transformation

Darüber hinaus sollten wir unseren Horizont erweitern und den Blick auf weitere Treiber der digitalen Transformation richten. Neben CX, sind die Faktoren Geschäftsprozesse und Geschäftsmodelle, zwei weitere nicht zu missachtende Faktoren für eine erfolgreiche digitale Transformation.

Um CX erfolgreich in Ihr Unternehmen zu integrieren, sollte Ihr Strategiepapier unbedingt diese beiden weiteren Faktoren beinhalten und beleuchten. Das schönste CX-Projekt bringt nichts, wenn Sie den Markt, Ihre Mitarbeiter und Kunden sowie Ihre Prozesse und die Infrastruktur nicht ganzheitlich im Blick haben. Wissen Sie denn wo Sie die notwendigen Daten herbekommen, ob Ihre Mitarbeiter für den Wandel bereit sind, ob Ihre Infrastruktur für das Vorhaben geeignet ist und ob aus den ganzen Ideen nicht vielleicht sogar ein neuer Geschäftszweig entstehen kann?

Menschen, Prozesse und Technologien – ganzheitliche Betrachtung

Als Grundlage für Ihren digitalen Erfolg sehen wir die Faktoren Menschen, Prozesse und Technologien. Eine Symbiose aus all diesen drei Faktoren bringt Ihren erwünschten Erfolg.

Menschen – Change-Management ist dann erfolgreich, wenn eine Akzeptanz des Wandels durch die vorgegebene Vision vorhanden ist und dieser Wandel auch in Ihre Unternehmenskultur passt. Ist die Organisation bereit?

Prozesse – Haben Sie all Ihre Prozesse im Blick? Wissen Sie wann, wo und wie Daten in Ihren Prozessen genutzt werden? Gibt es sogar Daten-Silos, die in Ihre Geschäftsprozesse gar nicht eingebunden sind und Medienbrüche entstehen?

Technologien – Welchen Lebenszyklus haben Ihre Applikationen? Sind Ihre Applikationen vernetzt und können miteinander kommunizieren? Trauen Sie dem Inhalt Ihrer Applikationen?

Ja, die digitale Transformation steht vor der Tür und ja, Sie müssen etwas tun. Aber: Um einen langfristigen Erfolg für den digitalen Wandel zu erreichen, gilt es eine durchdachte datengetriebene Strategie zu entwerfen.

Sie wollen mehr zu unserem ganzheitlichen Beratungsansatz erfahren?
Sven Reinert, Senior Account Manager und Tobias Wrobel, Marketing Manager bei der parsionate GmbH freuen sich, Sie auf der Contentserv Marketing Power Conference 2018 zu treffen! Sollten Sie es vor Ort nicht schaffen, freuen wir uns über Ihren Kontakt auf digitalem Weg.

Über Parsionate
parsionate LogoDie digitale Transformation verändert Märkte, Kundenbedürfnisse und die Wertschöpfung. Das Management von Informationen, Datenqualität und eine integrierte IT- Infrastruktur haben sich zu wichtigen Unternehmenswerten entwickelt – effiziente Prozesse und eine tiefe Verknüpfung von Masterdaten sind wesentlich für den Unternehmenserfolg.
parsionate unterstützt europäische Händler und Hersteller dabei, diese Veränderungen erfolgreich zu meistern: Unserem hochqualifizierten Team gehören neben erfahrenen Beratern für E-Commerce, Omnichannel und Master Data/Product Information Management (MDM/PIM) auch Systemarchitekten und technische Consultants an. Unser Commitment: Wir glauben an Exzellenz. Wir bieten umfassende Beratung, bestes Know-how in den führenden Softwarelösungen, eine zukunftsorientierte Gestaltung der IT-Infrastruktur sowie erfolgreiche Implementierung.
www.parsionate.com

Tobias Wrobel, ParsionateAutor:
Tobias Wrobel
Marketing Manager
parsionate GmbH

Die neue Ära des digitalen B2B Commerce

Digitaler b2b Commerce

B2B Commerce

Ignoranz oder Ratlosigkeit?

„Der B2B-E-Commerce steckt noch in den Kinderschuhen.” Das scheint der weit verbreitete Konsens bei vielen B2B-Händlern zu sein. Diese Annahme ist aber nicht nur falsch, sondern auch geschäftsgefährdend, denn die Zeiten, als Bestellungen ausschließlich über Telefon und Fax erfolgten, sind längst vorbei. Die Digitalisierung ist definitiv im B2B-Handel angekommen. Warum aber werden die Möglichkeiten nicht ausgeschöpft?

Die Revolution in der B2B-Beschaffung hat bereits begonnen

Nach einer Studie von Forrester Research in 2017 bevorzugen drei Viertel der B2B-Einkäufer die Beschaffung über das Internet, weil sie bequemer und schneller ist, als über Außendienstmitarbeiter. Daraus wird deutlich: die „Amazon-like” Beschaffung ist bereits Voraussetzung für einen langfristig erfolgreichen B2B-Handel.

Die Daten-Aufrüstung muss beginnen

Modelle, die auf Daten und Technologie basieren, sind den Oldschool-Ansätzen in Vertrieb und Procurement jetzt schon weit voraus. Der persönliche Kontakt zwischen Lieferanten und Kunden, der für viele Unternehmen der letzte Strohhalm ist, bleibt auch ein großer Teil von digitalen Geschäftsmodellen. Der entscheidende Unterschied: Digital aufgestellte Unternehmen verlassen sich nicht ausschließlich auf das persönliche Vertriebstalent, sondern schaffen CRM-Prozesse auf Basis von Daten. Die digitalen Kundentouchpoints werden täglich besser und reichen von Desktop über Mobile bis hin zu den sogenannten headless Technologien wie screen-losen Voice- und IoT-Devices.

Ein schöner Shop ist nicht genug

Ein schönes Frontend und eine App reichen nicht mehr aus. Hersteller und Händler können nur so kundenzentriert sein, wie es ihr System erlaubt.

„Vom Kunden her rückwärts zu denken gelingt den allerwenigsten. Um neue Kundenanforderungen schnell zu erkennen und noch schneller digital in die Tat umzusetzen, fehlt die technologische Basis.” – Lennart A. Paul

Unternehmen kommen nicht mehr drumherum, Kundenzugang aus der analogen Welt in digitale Prozesse zu übersetzen. Das bedeutet nicht, alte Systeme neu zu konfigurieren. Die neuen Ansprüche: Kundenanforderungen und digitale Innovationen als Erste an den Markt zu bringen.

Letzter Aufruf für die digitale Transformation

Wer sich heute noch auf Erfolgen der Vergangenheit ausruht, wird morgen nicht mehr mithalten. Alte Prozesse stellen B2B-Kunden nicht mehr zufrieden, die Anforderungen und Erwartungen verändern sich. Die Grundlage für ein stabiles, erfolgreiches Wachstum ist echte Kundenzentrierung und der Wille zur Innovation.

Mehr Informationen, Best Practices, Expertenmeinungen und die Skizzierung eines Transformationsprozessen findest Du im neuen White Paper von Spryker.

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Über Spryker:
Spryker LogoSpryker Systems entwickelt ein einzigartiges Commerce-Betriebssystem (Spryker Commerce OS) sowie zahlreiche zugehörige Kundenschnittstellen (sogenannte Apps). Vor dem Hintergrund der stetig steigenden Device Vielfalt und der dadurch zunehmenden Komplexität der Customer Journey ermöglicht es Spryker Unternehmen, ihre Kunden über alle aktuellen und zukünftigen digitalen Kontaktpunkte zu erreichen. Das “Spryker Commerce OS” ermöglicht die Implementierung neuer Kundenschnittstellen in Form von Frontend-Applikationen wie beispielsweise Desktop-Shop, mobile Apps, IoT-Szenarien, Blockchain-Technologie oder Bot- und Voice-Integrationen innerhalb kürzester Zeit und eröffnet so kundenzentrierte Erlösmodelle ohne lange Vorlaufzeiten. Somit verschafft Spryker den Unternehmen entscheidend mehr Entwicklungsspielraum im E-Commerce, ermöglicht datenbasierte Entscheidungen in allen Abteilungen und neue Perspektiven im Online-Marketing. Das Commerce OS wurde entwickelt, um für schnell wachsende digitale Geschäftsmodelle – und ihre unterschiedlichen Anforderungen – maximale Produktivität und Gestaltungsfreiheit zu erschließen.

Sie wollen Spryker näher kennen lernen? Die Marketing Power Conference 2018 bietet die optimale Gelegenheit, mit unserem Platinpartner ins Gespräch zu kommen!
Mit dabei sind u.a. Boris Lokschin, Co-CEO von Spryker Systems, mit seiner Keynote “Innovate or Die” sowie Michael Türk, Lead Solutions Specialist, als Moderator im Roundtable zum Thema Retail.
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Wie man eine PIM-Lösung implementiert

Osudio PIM LösungFür Unternehmen, die eine Vielzahl von Produktkategorien mit vielen Produktdetails anbieten, ist die Entscheidung für eine PIM-Lösung eine logische Wahl, denn für fast jede Online gehende Firma sind qualitativ hochwertige Produktinformationen entscheidend für den Erfolg im Internet. Eine PIM-Lösung bringt jedoch viele Veränderungen mit sich. Sie berührt alle dynamischen Funktionen eines Unternehmens, von der Produktion über Vertrieb und Marketing bis hin zu Kundenbetreuung, Betrieb, Logistik und Finanzen. Da jede Abteilung eine andere Beziehung zu den eigenen Produktdaten hat, hat eine PIM-Lösung für verschiedene Personen in einem Unternehmen auch eine unterschiedliche Bedeutung. Das kann zu Reibung führen, da nicht jeder den Wert eine voll funktionsfähigen PIM-Lösung gleich erkennt. Für einige Anwender bedeutet eine PIM-Lösung schlicht mehr Zeitaufwand für die Produktdateneingabe. Da eine PMI-Lösung eine neue Arbeitsweise einführt, weckt sie bei einigen vielleicht Ängste vor dem Unbekannten.

Viele Unternehmen tun sich daher sehr schwer mit der PIM-Implementierung. Osudio ist einer der größten E-Business-Spezialisten in Europa. Wir haben bereits bei einer Vielzahl europäischer Unternehmen PIM-Lösungen implementiert, u.a. bei: Hansgrohe, Hoffmann oder MMC Hartmetall. In unserem Whitepaper geben Ihnen unsere PIM-Spezialisten pragmatische Tipps und Fallbeispiele aus ihrer Implementierungspraxis.

In dem Whitepaper erhalten Sie:

  • 9 Erfolgsfaktoren für Ihre PIM-Implementierung
  • eine Checkliste für Ihre PIM-Implementierung
  • 3 Tipps, wie Sie Ihr Team in Richtung Erfolg organisieren

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Sie wollen das Osudio-Team näher kennen lernen? Die Marketing Power Conference bietet die optimale Gelegenheit dazu. Informieren Sie sich im Vortrag von Estanislao Montesinos Gomez, wie Sie Ihre Digitalisierung mit einem PIM boosten und sprechen Sie direkt mit unserem Implementierungspartner und tauschen Sie sich mit unseren gemeinsamen Kunden über Ihre Erfahrungen aus! Weitere Infos zur Veranstaltung finden Sie hier!

Über den Autor:
Osudio Logo Osudio ist Teil der SQLI Gruppe und einer der größten europäische Spezialisten im Bereich E-Business, PIM (Product Information Management) und Print-Publishing. Osudio bietet ein exzellentes Dienstleistungspaket aus einer Hand: Strategie, User Experience und Design, Beratung, Implementierung und Integration, sowie Hosting und System-/Prozessoptimierung.

Vom Lügen und Betrügen in Software-Projekten: Tagebuch eines IT-Consultants

Alle Produktinformationen mithilfe der richtigen Software verwalten und für die Kommunikation in allen Kanälen zur Verfügung stellen – so schwer kann das doch nicht sein. Ja, das ist jetzt die Stelle, an der genervte Entscheider in Handels- und Industrie-Unternehmen auflachen dürfen. Aber glauben Sie mir eins: Auch wir Software-Integratoren und -Hersteller haben es manchmal nicht leicht.
Berater – das Wort setzt sich zusammen aus betrügen und raten, wurde mir mal gesagt. Doch der Alltag ist schon verrückt genug und schreibt wildere Geschichten, als ich es je könnte. Und es sind nicht immer nur die abgezockten Dienstleister, sondern oft auch die Kunden, die es geradezu herausfordern, belogen und betrogen zu werden. Glauben Sie nicht? Dann lasse ich Sie gerne in mein Tagebuch blicken…

Ausschreibungen
Was uns da regelmäßig ins Haus flattert, folgt eigentlich immer einem ähnlichen Aufbau. Kunden listen ihre Anforderungen auf, priorisieren diese und fordern die Software-Hersteller oder Integratoren dann auf anzugeben, ob sie erfüllt werden können. Nach der Auswertung werden die vermeintlich besten ausgewählt und dürfen sich persönlich vorstellen. Was den Anschein von Objektivität erweckt, daran hätte Pipi Langstrumpf wohl ihre große Freude: frei nach dem Motto „Ich mach‘ mir dir Welt, wie sie mir gefällt“ laden die Ausschreibungen zu großzügigen Interpretationen ein. Unterstützt ihre Print-Publishing-Technologie mehrere Layoutprogramme? Aber klar: InDesign CC 2015 und 2017 – das sind doch zwei Programme.
Und hat ihr webbasiertes PIM-System eine Rechtschreibprüfung? Natürlich, das deckt der Browser doch mit seiner integrierten Funktion ab. Widdewiddewitt – im Handumdrehen werden die Ausschreibungsunterlagen so zu „Ja-Listen“ bei denen alle, die sie ehrlich ausfüllen, Gefahr laufen, nicht in die nächste Runde zu kommen.

Projektdauer
Wenn es um die Projektdauer geht, fällt meistens ein Satz, der gleichzeig nicht wahrer und doch inhaltloser sein könnte: „Es kommt darauf an“. Und das ist tatsächlich so, denn während der Vertriebsphase steht der Projektumfang meist noch gar nicht so genau fest.
Dennoch erlebe ich, dass einige Software-Hersteller und Integratoren viel zu kurze Projektzeiträume kommunizieren – Hauptsache die Führungsriege des Kunden ist zunächst zufrieden und man erhält den Auftrag. Das Perfide: Oftmals hapert es danach auf Kundenseite und genau das wissen die Dienstleister.
Denn kundenseitig mangelt es sehr häufig an den eigenen Ressourcen zur Durchführung aufwendiger Software-Projekte. Wer übernimmt die Projektleitung? Das Projekt neben der 40-Plus-Stundenwoche leiten? Meist keine gute Idee.
Wer sammelt in einem PIM-Projekt die vorhandenen Daten zur Übernahme ins neue PIM-System zusammen, wer bereitet sie auf? Und wer pflegt die meist vielen tausend bestehenden Produkte im PIM-System bis sie zur Nutzung in allen Kanälen freigegeben werden können? Denn erst danach zeigt das zu Beginn hochgepriesene PIM-System seinen wahren Nutzen.

Lizenzpreise
Statt eines Festpreises für alle gleicht das Preis-System von Software-Produkten eher dem Treiben auf einem türkischen Bazar. Überzogene Listenpreise werden teilweise um 90% rabattiert. Statt 1 Mio. € gemäß Liste stellen manche Hersteller schon mal nur 100.000 € in Rechnung. Der Mensch liebt nun mal Rabatte und erst recht der Einkäufer. Aber mein persönliches „Lieblings-System“: Preise anhand der Außenfassade des Kunden. Klingt abenteuerlich? Genau so schon bei einem Hersteller erlebt. Dieser Hersteller hatte keine Preisliste. Der Preis wurde daran festgemacht, was sich der Kunde augenscheinlich erlauben kann. Die tatsächlich schöne Außenfassade des Firmengebäudes fand sich also gewissermaßen im Angebot wieder.
Dabei gibt es auch gute Gründe es so zu machen. Immerhin scheint es nur fair, den Preis davon abhängig zu machen, wie viel das System dem Unternehmen tatsächlich nützt. Kann ein Unternehmen sich offensichtlich teure Software leisten, warum dann nicht auch dies bei der Preisfindung berücksichtigen? Mehr Intransparenz bei der Preissetzung geht allerdings kaum.

…Und jetzt?
Was ich in meinen vielen Jahren als Consultant in Software-Projekten gelernt habe: der Schlüssel zum Erfolg ist Vertrauen. Letztendlich ist die Einführung einer neuen Software nicht nur mit hohen Kosten und viel Arbeit, sondern auch mit enormer Bürokratie und Politik verbunden. Und dabei geht es um die Menschen. Ja, Ausschreibungs-Unterlagen und verbindliche Aussagen sind wichtig, um Projekte zu initiieren, durchzusetzen und zu planen. Allerdings müssen sich sowohl Kunden als auch Software-Hersteller und Integratoren bewusst sein, dass auch eine gesunde Portion Pragmatismus gefordert ist. Worauf es wirklich ankommt, sind weniger monatelange Auswahlprozesse anhand pseudo-objektiver Bewertungskriterien, als das persönliche Gespräch und Meinungen anderer Kunden. Entscheider sollten sich Zeit nehmen und Erfahrungsberichte anderer Unternehmen einholen. Nur diese können authentisch bewerten, wie ein Dienstleister tatsächlich tickt und arbeitet. Denn ein „Ja“ in Excel-Listen einzutragen und ein selbstbewusstes „Sicher, nur 2–3 Monate“ in den Raum zu werfen kann jeder. Software-Projekte dann aber auch mit Engagement, Kundenverständnis und offener Beratung umsetzen eben nicht.

Über den Autor:
Sven Henckel ist seit 2003 bei der Laudert GmbH + Co. KG. Als Prokurist und stv. Leiter des Geschäftsbereichs Medien-IT verfügt er über eine umfassende Marktübersicht in den Bereichen PIM, MAM und Printproduktion. Als Verantwortlicher für die Beratung von Kunden und Umsetzung von Projekten steht er in engem Kontakt mit dem Kunden sowie den Medien-IT-Experten von Laudert. Sven Henckel betreute bereits eine Vielzahl von Kunden. Dazu zählen unter anderem FALKE, ZWILLING J.A. Henckels, J. Schmalz, STEINEL, REWE, Karstadt, Bohnenkamp, Zurbrüggen und Eddie Bauer. Von 2003 bis 2005 studierte Sven Henckel Medieninformatik an der FHDW Gütersloh. Daraufhin schloss er seinen Master of Science in Information Technology an der University of Liverpool ab.

Über Laudert:
Laudert ist mit 450 Mitarbeitern an 6 Standorten strategischer und operativer Partner in allen Fragen der Produkt- und Markenkommunikation. Hocheffiziente Prozesse sind Basis aller 5 Leistungsfelder: Kreation, Fotografie, Medienproduktion, Medien-IT und Digitaldruck. Das 80 Mitarbeiter starke IT-Team integriert Systeme für PIM/MAM/DAM, Web2Print und Database-Publishing.

Laudert ist Goldpartner auf der Marketing Power Conference 2018 – treffen Sie unseren Partner und viele unserer gemeinsamen Kunden, darunter beispielsweise J. Schmalz oder ZWILLING J.A. Henckels, die auch Einblicke in ihre Digitalisierungsprojekte geben, im November auf unserer zweitägigen Veranstaltung! Hier finden Sie weitere Informationen zur MPC 2018.

Alle Zeichen stehen auf “Digitales Kundenerlebnis”

Mittlerweile stecken wir schon mittendrin in 2018, das ganz im Zeichen des digitalen Kundenerlebnisses steht. Unser Partner Osudio klärt im Beitrag “2018 ist das Jahr des digitalen Kundenerlebnisses” auf, was es damit auf sich hat. Viele Unternehmen haben immer noch Schwierigkeiten, mit dem Tempo ihrer Kunden mitzuhalten. Die Innovation und Digitalisierung ihrer Vision geht nicht schnell genug, und so verlieren sie den Anschluss. Oft sind sie durch Silo-Effekte und veraltete Technologien in monolithischen Strukturen eingeschränkt, was ihren Fortschritt verhindert.

Start-Ups und relativ junge kleinere Unternehmen haben hierbei oft weniger Probleme, wenn es darum geht, Flexibilität zu beweisen und sich den Veränderungen in ihrer jeweiligen Branche anzupassen. Sie haben uns gezeigt, dass unsere Zukunft im (digitalen) Kundenerlebnis liegt. Ebendieses ist nicht selten kanalunabhängig – für die Kunden ist der Vertriebskanal häufig zweitrangig, denn für sie zählt in erster Linie das Erlebnis, das ihnen geboten wird. Oft gehen die Grenzen zwischen realer und digitaler Welt dabei fließend ineinander über, sie ergänzen sich und lassen sich untereinander austauschen.

Wie sich auch etablierte Unternehmen an Start-Ups orientieren können und dadurch ihr Kundenerlebnis verbessern können?
Setzen Sie auf die Zusammenarbeit mit Partnern. Wenn Ihre Technik oder Organisation Ihrem Team und Ihrem Einsatz nicht gerecht wird, bietet sich die schlanke Möglichkeit, sich mit Partnern zusammenzutun, die Ihnen helfen, wettbewerbsfähig zu bleiben und so Ihren Marktanteil zu behalten. Mit Hilfe entsprechender Schnittstellen können Sie Silo-Effekte in Ihrem Unternehmen abbauen, indem sie bislang voneinander abgeschottete Abteilungen miteinander vernetzen, schnelle mobile Apps zum Einsatz bringen, Informationen austauschen und sammeln oder Plattformen verbinden, um den Datenverkehr nach Ihrem Bedarf zu lenken.

Welche Aspekte Sie sich beim Thema digitale Kundenerlebnisse weiterhin zu Herzen nehmen sollten und was die neuen Datenschutzregelungen damit zu tun haben, erfahren Sie im Blog-Beitrag von Osudio. Lesen Sie hier ganz einfach weiter.

Osudio Logo Über Osudio: OSUDIO – einer der größten Omni-Channel Spezialisten in Europa, bietet im Bereich E-Business, PIM (Product Information Management) und Print-Publishing ein exzellentes Dienstleistungspaket aus einer Hand: Strategie, User Experience und Design, Beratung, Implementierung und Integration, sowie Hosting und System /Prozessoptimierung.

Gastbeitrag hmmh: Warum PIM-less E-Commerce zu teuer ist und niemanden zufrieden stellt

Ein Online-Shop-Projekt ohne vernünftiges PIM-System birgt ein hohes Risiko, denn exzellente Produktdaten und einwandfrei funktionierende Schnittstellen sind der Schlüssel zum Erfolg.

In E-Commerce-Projekten begegnen wir immer wieder der Situation, dass im Hause unserer Kunden kein PIM-System (Product Information Management System) existiert. Produktdaten liegen in diesen Fällen häufig nur fragmentiert in unterschiedlichen Systemen und in diversen Formaten vor. Wenn es dann zu Beginn des Projekts an die Planung von Projektaufwand und Projektdauer geht, ist das Erstaunen meist groß. Viele Kunden wundern sich über den hohen Anteil, den die Systemschnittstellen und die Datenintegration ausmachen. Doch genau dieser Invest ist enorm wichtig, denn exzellente sowie gut gepflegte Produktdaten und einwandfrei funktionierende Schnittstellen, sind der Schlüssel zum Erfolg eines jeden Online-Shops.

Schluss mit unnötigen Risiken beim Produktdatenmanagement

Bei einem Unternehmen ohne PIM-System betreten wir als Dienstleister ein unbekanntes Terrain. Genau dieser Teil des E-Commerce-Projekts birgt das größte Risiko. Selbst der Kunde erahnt meist nicht, was sich in den Abgründen seiner Systeme verbirgt. Sei es ein mit Sonderfeldern gespicktes ERP-System oder unterschiedlichste Excel-Tabellen des Marketingbereichs, in denen zahlreiche Produkttexte für das Web gepflegt werden. Erst, wenn sich Kunde und Dienstleister gemeinsam auf die Suche machen, entdecken sie alle vorhandenen Untiefen der Datenpflege sowie des Datenhandlings. An diesem Punkt sollte jedem Kunden klar sein, dass sich es sich lohnt eine nicht kleine Summe in die Integration von Produktdaten zu stecken und somit die Wurzel des Problems zu packen, um dadurch am Ende ein schnelleres, schlankeres und günstigeres E-Commerce-Projekt umsetzen zu können.

Das PIM-System als idealer Aggregator für alle Produktdaten

Worin liegt der Unterschied zwischen PIM-less und PIM-basierten E-Commerce-Projekten? Der größte Unterschied liegt in der Anzahl der Schnittstellen zum Online-Shop. Ohne ein vernünftiges PIM-System werden dem Shop aus verschiedenen Quellen Daten zugespielt, häufig nicht sortiert, gesäubert oder gefiltert. Allein das Zusammenführen umfangreicher Daten aus verschiedensten Systemen im Online-Shop ist sehr aufwendig und fehleranfällig. Ein PIM-System verhindert diese Problematik, denn der Online-Shop bekommt einen starken Partner an seine Seite, durch den ihm alle Produktdaten über nur eine Schnittstelle zugespielt werden. Das bedeutet, wo vorher im Projekt eine breit angelegte Jagd auf die aktuellen Produktdaten stattfand und Verantwortliche identifiziert wurden, die anschließend umständlich alle relevanten Produktdaten zusammensammeln mussten, wird dieser Prozess auf ein Minimum verkürzt. Das PIM-System ist der „Single Point of Truth“ und das aufwendige sowie zeitraubende Jagen und Sammeln von Produktdaten entfällt.

Abbildung Datenfluss

Datenfluss der Produktdaten bei PIM-less und bei PIM-based E-Commerce

Ein weiterer wichtiger Aspekt von PIM-based E-Commerce ist, dass der Online-Shop von den Produktpflegeprozessen entkoppelt wird. Die Plattform für die Produktpflege, die Übersetzungen, das Texten, die Fotografie und vieles mehr befindet sich im dann PIM-System. Der Online-Shop ist für diese Prozesse nicht optimal ausgestattet und wird somit stark entlastet. Ein individuell zugeschnittenes PIM-System liefert standardisierte Schnittstellen, Funktionen zum Daten-Mapping, Daten-Matching und Daten-Merging, sowie Workflow-Funktionen zur Bereinigung von Daten und Plugins für Shopsysteme zum Zugriff auf alle vorhandenen Produktdaten. In einem PIM-System wie, es Contentserv anbietet, ist es nach einer erfolgreichen Datenintegration unter anderem möglich, mit einem standardisierten Plugin die Produktdaten an ein E-Commerce-System, wie beispielsweise von Shopware, bereitzustellen. Ein schnelleres und schlankeres Produktdatenmanagement spricht eindeutig für PIM-based E-Commerce.

E-Commerce

Charakterisierung von PIM-less und PIM-based E-Commerce

Mit der Einführung des PIM-Systems die gesamten Projektkosten reduzieren

Jeder Kunde, der noch nicht über ein PIM-System verfügt, aber im E-Commerce durchstarten möchte, sollte zunächst die Herausforderung des eigenen Datenmanagements angehen. Egal ob für den eigenen Online-Shop oder den Verkauf über online Marktplätze. Neben einem deutlich geringeren Aufwand, ermöglicht ein individuell zugeschnittenes PIM-System eine schnelle time-to-market und spart Kosten durch flexible Publikationsmöglichkeiten auf allen online und offline Touchpoints. Finde ich als Kunde einen Dienstleister, der mir nicht nur eine neue oder optimierte E-Commerce-Plattform umsetzt, sondern vorab auch die Einführung meines PIM-Systems übernimmt, wird dieses zu mindestens 50% aus den Einsparungen des E-Commerce-Projekts bezahlt und somit zur Hälfte refinanziert.

Einsparungspotenzial

Schematische Darstellung des anteiligen Einsparungspotenzials durch ein PIM-System im E-Commerce-Projekt

Ein passendes PIM-System sorgt für Zufriedenheit bei allen Stakeholdern

Eine individuell zugeschnittene Lösung, macht nicht nur die Endkunden glücklich, da diese von umfangreichen und individuell zugeschnittenen Produktinformationen profitieren, sondern vor allem auch die Mitarbeiter, die ständig mit unterschiedlichsten Produktinformationen und den Herausforderungen der Datenintegration zu tun haben. Nach der Einführung des passenden PIM-Systems können Produkt- sowie E-Commerce Manager mit einer jeweils spezialisierten Software arbeiten, die ihre Stärken exakt dort ausspielt wo sie gebraucht werden: das PIM-System für das Management von Produktlebenszyklen und die E-Commerce-Plattform für alle Marketing- und Vertriebsaktivitäten.

PIM-based E-Commerce ist schneller und schlanker

Mit Hilfe eines PIM-Systems, können Aufwände und Risiken massiv reduziert werden, da es als idealer Aggregator für alle Schnittstellen des Online-Shops fungiert. PIM-less E-Commerce führt häufig zu einer Überfrachtung des Shop-Systems mit Produktdaten aus unterschiedlichen Systemen und Funktionen, für die ein PIM-System besser geeignet ist. E-Commerce-Betreiber ohne PIM-Systeme verschwenden langfristig sowohl Geld als auch Zeit und steigern zusätzlich das Risiko ihrer gesamten E-Commerce Tätigkeiten. Vielleicht mag der erste Launch der E-Commerce Aktivitäten schneller gehen, aber ohne solide Systeme und Prozesse im Hintergrund stehen diese Aktivitäten auf tönernen Füßen. Denn ineffiziente und fehleranfällige Prozesse stehen dem gewünschten schnellen Wachstum dann im Wege. Wer sich erfolgreich für die digitale Zukunft aufstellen möchte, für den geht kein Weg an PIM-based E-Commerce vorbei. Nur das richtige Management von Produktinformationen mit einem PIM-System sorgt für eine solide Basis und ein optimales Fundament, um alle digitalen Vertriebskanäle zu erschließen und langfristig an allen Touchpoints erfolgreich Connected Commerce zu betreiben.

Gerd GüldenastÜber den Autor
Gerd Güldenast kam 2008 zu hmmh und leitet als Managing Director den Bereich Consulting und treibt die Entwicklung von vernetzten CRM- und innovativen E-Commerce-Lösungen voran.
Zuvor war Gerd Güldenast bei renommierten Management- und Technologieberatungs-unternehmen tätig, in denen er als Projektleiter, Consultant und Managementberater operierte. Er ist studierter Wirtschaftswissenschaftler und Informatiker und doziert als Lehrbeauftragter an der Universität Bremen zum Thema Connected Commerce. Zu seinen Schwerpunktthemen gehören Digital Commerce und Cross-Channel-Strategien, Business Consulting, E-Commerce Plattformen und agiles Projektmanagement. In seinen zahlreichen Vorträgen stellt Gerd Güldenast konkrete Erfahrungen aus der Agenturarbeit sowie Trends und Perspektiven im Connected Commerce vor. Er präsentiert innovative Geschäftsmodelle und zeigt auf, wie neuste Technologien und Marketingansätze mit dem Ziel der Optimierung des Geschäftsergebnisses genutzt werden können.

Über hmmh – Leading in Connected Commerce
hmmh gehört deutschlandweit zu den führenden Agenturen für Connected Commerce. Knapp 300 Mitarbeiter arbeiten an den Standorten Bremen (Hauptsitz), Berlin, Hamburg und München. Gegründet im Jahr 1995, etablierte hmmh mit den Kunden Otto und Tchibo das Online-Shopping in Deutschland. Seit über 20 Jahren treibt die Agentur mit Pioniergeist die Entwicklungen in der digitalen Wirtschaft voran und lässt die Grenzen zwischen on- und offline verschwinden. Die Transformation von Multi-Channel-Business zu Connected Commerce erfordert ganzheitliche, flexible und nahtlos vernetzte Strategien sowie Prozesse. Dafür entwirft hmmh businessübergreifend intelligente Lösungen. Gemäß des Leistungsversprechens „consult – create – care“ bietet die Agentur umfassende und individuelle Beratung und begleitet national sowie international erfolgreiche Unternehmen: Von der Strategie über die Software-Entwicklung und Realisierung von Websites, Portalen, Online-Shops sowie mobilen Applikationen, bis zum vernetzten CRM und digitalen Kommunikationsmaßnahmen. Kunden wie bonprix, Schaeffler, Gerry Weber, hessnatur, Nestlé, Deutschland Card, Gebrüder Heinemann und Eppendorf zählen auf die zukunftsweisenden Ideen und die Expertise der Agentur. Seit Juli 2014 ist hmmh Teil der Plan.Net Gruppe, der führenden Digitalagentur Deutschlands, die darüber hinaus zu den größten unabhängigen Digitalagenturen Europas zählt und in mehr als 25 Standorten weltweit vertreten ist.