Tag: Digitalisierung

4 Wege, wie ein PIM die Time-to-Market beschleunigt

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4 Wege, wie ein PIM die Time-to-Market beschleunigt

In der Regel gilt: Je später Sie ein neues Produkt auf den Markt bringen, desto höher ist das Risiko, Einnahmen und Gewinne an die stetig wachsende Zahl von Mitbewerbern zu verlieren. Doch Sie sind nicht allein damit, wenn die Produkteinführung für Sie eine enorme Herausforderung ist. Denn das passiert bei den meisten neuen Produkten: 79% schaffen den Markteintritt nicht rechtzeitig.

Mehr als 25% des Gesamtumsatzes und der Gewinne resultieren aus Produktneueinführungen – das gilt über alle Branchen hinweg. Es geht daher nicht nur darum, ein neues Produkt pünktlich zu präsentieren – sondern immer schneller und öfter mit Produktneuerungen in den Markt zu kommen.

Wo liegt nun also das Problem? Warum ist es oftmals so schwierig, neue Produkte rechtzeitig zu lancieren?

Die häufigsten Gründe, warum eine Produkteinführung fehlschlägt

Ein großes Hindernis für die rechtzeitige Markteinführung von Produkten sind Ineffizienzen durch:

  • Dezentrale Prozesse und Systeme
  • Nicht miteinander verbundene Datenbanken
  • Unorganisierte Aufgaben und Content-Management
  • Inkonsistente Marketingkommunikation

Wenn es Ihrem Unternehmen an einem einheitlichen und automatisierten Ansatz für das Produktinformationsmanagement mangelt, ziehen sich Prozesse in die Länge und menschliche Fehler sind vorprogrammiert – ebenso wie Redundanzen und Dubletten. Und nicht nur das: Wenn jeder Geschäftsbereich in seinem eigenen Datensilo arbeitet, verläuft Ihre Ideenfindung im Sande und die Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen gerät ins Stocken.

Doch das ist nur ein Teil des Problems. Selbst wenn Ihr Unternehmen vielversprechende und innovative Ideen entwickelt, reicht das nicht, um als Gewinner vom Platz zu gehen: Sie müssen es schaffen, noch vor Ihren Konkurrenten Ihre Ideen in marktreife Produkte umzusetzen. Denn sonst können Ihre Kunden Ihre Produkte nicht finden.

Mit Schnelligkeit punkten

Der frühe Vogel fängt den Wurm”, sagt ein altes Sprichwort und „wer zu spät kommt den bestraft das Leben“. Ein PIM (Product Information Management-Lösung) kann Ihnen zum rechtzeitigen Markteintritt verhelfen, um zu vermeiden, dass Ihre Konkurrenz die Preise diktiert und den Löwenanteil einfährt. Denn ein PIM beseitigt Prozess- und Systemineffizienz, indem es Ihnen Folgendes bietet:

  • Zentralisierte Ablage für alle Assets
  • Self-Service-Portal
  • Transparentes Content Management
  • Automatisierte Übersetzung, Bildadaption und Marketingkommunikation

Mit dem richtigen PIM können Aufgaben wie beispielsweise das Zusammenstellen von Produktinformationen aus verschiedenen, weltweit verteilten Quellen deutlich schneller erledigt werden und so Produktlaunches deutlich beschleunigt werden. Ein PIM ruft automatisch Daten von Ihren Lieferanten und anderen Systemen ab und stellt dabei sicher, dass diese korrekt, konsistent und vollständig sind. So können Sie sich ganz auf die Entwicklung einer großartigen Marketing- und Customer Experience-Strategie konzentrieren.

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Möchten Sie wissen, ob Ihr Unternehmen ein PIM benötigt? Dann nehmen Sie an diesem Quiz teil!

  • Wenden Sie für jede Produkteinführung enorm viel Energie und Ressourcen auf, weil eine Vielzahl an beteiligten Personen und Abteilungen sowie zahlreiche Kanäle, Ausgabeformate und Sprachen koordiniert werden müssen?
  • Haben Sie das Gefühl, bei jeder neuen Kampagne wieder von vorne anzufangen und sehen sich mit zahlreichen Redundanzen konfrontiert?
  • Dauert es zu lange, bis Ihre neuen Marketing-Mitarbeiter effizient und produktiv arbeiten können, weil Workflows verwirrend oder Verantwortlichkeiten unklar sind?
  • Haben Sie Schwierigkeiten, Ihre Kunden, Mitarbeiter und Partner über Produktneueinführungen zu informieren?
  • Fällt es Ihnen schwer, Informationen wie technische Daten, Produktnutzen, Vorteile und Testimonials für Ihre Vertriebsteams, Niederlassungen und Partner zusammenzustellen?

Lautet die Antwort meistens “ja”, dann brauchen Sie auf jeden Fall einen PIM!

Mit einem PIM profitieren Sie von mehrsprachigen Produktkommunikationsprozessen, einer integrierten Bilddatenbank mit automatischer Bildkonvertierung und Marketingprozessen. Sie haben einen Single Point of Truth für Ihre Daten, nutzen eine transparenten Aufgabenverwaltung, ein Self-Service-Portal und mehr –  das macht es möglich, künftig viel schneller Produkte einzuführen!

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MPC 2018 – Wir blicken auf unser Jahres-Highlight zurück

MPC 2018 session

Am 6. und 7. November hieß es wieder Herzlich Willkommen zur Marketing Power Conference. Dieses Jahr führte die Moderatorin Ilka Groenewold durch die MPC. Die Veranstaltung war 2018 so gut besucht wie noch nie, was sicherlich mit den hochkarätigen Vorträgen rund um das Thema digitale Transformation zusammenhing. Über 300 Anmeldungen und knapp 30 Vorträge und Workshops sorgten dieses Jahr wieder dafür, dass die Teilnehmer voller neuer Erkenntnisse nach Hause gegangen sind.

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Namhafte Contentserv Kunden wie beispielsweise Bucherer, Zwilling J.A.Henckels und edding zeigten anhand ihrer Praxisbeispiele, worauf es bei der Digitalisierung ankommt. Das Thema Change Management, das mit der digitalen Transformation einhergeht und die Erkenntnis, dass die Menschen auf dem Weg nicht vergessen werden dürfen, zog sich durch einige Vorträge und war damit sicherlich eine Erkenntnis, die die Teilnehmer mitnehmen konnten. Wenn Sie das Thema weiter interessiert, lesen Sie doch dazu unsere Blogreihe „Unternehmenskultur“. Wie Peter Drucker so schön sagte „Culture eats strategy for breakfast!“

Und auch die Contentserv Partner, darunter Spryker, Osudio, media office, hmmh, und Across sorgten dafür, dass die Teilnehmer der Marketing Power Conference 2018 mit dem aktuellsten Experten-Know-how die Herausforderungen der Digitalisierung angehen können. In unserer Partnerlounge blieb außerdem noch genügend Zeit, sich persönlich auszutauschen und sich zu vernetzen.

Tradition muss sein

Traditionell stellte auch dieses Jahr Alexander Wörl das neue Release CS18.0 vor. In seinem Vortrag gab er exklusive Einblicke in die neuen Features und Funktionalitäten, wie zum Beispiel dem erweiterten Dashboard und der neuen und einfachen Suchfunktion OpenSearch. Auch die Workshops durften natürlich auf der MPC nicht fehlen. Sechs parallel stattfindenden Workshop-Sessions zu verschiedenen Themen rundeten das breite Programm ab.

Alljährlich grüßt der Star Award

Und last but not least, fand als letzter offizielle Punkt des ersten Tages, die Verleihung des Star Awards statt. Diese jährliche Auszeichnung geht an das beste digitalisierte Kunden- und das erfolgreichste Partnerprojekt. Dieses Jahr ging der Award an Bucherer für das beste digitalisierte Kundenprojekt und an den Implementierungspartner Laudert mit dem Kunden Zwilling J.A.Henckels für das beste digitalisierte Partnerprojekt.

Die Tonic Sisters stimmten uns danach auf das lockere Zusammensein am Abend ein. An der Cocktailbar konnte man sich in entspannter Atmosphäre weiter austauschen.

Der Tag danach….

Boris Lokschin, CEO von Spryker Systems eröffnete mit seinem Vortrag „Innovate or die“ den zweiten Tag der Marketing Power Conference 2018. Das nimmt sich auch Contentserv zu Herzen und entwickelt die MPC ständig weiter: Dieses Jahr wurde zum ersten Mal eine Roundtable-Diskussion veranstaltet. Vertreter von Spryker, Bucherer, Zwilling J.A.Henckels, Jungheinrich und SDZeCOM sprachen hier über die Digitalisierung im Handel und gaben Einblicke in Ihre Herausforderungen und Erfolge auf dem Weg zur Digitalen Transformation.

Die Abschlußkeynote hielt dieses Jahr Jennifer Keßler von Zwilling J.A.Henckels zum Thema „Beständig unbeständig – PIM/MAM im Kontext der kontinuierlichen Veränderungen“. Damit endeten zwei ereignisreiche und aufregende Tage in Rohrbach.

Vielen Dank an alle Teilnehmer. Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr. Den Termin geben wir baldmöglichst bekannt. So stay tuned.

Prozessoptimierung durch Technologie: Systeme müssen dem Nutzer dienen, nicht der IT

SATA connector

Wie schafft man es etwa bei der Einführung eines PIM-Systems, typische Gewohnheiten zu brechen? Ohne den Endanwender – also die eigenen Kollegen – vor den Kopf zu stoßen? Gerade bei einer PIM-System-Einführung findet man heilige Kühe relativ schnell, da ein neues System für Produktdaten oft auch mit weitreichenden Prozessänderungen einhergeht. Heilige Kühe kommen dabei oft in Phrasenform a la „Das haben wir schon immer so gemacht!“ daher. Häufig muss man aber tiefer graben, um zu verstehen, warum jetzt an dieser Stelle nochmals eine Genehmigung von Person X eingeholt werden muss oder wieso bestimmte Abläufe angeblich niemals automatisierbar sind.

Hat man die heilige Kuh identifiziert, sollte man gründlich abwägen: Ist es möglich den alten Prozess ohne wirkliche Einbußen zu übernehmen oder sollte man lieber Klartext sprechen und den Prozess über den Jordan gehen lassen? Welche Auswirkungen hat es womöglich auf die User Adoption, wenn die Anwender vor den Kopf gestoßen werden? Pauschale Antworten gibt es auf diese Fragen nicht.

Was bei der Entscheidung hilft ist – so banal es klingen mag – Einfühlungsvermögen und Empathie. Selbst für unnötig komplex gestaltete Prozesse gibt es eine Daseinsberechtigung, sofern die Endnutzer bestimmte Vorgänge in ihrer Gänze adaptiert haben. Das gestaltet ihre Ablösung so schwierig. Nun sind unternehmensinterne Systemwechsel aber eine seltene Gelegenheit, um alte Prozesse auszumisten.

Die Erfahrung zeigt, dass der erste richtige Schritt die Identifizierung der tatsächlichen Stakeholder ist. Nicht selten wird dabei auf IT- oder andere Bereichsleiter geschielt, die mit dem operativen Geschäft aber begrenzt zu tun haben. Daher kann man es nicht oft genug sagen: Bindet die Endnutzer ein!

Um beim Beispiel der Einführung oder Ablösung eines PIM-Systems zu bleiben: Es nützt nichts, dem IT-Leiter durch die Systemwahl einen Gefallen zu tun. Vielmehr sollten die Endanwender von einem passenden PIM-System profitieren und damit letztendlich auch die Kunden. Die Einbindung von Mitarbeitern beispielsweise aus der Produktentwicklung oder Marketing sollte unabhängig von der Hierarchiestufe innerhalb des Unternehmens geschehen: Jeder sollte seine Meinung abgeben können, denn so identifiziert man heilige Kühe umso schneller. Steht man nun in der Konzeptionsphase vor einem Prozess, der es wohl nicht überleben wird, muss man den entsprechenden Stakeholdern Alternativen anbieten und diese klar mit den Vorteilen kommunizieren. Zusätzlich sollte man mit den Endanwendern und einem Set an verschiedenen Methoden, wie beispielsweise Design Thinking, eine Lösung entwickeln.

Dadurch werden alle Beteiligten zum Teil der Lösung und entwickeln ihre eigene Nutzen-Perspektive. Ehrlicherweise wird man dennoch mit sturen Kollegen umgehen müssen, doch der Fokus auf die Mehrwerte für die meisten Nutzer beschleunigt am Ende die erfolgreiche Jagd auf die heilige Kuh.

Zum Autor: Christian Otto Grötsch ist Gründer und Geschäftsführer der Full-Service-Digitalagentur dotSource. Er startete seine Karriere beim multinationalen Onlineauktionshaus auXion und wechselte im Jahr 2000 in die Kernproduktentwicklung und Presales-Beratung der Intershop Communications AG.
Seit 2006 berät er als Geschäftsführer der Agentur dotSource auf Top-Management-Ebene Unternehmen aus dem Mittelstand sowie international operierende Konzerne zu Strategien und Technologien für die digitale Gestaltung von Kundenbeziehungen.

Sie wollen mehr zum Thema digitale Transformation erfahren? dotSource ist Silberpartner auf der Marketing Power Conference am 06./07. November 2018. Schauen Sie doch ganz einfach bei den Digital-Experten vor Ort vorbei!

Liebling, ich habe den Onlineshop gedruckt!

Diamant

Was im ersten Moment so absurd klingt, wie der ähnlich klingende Filmtitel aus den 90ern, wird seit Neuestem tatsächlich praktiziert.

Vielleicht denkt jetzt so mancher Katalogmanager, dass hinter dieser seltsam anmutenden Idee ein ähnlich versponnener Sonderling steckt, wie er im Film durch Rick Moranis dargestellt wurde. Dem ist aber mitnichten so. Vielmehr handelt es sich bei dieser Online zu Offline-Transformation um erfolgreiche Unternehmen, welche auf diesem Weg die Kundenwünsche und -Erwartungen in gedruckten Produktkatalogen berücksichtigen und somit die Cx im Umgang mit klassischen Medien verbessert haben.

Das Ergebnis heißt „Facettenkatalog“ und ist eine von Grund auf neu ausgerichtete Print-Publikation, die der Navigations-Struktur aus den Onlineshops folgt und dabei die inhaltliche Darstellung von Produktinformationen zwischen digitalen und analogen Medien angleicht.

Wer wissen möchte, wie man Facettenkataloge systemisch umsetzt (und dabei auch die Qualität der Produktdaten optimiert), kann sich ab Mitte November kostenlos ein Whitepaper zu diesem Thema unter www.priint.com herunterladen.

Autor:
WERK II ist Marktführer für Multichannel Publishing Lösungen mit über 25 Jahren Pionierarbeit im Bereich Database Publishing. WERK II steht für hohe Innovationskraft durch zukunftsweisende Softwareentwicklung. Mit seinen priint Group Niederlassungen in den USA, UK, Frankreich, Deutschland, Polen und Japan bietet WERK II mit seinem Produkt, der priint:suite, die derzeitig einzig global verfügbare Publishingplattform für Produktkommunikation.

Sie wollen WERK II näher kennen lernen? Die Marketing Power Conference 2018 bietet die optimale Gelegenheit, mit unserem Partner ins Gespräch zu kommen!
Hier mehr erfahren

Digitalisierung des Marketings: Prozesse bislang lückenhaft

Sketches on a wall

„Wenn Sie einen Scheißprozess digitalisieren, dann haben Sie einen scheiß digitalen Prozess!“

Mit dieser Aussage spricht mir Thorsten Dirks, CEO von Telefonica Deutschland AG, aus der Seele. Das Grundproblem bei der Digitalisierung des Marketings ist, dass man vom prozessorientierten Arbeiten meilenweit entfernt ist. Strukturelle Handlungsbedarfe bleiben unberücksichtigt – und keiner scheint Zeit zu haben, diese Lücke zu schließen.
Im Land der Maschinen- und Anlagenbauer, der Hidden-Champions und derjenigen, die dem schon entwachsen sind, wird ohne Ende produziert. Es gibt klare Vorgaben, zu welchem Zeitpunkt und in welcher Qualität die Lieferanten an das Produktionsband anzuliefern haben. Tauchen Probleme auf, ist ein 8D-Report fällig. Je nach Ausmaß der Probleme ist man sofort angezählt – oder hat noch etwas Schonfrist. In anderen Industriezweigen ist es ähnlich.

Lückenhafte Prozesse im Marketing

Im Marketing gibt es keine vergleichbaren Vorgaben. Der erste Knackpunkt liegt in der Supply-Chain der Marketingprozesse. Viele Stakeholder, wie Produktmanagement, Entwicklung, diverse Leitungsebenen oder Vertriebsniederlassungen, müssen dem Marketing Informationen liefern und freigeben. Das Marketing hat dabei eine überwiegend steuernde Rolle. Wenn einer nicht fristgemäß liefert oder Freigaben wieder revidiert werden, passiert nämlich: nichts. Für eine industrielle Fertigung ist so etwas undenkbar.

Ein weiteres Beispiel macht das Problem noch deutlicher:

Das Produktmanagement (PM) pflegt seine Daten in Excel. Die Dokumentation aktueller Leistungsdaten hat aber beim PM eine niedrige Priorität, denn die Fertigung kann ohne diese Daten produzieren. Der Vertrieb braucht aber die Informationen auf einem Data Sheet für seine Kunden. Das Marketing steht dazwischen und soll – zusammen mit Dienstleistern und womöglich während der Nachtschichten – „das Unmögliche möglich“ machen, um doch noch alle Wünsche erfüllen zu können.

Mit entsprechender Softwareunterstützung könnten die Leistungsdaten direkt im PIM erfasst und anschließend automatisiert ausgespielt werden. Das spart Doppelerfassungen und senkt die Durchlaufzeiten.

Allerdings sind das alles Symptome. Die Ursachen liegen woanders. Diese zu erkennen und zu beseitigen, unterscheidet am Ende erfolgreiche Software- und Digitalisierungsprojekte von weniger erfolgreichen.

Digitalisierung ganzheitlich betrachten

Digitalisierung ist also mehr als ein IT-Issue und die Anschaffung neuer Software. Sie hat schlussendlich zwei Handlungsfelder. Zum einen sind es Software-Lösungen für die Automatisierung, zum anderen die strukturellen Handlungsbedarfe, die bis dato nicht gelöst sind. Im Idealfall sollten beide Aspekte parallel beachtet werden und unter folgendem Fokus stehen: Was bringt es am Ende dem Kunden? Denn nur so bekommen wir intern auch entsprechende Projektbudgets.

Deshalb sind strukturelle Handlungsbedarfe mehr als definierte Prozesse. Zunächst benötigt es einen abteilungsübergreifenden Konsens für die Priorisierung der Produktdaten. Es müssen ausreichend Kapazitäten da sein, diese zu pflegen. Zudem sollte der Vertrieb angemessene Vorlaufzeiten für die Data Sheet-Erstellung festlegen.

Erfolgreiche Digitalisierungsprozesse werden also durch das Rollenverständnis der Stakeholder sowie deren Kapazitäten und Kompetenzen ergänzt. Dazu kommen die wirtschaftlichen Faktoren wie Zeit, Qualität und Budget. Das alles sollten wir bei der Softwareeinführung berücksichtigen, um von der lückenlosen Digitalisierung sprechen zu können.

Handlungsbedarfe feststellen und beseitigen

Wie gehen wir am besten vor? Von Vorteil ist es, über ein Zielbild zu starten, das die zukünftigen Anforderungen beschreibt. Wir sprechen hier auch von dem sogenannten Big Picture. Dies gleichen wir mit dem Ist-Zustand ab: Welche Möglichkeiten bestehen heute? Wie wird bisher gearbeitet? Um ein vollständiges Bild zu bekommen, sollten wir solche Analysen für die Bereiche Masterdaten, Translation Management, IT-Infrastruktur und die entsprechende Medienkanäle machen.

Daraus können wir sehr genau die Digitalisierunsglücke bestimmen sowie die Anforderungen an die strukturellen und IT-Handlungsbedarfe formulieren. So lassen sich Software-Auswahlprozesse einfach und effizient steuern. Das Ziel ist klar, der Kundennutzen deutlich, die Einsparpotenziale sind herausgearbeitet. Danach folgen Use Cases, Lastenhefte, Anbieter- und Softwareauswahl sowie die Implementierung und das Roll-out.

Es ist durchaus von Vorteil, diesen Weg mit externer Unterstützung zu gehen. Verkrustungen aufzubrechen, ist mit externer Hilfe deutlich einfacher. Dabei können Sie auf das Wissen um Benchmark-Prozesse und Vergleiche zu anderen Unternehmen zurückgreifen. Um am Ende nicht doch „scheiß digitale Prozesse“ zu haben, sollte der Berater auch die Implementierung begleiten. Dann haben Sie die Garantie, dass die konzeptionierten Lösungen auch das erfüllen, was sie versprochen haben.

Autor:
Albrecht Heidinger ist seit einigen Jahren als PIM Consultant bei der Star Cooperation GmbH in Böblingen tätig und ist der Initiator der PIM ASTRONAUTEN.
Die Star Cooperation GmbH unterstützt Industrieunternehmen in allen Fragen rund um die digitale Transformation, agiles Marketing, das Multi-Channel-Management, Kampagnenmanagement und PIM.

Wollen Sie mehr zu diesen Themen erfahren? Die Star Cooperation ist Partner der Marketing Power Conference am 06./07. November 2018. Schauen Sie doch vorbei oder holen Sie sich weitere Informationen bei den PIM-Astronauten.

Verschlafen Familien-Unternehmen die Digitalisierung?

Nein! Ganz und garnicht. Die Warema Renkhoff SE ist ein Beispiel dafür, dass auch Familienunternehmen sehr wohl mit der Zeit gehen und die digitale Transformation auf der Agenda haben. So konzentriert sich der Hersteller von innovativen technischen Sonnenschutz- und Steuerungssystemen mit Sitz in Unterfranken bewusst darauf, welche Chancen die Digitalisierung und die Globalisierung bieten.

Wie alles begann! Mit einem Produkt (Leichtmetall-Jalousien), fünf Mitarbeiter und jeder Menge Motivation: So starteten Hans-Wilhelm Renkhoff und Karl-Friedrich Wagner 1955 im unterfränkischen Marktheidenfeld WAREMA. Noch heute wird die Firma von den Nachkommen der Gründer geführt – Hans-Wilhelm Renkhoffs Tochter leitet seit 2001 das Unternehmen.
Zur Warema Gruppe gehören mittlerweile fünf deutsche Gesellschaften und diverse internationale Vertriebstöchter.

Leidenschaft für Technologie war schon immer ein Teil der Warema DNA. Seit Jahren sorgt das Unternehmen mit seinen innovativen Sonnenschutzlösungen für mehr Lebensqualität und Energieeffizienz. Die Einführung eines PIM-Systems war ein logischer Schritt im Prozess der digitalen Transformation, um die steigende Zahl der Produktdaten zu verwalten und einwandfrei für e-Commerce, Webseite und für die Erstellung von Katalogen bereitzustellen.

Hier gibt es weitere Projektinformationen zur Einführung des Contentserv PIMs bei Warema und zu unserem Partner Laudert GmbH & Co. KG.

Fashion-Branche im Umbruch: Sandra Herdering (CEO) bei S.HE Business im Interview

she-business-HORIZ-schwarz_auf-TransparentLet’s go digital: S.HE Business ermöglicht es Unternehmen, ihre Produkte mit einem professionellen Daten- und Prozessmanagement auf dem digitalen Markt zu präsentieren und von kanalübergreifenden Marketing- und Vertriebseffekten zu profitieren. 2004 gegründet, greift S.HE Business auf eine langjährige Expertise zurück und bietet so den Kunden stets das gewisse Quäntchen Mehr für Ihren Erfolg.

Wir haben mit Sandra Herdering, CEO bei S.HE Business GmbH, zum Thema Digitalisierung gesprochen.

Was zeichnet die S.HE Business als Contentserv-Partner aus, wo liegen Eure Stärken?
Wir unterstützen Unternehmen aus der Fashion- und Lifestyle-Branche beim digitalen Produktmanagement. Als führender Implementierungs- und Integrationspartner von PIM Systemen, Marktplatzanbindungen und B2C/B2B Solutions ermöglichen wir, Produkte optimal auf dem digitalen Markt zu präsentieren und Synergien zum stationären Handel zu schaffen. Wir vernetzen Strategie, Prozesse, Brandmanagement und technische Lösungen optimal miteinander, was uns zu echten E-Commerce-Experten macht.
Aus über 20 Jahren Erfahrung können wir behaupten: Nur wer seine Daten im Griff hat, hat auf Dauer Bestand. Deshalb helfen wir dabei, qualitativ hochwertige Daten effizient zu erfassen, anzupassen und zu managen. Und unsere Kunden – wie Escada und Falke – sparen dadurch Zeit und Arbeit.
Weitere Informationen zu ESCADA finden Sie hier.

Die Digitalisierung schreitet rasant voran. Was müssen Unternehmen tun, um am Ball zu bleiben?
Unternehmen müssen konsequent umsetzen, was der Markt erfordert, ansonsten haben Hersteller und Händler mittel- bis langfristig keine Chance, bestehen zu bleiben. Selbst die großen Firmen in der Fashionbranche haben bereits große Schwierigkeiten, den Anforderungen gerecht zu
werden – Gerry Weber und Esprit zum Beispiel versuchen sich gerade neu zu definieren.
Ein gutes Zusammenspiel zwischen stationärem und Online-Handel wurde bislang nur bedingt erreicht. Wir wissen aber, dass ein optimales Daten- und Assetmanagement Grunderfordernisse sind, um dies zu erreichen. Effiziente und strukturierte Prozesse beim Hersteller und Händler sind unerlässlich, um Produktdaten für alle relevanten Vertriebskanäle nutzen zu können und um ein gleichbleibendes Nutzererlebnis zu ermöglichen. Wer dies nicht künftig zentral steuern kann, hat verloren! Denn der Endkunde will informiert und emotional angesprochen werden. Die Herausforderung besteht darin, Erlebniswelten und eine Identifikation mit der Marke zu schaffen, die bisher ausbleiben.
Bei optimaler technischer Unterstützung der Prozesse kann der Aufwand bei der Datenpflege deutlich reduziert werden. Anstatt Daten und Assets aufwendig zu managen, können die Ressourcen für ein erfolgreiches Brand Management genutzt werden. Der Hersteller kann sich mit Fragen auseinandersetzen wie: Wie will ich meine Marke platzieren? Wer ist meine Zielgruppe? Was will ich erreichen? Was soll meine Marke aussagen und wie erreiche ich dies?
Datenmanagement und -zentralisierung sind oberste Voraussetzung, um dem Endkunden im digitalen Zeitalter das ausspielen zu können, was er bereits als Standard erwartet. Hierbei geht es um umfangreiche Informationen, responsives Design auf allen Endgeräten (SmartPhone, Tablet, usw.), durchgängige Erlebniswelten vom Internet bis zum „Point of Sale“ (Verkaufsort) und schnelle Verfügbarkeiten.

Die Fashion-Branche ist ja Euer Steckenpferd. Welche besonderen Herausforderungen gilt es hier zu meistern?
Wie überall gibt auch in der Fashion-Branche die Geschwindigkeit den Takt vor. Gleichzeitig werden die Ansprüche des Endkunden immer vielfältiger: Er will Informationen, Erlebniswelten und gleichzeitig den besten Preis mit dem bestmöglichen Service. All dies erfordert eine extrem gute Performance beim Hersteller und Händler. Qualitativ hochwertige Produktdaten und Assets werden unerlässlich. Die Realität sieht hier allerdings oftmals noch anders aus: Schlechte Qualität bei den Produktdaten und ein immenser Aufwand bei der Datenpflege stellen den Hersteller und vor allem den Händler vor eine große Herausforderung. Hinzu kommt die Anforderung, Texte sowohl in mehreren Sprachen als auch SEO-optimiert zur Verfügung stellen zu müssen. Auch die fehlende Erfahrung mit performanten Online-Stores führt dazu, dass Marktplätze nicht genutzt und folglich Umsätze nicht gemacht werden können.
Unsere Aufgabe hierbei ist es, unsere Kunden in der Datenkonsolidierung zu unterstützen. Wir optimieren vorhandene Daten und Prozesse mit Hilfe von passenden Systemen wie das PIM-System von Contentserv. Hiermit können Daten und Assets zentral erfasst, gesteuert, gepflegt, übersetzt und überwacht werden. Der Pflegeaufwand reduziert sich drastisch, Marktplätze können unmittelbar durch eine von uns geschaffene generische Schnittstelle angesteuert werden. Eben genau das, was unsere Kunden brauchen, um in der digitalen Welt Fuß zu fassen und bestehen zu können.

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Unsere Marketing Power Conference steht vor der Tür und findet am 6. & 7. November wieder in Rohrbach (Ilm) statt. Was reizt Euch als Contentserv-Partner, mit dabei zu sein? / Ihr seid sicher auch wieder mit dabei…
Die Marketing Power Conference bietet uns die Gelegenheit, sich mit Kunden und Partnern auszutauschen, Neuerungen und Live-Berichte von Projekten vorzustellen. Durch hochkarätige Vorträge wird ein Mehrwert für alle Teilnehmer erzielt – in einer gelungenen Wohlfühlatmosphäre. Kunden haben die Möglichkeit, Contentserv hautnah zu erleben und Netzwerke aufzubauen. Die gemeinsame Zeit am Abend ermöglicht entspannte Dialoge, die es im Alltag leider nur selten gibt. Das fördert das Teamgefühl zwischen Partner, Kunde und Contentserv. Wir freuen uns jetzt schon darauf!

Sichern Sie sich jetzt die letzten Tickets zur Marketing Power Conference.

Ottobock: Top informiert – weltweit up to date

Nachhaltige Marketing- und Unternehmenskommunikation bei Ottobock mit PIM und MAM

Die Ottobock SE & Co. KGaA ist ein echter Global Player und eine starke Corporate Brand mit über 8.000 Mitarbeitern. Das Unternehmen steht weltweit für qualitativ hochwertige und technologisch herausragende Produkte und Dienstleistungen in Prothetik, Orthetik und Neurorehabilitation sowie Mobility Solutions und Medical Care.
Weltweit agierende Medizintechnikunternehmen wie Ottobock sind durch steigende Compliance-Anforderungen und strenge gesetzliche Vorgaben verpflichtet, transparent, nachhaltig und rechtssicher zu arbeiten. Das betrifft nicht nur die Produktproduktion, sondern auch die Marketing- und Unternehmenskommunikation. Um diese Compliance-Anforderungen zu erfüllen, hat die Studio1® Digital Asset Management GmbH & Co. KG gemeinsam mit der Ottobock-Tochter Sycor und Contentserv eine einzigartige Lösung zur Vereinfachung und Vereinheitlichung des gesamten Datenhandlings geschaffen. Die Einführung der Systemlösung für Produktinformationen und Media Assets war eines der bisher größten Contentserv-Projekte.

Die Herausforderung

Unterschiedliche Datenquellen ablösen, einheitliche Produktinformationsprozesse etablieren, Freigabeprozesse vereinfachen … das waren nur einige der Aufgaben, die sich mit diesem Projekt stellten. Die Lösung? Standardisierte und nachhaltige Workflows für die Erstellung von Kommunikationsmitteln! Die Contentserv-Module PIM, BPM und MAM ermöglichen genau das. Mit den drei Systemkomponenten können nicht nur unternehmensinterne Geschäftsprozesse verkettet und die Abarbeitung weitgehend automatisiert werden, es kann auch von jedem Standort der Welt in Echtzeit auf das System zugegriffen werden.

Die Umsetzung

Im ersten Step entstand ein umfangreiches Fachkonzept, das alle unternehmensindividuellen systemseitigen Anforderungen enthielt. Nach Abschluss der Planungsphase ging es dann an die Implementierung der ersten Systemkomponenten, die BPM- und MAM-Komponente von Contentserv. Dieser zweite Step umfasste unter anderem die Migration des Datenbestandes aus der bisher genutzten Bilddatenbank CUMULUS zu MAM. In Zahlen wurden über 250.000 Media Assets für insgesamt 2.800 User in über 30 Ländern in die neue Datenbanklösung übertragen. Step 3 war die Einführung der Contentserv PIM-Komponente, die eine Verwaltung von über 60.000 Produkten in über 150 Sprach-/Marktvariationen umfasst und die zielgruppenspezifische Ausleitung von Kommunikationsmitteln in diverse Print- und Onlinekanäle ermöglicht. Dieser Step umfasste zudem die Entwicklung von Schnittstellen für den Datenaustausch mit SAP, Hybris, ST4 und Across sowie den Einsatz von Comet als Schnittstelle zu InDesign. Durch die Kombination Produkte x Zielgruppen x Sprache ergibt sich zum heutigen Zeitpunkt eine Datenkomplexität von über 50 Millionen Objekten.

Das Ergebnis

… kann sich sehen lassen: jederzeit verfügbare, aktuelle Produktdaten und Media Assets, leichter Zugriff auf die marketingrelevanten Daten weltweit, effizientere Kommunikationsprozesse, kürzere Time-to-Market-Phasen – kurz: eine beschleunigte Kommunikation online wie offline und rund um den Erdball.

Die Kundenmeinung

Mike König war im Projektzeitraum Chef der IT von Ottobock und beschrieb die Systemlösung als große Chance: „Die Verfügbarkeit qualitativ hochwertiger Daten steigt, und unter Compliance-Gesichtspunkten können Unternehmensrisiken deutlich verringert werden. Insbesondere Produkthaftungsrisiken, die aus der Bereitstellung nicht korrekter Produktinformationen und Assets in den verschiedenen Kommunikationskanälen resultieren, werden deutlich reduziert. Die Workflows und die damit einhergehende Transparenz unterstützen bei der täglichen Arbeit – die Teamarbeit und das projektorientierte Denken werden gefördert. Qualifikationen, die im heutigen Arbeitsleben unabdingbar sind und ein Unternehmen und seine Mitarbeiter erfolgreich machen.“

Mehr zur Studio1® Digital Asset Management GmbH & Co. KG
Die Studio1® Digital Asset Management GmbH & Co. KG mit Sitz in Berlin bietet weitaus mehr als die reine Umsetzung von IT- und Kommunikationslösungen. Hier werden komplexe Prozesslösungen geschaffen, die die gesamte Wertschöpfungskette von Unternehmen nachhaltig beeinflussen und so die Digitalisierung in der deutschen Wirtschaft weiter vorantreiben. Neben nationalen und internationalen Großkunden wie der Ottobock SE & Co. KGaA betreut die Studio1® Digital Asset Management GmbH & Co. KG viele kleine und mittlere Unternehmen – national und international.

Sie wollen Studio1® näher kennen lernen? Die Marketing Power Conference 2018 bietet die optimale Gelegenheit, mit unserem Partner ins Gespräch zu kommen!
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Digitalisierung in der Intralogistik

Die Digitalisierung ist schon längst in der Logistik angekommen. Kunden erfahren dies alltäglich – gerade erst im Online-Shop bestellt, schon steht das Paket vor der Tür. Große Online-Anbieter haben ihre Logistikprozesse derart optimiert, dass man innerhalb weniger Tage, wenn nicht sogar am nächsten Tag seine Lieferung erhält.

Das weiß auch die Jungheinrich AG, weltweit führender Anbieter für Intralogistik. 1953 von Dr. Friedrich Jungheinrich gegründet, hilft Jungheinrich, mit dem Portfolio aus manuellen Flurförderzeugen, vollautomatisierten Logistiksystemen und Dienstleistungen, Prozessabläufe zu optimieren, die Produktivität im Lager zu erhöhen und Betriebskosten zu senken. Aber auch selbst stellt sich Jungheinrich den Herausforderungen der Digitalisierung und setzt deshalb auch in Sachen Produktdatenmanagement mit der Einführung eines neuen Product Information Management Systems (PIM) auf Innovation.

Als Familienunternehmen liegt Jungheinrich Nachhaltigkeit besonders am Herzen. Nachhaltige Unternehmensführung bedeutet für das Unternehmen mit Sitz in Hamburg, langfristige Verantwortung gegenüber ihrer Kunden und Geschäftspartner, der Umwelt, der Gesellschaft und den eigenen Mitarbeitern. Im Spannungsfeld zwischen Marktanforderungen und unternehmerischer Verantwortung will das Unternehmen weiterhin familiäre Werte wie Verlässlichkeit, Wir-Gefühl, gegenseitigen Respekt und Seriosität leben. Werde, die in einer globalisierten Wirtschaft wichtiger sind denn je.

Wie Jungheinrich das PIM für effizientes Produktmarketing nutzt, lesen Sie in unserer aktuellen Pressemitteilung.

Sind Sie Single oder “Partnern” Sie schon?

Egal ob Mittelstand, Start-up oder Großunternehmen, die Digitalisierung schreitet weiter voran und stellt viele vor Herausforderungen. Es ist also kein Wunder, dass man immer mehr über Partnerschaften, Partnermarketing und Kooperationen hört und liest. Denn gemeinsam lassen sich große Veränderungen, wie sie die Digitalisierung mit sich bringt, oft einfacher handhaben und durchstehen.

Um die digitale Transformation zu beschleunigen, sind, laut einer Studie des Digitalverbands Bitkom, 78% der Unternehmen in Deutschland Partnerschaften mit anderen Unternehmen eingegangen. 48% nennen den Wissenstransfer ins eigene Unternehmen als wichtigsten Beweggrund. Kostensenkung ist mit 45% der zweite Punkt für eine Zusammenarbeit. Während nur jeder fünfte als Motivation die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleitungen oder das Bündeln der Kräfte im Wettbewerb nennt.

„Um die digitale Transformation in Deutschland erfolgreich zu gestalten, brauchen wir mehr echte Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen und dabei vor allem auch zwischen Global Playern, Mittelständlern und Start-ups“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.

Auch eine Studie der Unternehmensberatung Deloitte, in der über 100 mittelständische Unternehmen befragt wurden, unterstreicht die zunehmende Wichtigkeit von Kooperationen. Rund 70% der teilnehmenden Mittelständler und Start-ups gaben an, dass Kooperationen relevant oder sehr relevant für das Geschäft sind. Die Beweggründe, die hier genannt wurden, sind die Steigerung der Innovationsfähigkeit und der Zugang zu neuen Technologien. Dabei unterscheiden sich Mittelstand und Start-ups: Während mittelständische Unternehmen Partnerschaften häufig in für sie sekundäre oder erst in der Zukunft liegenden Aspekten eingehen, entschließen sich Start-ups gerne für Kooperationen in ihrem strategischen Kerngebiet. Deshalb ist es nicht erstaunlich, dass zwar 73% der Mittelständler, aber nur 54% der Start-ups mit den bisherigen Kooperationen zufrieden sind.

Auch im Marketing findet ein Umdenken hin zu Partnerschaften statt. Laut einer Umfrage der Kooperationsmarketing-Agentur connecting brands liegen die Gründe dafür in den Herausforderungen, die die Digitalisierung mit sich bringt. Die zwei meistgenannten Herausforderungen sind die Verlagerung von Vertriebskanälen und der zunehmende Preiskampf, der mitunter durch die große Preistransparenz im Internet ausgelöst wurde.

Was macht eine gute Partnerschaft aus?

Win-Win Situation: Unternehmen verfolgen unterschiedliche Ziele mit Kooperationen und bringen auch verschiedene Fähigkeiten in die Partnerschaft mit ein. Während der Eine zum Beispiel technisches Know-how oder eine gewisse Innovationsfähigkeit mitbringt, bietet der andere ein fundiertes Produkt-Knowhow oder eine langfristige Kundenbasis und damit wertvolle Kontakte. Wichtig für eine gute Partnerschaft ist, dass beide bzw. alle Parteien die Partnerschaft als Win-Win Situation verstehen und wahrnehmen. Jeder gibt und erhält etwas, das er so im Alleingang nicht zur Verfügung hätte.

Sich ergänzen: Die Partner in der Partnerschaft sollten sich, was den Geschäftsbereich angeht, idealerweise ergänzen und nicht im direkten Wettbewerb zueinander stehen. So gibt es zum Beispiel im Software-Bereich viele Partnerschaften zwischen Softwarehersteller und Implementierungsfirmen. Der eine stellt das Produkt her, was der andere bei den Kunden einführt. Auch nicht ungewöhnlich ist die Zusammenarbeit mit Technologiefirmen, die zum Beispiel eine Software mit einer anderen verbinden und so passende Schnittstellen herstellen.

Gleiche Erwartungen: Mittelstand und Start-ups haben oft unterschiedliche Erwartungen an die Kooperation. Während der Mittelstand eine eher langfristige Zusammenarbeit als Partnerschaft versteht, sehen Start-ups auch projektbezogene Kooperationen, mit einer durchschnittlichen Dauer von acht Monat, schon als solche an. Damit die Zusammenarbeit gelingt, ist es also wichtig, vorab die Erwartungen abzuklären und sich gemeinsam auf eine Dauer der Partnerschaft zu einigen.

Kultureller Fit: Die Unternehmenskultur ist nicht zu vernachlässigen, wenn es um Partnerschaften geht. In unserer Blogserie Unternehmenskultur haben wir aufgezeigt, wie wichtig die Unternehmenskultur für das Gelingen der Digitalisierung ist. Genau das gleiche gilt für Kooperationen – wenn die Kulturen zu weit voneinander entfernt sind, wird die Partnerschaft aller wahrscheinlich nach nicht gelingen bzw. nicht das volle Potenzial ausschöpfen. Mittelständische Unternehmen achten in Bezug auf die Zusammenarbeit mit anderen Firmen vor allem auf kulturelle Passgenauigkeit. So werden zum Beispiel häufig Partner gesucht, die ebenfalls von Unternehmerfamilien geführt werden. Auf den ersten Blick scheint also eine „Liaison“ zwischen Mittelstand und Start-ups weniger zu passen. Viele Experten sehen vor allem in der Abstimmung das Problem zwischen diesen beiden Unternehmensformen. Jedoch können auch hier Partnerschaften funktionieren, wenn die vorherigen Punkte gelebt werden: Erwartungen abgeklärt, eine Win-Win Situation besteht, und sich beide gut ergänzen. Schlüssel ist hier sicherlich die Kommunikation.

Wie findet sich ein geeigneter Partner?

Der richtige Partner ist ausschlaggebend für den Erfolg der Kooperation. Durch die Digitalisierung hat sich auch die Partnersuche verändert. Digitale Portale, Netzwerke und Quellen vereinfachen und beschleunigen die Partnersuche und -auswahl. Der traditionell persönliche Kontakt ist aber immer noch entscheidend – denn schlussendlich leben Menschen diese Partnerschaften, auch wenn sie zwischen Firmen geschlossen werden.

Hier einige Beispiele für traditionelle Partnersuche und digitale Portale:
• Bestehende Geschäftskontakte
• Persönliches Netzwerk
• Kontakte von Kollegen
• Kundendatenbank
• Soziale Netzwerke wie Xing und LinkedIn
• Spezielle online Datenbanken und Branchenverzeichnisse wie z.B. die Wirtschaftsdatenbank Genios oder die Firmendatenbank wer-zu-wem
• Online Kooperationsbörsen von Organisationen und Verbänden mit branchen-, themen- oder länderspezifischen Schwerpunkten, z.B. Perspektive Mittelstand, Enterprise Europe Network, VDA (Verband der Automobilindustrie)

Eine große Auswahl an Contentserv Partnern finden Sie live vor Ort zum Netzwerken auf unserer Marketing Power Conference am 6. und 7. November in Rohrbach. Seien Sie mit dabei. Zur Anmeldung geht es hier.

Fazit

Partnerschaften haben viele Farben und Formen. Jedes Unternehmen sollte sich im ersten Schritt klar werden: Warum möchte ich eine Kooperation eingehen? Was genau will ich damit erreichen? Bei der Partnerwahl ist es ähnlich wie im Privatleben – die Partnerschaft sollte einem gut tun, von Rezept und gegenseitigem Vertrauen geprägt und für beide bereichernd sein. Dabei ist offene Kommunikation über die beiderseitigen Erwartungen entscheidend. Denn, wenn zu Beginn gleich alle Karten auf den Tisch gelegt werden, erspart man sich so manche Enttäuschung. Den richtigen Partner zu finden, ist im digitalen Zeitalter einfacher denn je. Es gibt zahlreiche online Portale und Branchenverzeichnisse, die einem bei der Recherche helfen. Aber manchmal liegt die Lösung auch ganz nahe, deshalb sollten die eigenen persönlichen Kontakte zu Kunden und Dienstleistern nicht unterschätzt werden.

Wir bei Contentserv arbeiten schon seit Jahren mit einem breiten Netzwerk von Implementierungs- und Technologiepartnern zusammen. Wir freuen uns sehr über die gute Zusammenarbeit. Mehr zum Partnernetzwerk von Contentserv finden sie hier.

Wenn Sie Partner werden wollen, wenden Sie sich bitte direkt an erzany@contentserv.com unseren Partnermanager.