Autor: Lutz Hädrich

MPC 2018 – Wir blicken auf unser Jahres-Highlight zurück

MPC 2018 session

Am 6. und 7. November hieß es wieder Herzlich Willkommen zur Marketing Power Conference. Dieses Jahr führte die Moderatorin Ilka Groenewold durch die MPC. Die Veranstaltung war 2018 so gut besucht wie noch nie, was sicherlich mit den hochkarätigen Vorträgen rund um das Thema digitale Transformation zusammenhing. Über 300 Anmeldungen und knapp 30 Vorträge und Workshops sorgten dieses Jahr wieder dafür, dass die Teilnehmer voller neuer Erkenntnisse nach Hause gegangen sind.

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Namhafte Contentserv Kunden wie beispielsweise Bucherer, Zwilling J.A.Henckels und edding zeigten anhand ihrer Praxisbeispiele, worauf es bei der Digitalisierung ankommt. Das Thema Change Management, das mit der digitalen Transformation einhergeht und die Erkenntnis, dass die Menschen auf dem Weg nicht vergessen werden dürfen, zog sich durch einige Vorträge und war damit sicherlich eine Erkenntnis, die die Teilnehmer mitnehmen konnten. Wenn Sie das Thema weiter interessiert, lesen Sie doch dazu unsere Blogreihe „Unternehmenskultur“. Wie Peter Drucker so schön sagte „Culture eats strategy for breakfast!“

Und auch die Contentserv Partner, darunter Spryker, Osudio, media office, hmmh, und Across sorgten dafür, dass die Teilnehmer der Marketing Power Conference 2018 mit dem aktuellsten Experten-Know-how die Herausforderungen der Digitalisierung angehen können. In unserer Partnerlounge blieb außerdem noch genügend Zeit, sich persönlich auszutauschen und sich zu vernetzen.

Tradition muss sein

Traditionell stellte auch dieses Jahr Alexander Wörl das neue Release CS18.0 vor. In seinem Vortrag gab er exklusive Einblicke in die neuen Features und Funktionalitäten, wie zum Beispiel dem erweiterten Dashboard und der neuen und einfachen Suchfunktion OpenSearch. Auch die Workshops durften natürlich auf der MPC nicht fehlen. Sechs parallel stattfindenden Workshop-Sessions zu verschiedenen Themen rundeten das breite Programm ab.

Alljährlich grüßt der Star Award

Und last but not least, fand als letzter offizielle Punkt des ersten Tages, die Verleihung des Star Awards statt. Diese jährliche Auszeichnung geht an das beste digitalisierte Kunden- und das erfolgreichste Partnerprojekt. Dieses Jahr ging der Award an Bucherer für das beste digitalisierte Kundenprojekt und an den Implementierungspartner Laudert mit dem Kunden Zwilling J.A.Henckels für das beste digitalisierte Partnerprojekt.

Die Tonic Sisters stimmten uns danach auf das lockere Zusammensein am Abend ein. An der Cocktailbar konnte man sich in entspannter Atmosphäre weiter austauschen.

Der Tag danach….

Boris Lokschin, CEO von Spryker Systems eröffnete mit seinem Vortrag „Innovate or die“ den zweiten Tag der Marketing Power Conference 2018. Das nimmt sich auch Contentserv zu Herzen und entwickelt die MPC ständig weiter: Dieses Jahr wurde zum ersten Mal eine Roundtable-Diskussion veranstaltet. Vertreter von Spryker, Bucherer, Zwilling J.A.Henckels, Jungheinrich und SDZeCOM sprachen hier über die Digitalisierung im Handel und gaben Einblicke in Ihre Herausforderungen und Erfolge auf dem Weg zur Digitalen Transformation.

Die Abschlußkeynote hielt dieses Jahr Jennifer Keßler von Zwilling J.A.Henckels zum Thema „Beständig unbeständig – PIM/MAM im Kontext der kontinuierlichen Veränderungen“. Damit endeten zwei ereignisreiche und aufregende Tage in Rohrbach.

Vielen Dank an alle Teilnehmer. Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr. Den Termin geben wir baldmöglichst bekannt. So stay tuned.

Prozessoptimierung durch Technologie: Systeme müssen dem Nutzer dienen, nicht der IT

SATA connector

Wie schafft man es etwa bei der Einführung eines PIM-Systems, typische Gewohnheiten zu brechen? Ohne den Endanwender – also die eigenen Kollegen – vor den Kopf zu stoßen? Gerade bei einer PIM-System-Einführung findet man heilige Kühe relativ schnell, da ein neues System für Produktdaten oft auch mit weitreichenden Prozessänderungen einhergeht. Heilige Kühe kommen dabei oft in Phrasenform a la „Das haben wir schon immer so gemacht!“ daher. Häufig muss man aber tiefer graben, um zu verstehen, warum jetzt an dieser Stelle nochmals eine Genehmigung von Person X eingeholt werden muss oder wieso bestimmte Abläufe angeblich niemals automatisierbar sind.

Hat man die heilige Kuh identifiziert, sollte man gründlich abwägen: Ist es möglich den alten Prozess ohne wirkliche Einbußen zu übernehmen oder sollte man lieber Klartext sprechen und den Prozess über den Jordan gehen lassen? Welche Auswirkungen hat es womöglich auf die User Adoption, wenn die Anwender vor den Kopf gestoßen werden? Pauschale Antworten gibt es auf diese Fragen nicht.

Was bei der Entscheidung hilft ist – so banal es klingen mag – Einfühlungsvermögen und Empathie. Selbst für unnötig komplex gestaltete Prozesse gibt es eine Daseinsberechtigung, sofern die Endnutzer bestimmte Vorgänge in ihrer Gänze adaptiert haben. Das gestaltet ihre Ablösung so schwierig. Nun sind unternehmensinterne Systemwechsel aber eine seltene Gelegenheit, um alte Prozesse auszumisten.

Die Erfahrung zeigt, dass der erste richtige Schritt die Identifizierung der tatsächlichen Stakeholder ist. Nicht selten wird dabei auf IT- oder andere Bereichsleiter geschielt, die mit dem operativen Geschäft aber begrenzt zu tun haben. Daher kann man es nicht oft genug sagen: Bindet die Endnutzer ein!

Um beim Beispiel der Einführung oder Ablösung eines PIM-Systems zu bleiben: Es nützt nichts, dem IT-Leiter durch die Systemwahl einen Gefallen zu tun. Vielmehr sollten die Endanwender von einem passenden PIM-System profitieren und damit letztendlich auch die Kunden. Die Einbindung von Mitarbeitern beispielsweise aus der Produktentwicklung oder Marketing sollte unabhängig von der Hierarchiestufe innerhalb des Unternehmens geschehen: Jeder sollte seine Meinung abgeben können, denn so identifiziert man heilige Kühe umso schneller. Steht man nun in der Konzeptionsphase vor einem Prozess, der es wohl nicht überleben wird, muss man den entsprechenden Stakeholdern Alternativen anbieten und diese klar mit den Vorteilen kommunizieren. Zusätzlich sollte man mit den Endanwendern und einem Set an verschiedenen Methoden, wie beispielsweise Design Thinking, eine Lösung entwickeln.

Dadurch werden alle Beteiligten zum Teil der Lösung und entwickeln ihre eigene Nutzen-Perspektive. Ehrlicherweise wird man dennoch mit sturen Kollegen umgehen müssen, doch der Fokus auf die Mehrwerte für die meisten Nutzer beschleunigt am Ende die erfolgreiche Jagd auf die heilige Kuh.

Zum Autor: Christian Otto Grötsch ist Gründer und Geschäftsführer der Full-Service-Digitalagentur dotSource. Er startete seine Karriere beim multinationalen Onlineauktionshaus auXion und wechselte im Jahr 2000 in die Kernproduktentwicklung und Presales-Beratung der Intershop Communications AG.
Seit 2006 berät er als Geschäftsführer der Agentur dotSource auf Top-Management-Ebene Unternehmen aus dem Mittelstand sowie international operierende Konzerne zu Strategien und Technologien für die digitale Gestaltung von Kundenbeziehungen.

Sie wollen mehr zum Thema digitale Transformation erfahren? dotSource ist Silberpartner auf der Marketing Power Conference am 06./07. November 2018. Schauen Sie doch ganz einfach bei den Digital-Experten vor Ort vorbei!

Metadaten Supply Chain – der 1. Schritt zur Content Intelligence

Metadaten - content intelligence

Wenn heutzutage das Wort Metadaten fällt, ist man schnell im Gedanken bei Zusatzinformationen, die in unterschiedlichen Applikationen händisch gepflegt werden müssen. Man denkt an Informationen wie Titel, Beschreibung, Ersteller, Kategorie, Copyright und ähnliches.

Ein ganz anderes Bild zeigt uns das jüngste Forschungsprojekt „You are your Metadata: Identification and Obfuscation of Social Media Users using Metadata Information“ am Alan Turing Institute des University College in London. Die Arbeit der Forscher beweist, dass sich allein auf Basis von gespeicherten Metadaten die zugehörigen Nutzer eindeutig identifiziert werden können. In der Studie haben die Forscher analysiert, wie sich aus den Metadaten, die die Nutzer auf Twitter hinterlassen, deren Leben einfach rekonstruieren lässt. Es ging dabei nicht um die Inhalte der Tweets, sondern um Metadaten wie Zeit und Ort des Posts, Links, Hashtags oder Retweets. Laut den englischen Forschern befüllen Nutzer demnach „144 obskure Datenfelder“, ohne es zu merken. Erkenntnis der Forscher: „Wir konnten anhand der Metadaten jeden von 10.000 Nutzern mit einer Genauigkeit von 96,7 Prozent identifizieren.“
Quelle: https://www.sueddeutsche.de/digital/twitter-studie-privatsphaere-nutzer-1.4047115

Diese und andere Studien beweisen, dass Metadaten weit mehr als nur Felder sind, die ausgefüllt werden müssen. Sie besitzen unglaubliches Potential und sind die wesentliche Basis für Anwendungensfelder im Bereich der künstlichen Intelligenz bzw. Machine Learning.

Aus diesem Anlass wollen wir in diesem Beitrag Antworten auf die wesentlichen Fragen zu Metadaten geben:

    • Was sind Metadaten nun wirklich?
    • Welche Metadaten gibt es?
    • Wie kann ich sie nutzen?

<Wie und wo komme ich an die wichtigsten Metadaten?

  • Und was hat das Ganze eigentlich mit Content Intelligence zu tun?

 

Was sind Metadaten nun wirklich?

Metadaten werden traditionell als „Informationen über Merkmale anderer Daten“ definiert. Diese Definition ist aber nur bedingt geeignet, wenn es um die Bedeutung von Metadaten geht. Besser werden sie als „kontextbezogene Daten“ beschrieben. Der Kontext gibt eine Perspektive oder eine Bedeutung, die den Benutzern einen Mehrwert bietet.

„Assets“ entstehen erst durch die Anreicherung von Metadaten

Objekte, die in DAM-Systemen gespeichert sind, werden deshalb zum Teil „digitale Assets“ genannt, da sie einen Mehrwert liefern, der in der Beschreibung enthalten ist.
Oft werden die Begriffe Daten, Informationen, Content und Assets stellvertretend verwendet. Diese haben aber durchaus unterschiedliche Bedeutungen.

*1: https://www.cmswire.com/cms/web-engagement/content-strategy-understanding-the- difference-between-data-information-and-content-009088.php
*2: Theresa Regli – Digital Asset Management 2016

Welche Metadaten gibt es?

Metadaten existieren in unterschiedlicher Form und Ausprägung. Sie können als beschreibende Texte, Strukturen und Hierarchien oder auch als Verweise und Beziehungen gegeben sein.
Metadaten werden von der National Information Standards Organization (NISO) in den 4 wesentliche Typen unterschieden:

Strukturierte vs. Unstrukturierte Metadaten

Zusätzlich können Metadaten noch in strukturierte und unstrukturierte Daten unterteilt werden.

Wie kann ich Metadaten nutzen?

Metadaten können für unterschiedlichste Einsatzzwecke genutzt werden:

Suchen und Finden
Der am häufigsten angewendete Einsatzzweck ist sicherlich die erweiterte Suchmöglichkeit durch die zusätzliche Beschreibung des Contents.

Navigieren und Strukturieren
Auch die dadurch mögliche mehrdimensionalen Navigation bzw. Strukturierung von Content, wie z.B. bei der Anwendung von Kategoriebäumen oder Klassifikation bei Produkten ist ein sehr beliebter Einsatzzweck.

Beziehungen und Verbindungen
Eine oft unterschätzte aber wesentliche Meta-Information sind Relationen. Diese geben uns Kontrolle und Sicherheit bei der Verwendung, sowie bei der zielgerichteten Eliminierung von Content.

Metadaten als Geschäftsmodell

Metadaten sind auch der Kern der Geschäftsmodelle der großen „Digital Pure Player“:

Facebook-Nutzer erstellen Metadaten, wenn sie Freundeslisten verwalten, Status veröffentlichen oder Beschreibungen zu Medien hinzufügen, den Status von Freunden „liken“, bereits veröffentlichten Inhalt erneut teilen und Originalmedien beisteuern. Durch das Verfolgen dieser Aktivitäten analysiert Facebook Trendthemen und fördert gesponserte Beiträge, die Einnahmen generieren.

Amazon hat eine weltweite Online-Präsenz im Einzelhandel, die viele verschiedene Warenkategorien abdeckt. Metadaten steuern viele Teile des Unternehmens. Die Metadaten beginnen mit den Herausgebern von Büchern oder Anbietern anderer Arten von Waren, als Teil ihrer eigenen Inventarsysteme. Diese Lieferanten senden diese Metadaten an Amazon, das sie mit ähnlichen Informationen von Tausenden anderer Anbieter integriert, um eine eigene Website für den Produktverkauf zu erstellen. Amazon sammelt Metadaten über Verkäufe und nutzt sie weiter, um Kunden Empfehlungen zu geben und die Beziehungen zu Lieferanten zu optimieren. Amazon stellt die Metadaten über die Produkte, die es vermittelt, auch Affiliate- Seiten zur Verfügung, die darüber hinaus eigene Dienste aufbauen, den Umsatz über Amazon steigern und das Geschäft an den ursprünglichen Anbieter weiterleiten.

Quelle: UNDERSTANDING METADATA, WHAT IS METADATA, AND WHAT IS IT FOR? By Jenn Riley

Wie und wo komme ich an die wichtigsten Metadaten?

Metadaten sind nicht nur „User Generated Content“, sondern entstehen während des gesamten Marketing-Content-Lifecycles.
In der Supply-Chain-Terminologie können Prozesse in Upstream- oder Downstream-Prozesse unterschieden werden.
Im Zusammenhang mit dem Marketing-Content-Lifecycle bedeutet „Upstream“, dass Metadaten generiert werden, bevor das Asset erstellt wird, häufig sogar bevor die binären Daten überhaupt existieren.
Downstream bedeutet, dass Metadaten hinzugefügt werden, nachdem dem Asset eine Kennung zugewiesen wurde.


(Für eine größere Ansicht bitte klicken)
Was hat das ganze eigentlich mit Content Intelligence zu tun?

Bevor wir dieser Frage auf den Grund gehen können, gilt es den Begriff „Content Intelligence“ kurz zu erklären.

Content Intelligence bedeutet, den vollständigen Kontext eines einzelnen Contents zu
begreifen, um bessere Entscheidungen für den betroffenen Inhalt zu treffen. Dabei ist mit Content jegliche Form und Ausprägung von Inhalten gemeint. Dies können Bilder, Texte, Produkte, Videos, redaktionelle Artikel, Kommentare oder Sonstiges sein.

Content Intelligence ist wie eine Rechtschreib- und Grammatik Prüfung für digitale Asset, die Ihnen anzeigt, ob ein Content an dieser Stelle inhaltlich „richtig“ bzw. geeignet ist und ob er in der „richtigen“ bzw. geeigneten Reihenfolge, also in der richtigen „Grammatik“, angewendet wird.

Warum Content Intelligence ohne Metadaten nicht funktioniert

Content Intelligence besteht aus 3 Wesentlichen Säulen: 1) Das Sammeln von Daten, 2) die Analyse der Daten, 3) die Ableitung von Vorhersagen auf Basis der Analyse.
Im wesentlichen bedient sich Content Intelligence an Technologien wie Big Data, Machine Learning, Natural Language Processing und weiteren Formen der Artificial Intelligence, auf Deutsch „künstliche Intelligenz“.

Alle diese Technologien ermöglichen es, bereits heute gezielt Muster aus enormen Mengen von Daten zu erkennen und dadurch statistische Entscheidungen abzuleiten.
Um das Potential dieser Technologien voll auszuschöpfen, braucht es jedoch große Mengen an Metadaten.

Um eine solche Anzahl an Metadaten zu generieren, muss im Unternehmen folgendes gegeben sein:

  • Das Bewusstsein, Metadaten als Mehrwert zu verstehen.
  • Digital Asset Management für die Verwaltung und Vorhaltung von Metadaten.
  • Eine Metadaten Supply Chain, für die laufende und nachhaltige Erzeugung von Metadaten.

Die Metadaten Supply Chain

Die Metadaten Supply Chain ist nicht bloß eine Technologie oder Applikation. Sie ist viel mehr ein kontrollierter Prozess in Form ein Lieferkette, die sich nahtlos in die System-Landschaft eines Unternehmens integriert, und sich durch Einsatz von Technologie selbstständig und laufend optimiert (automatisiert). Die Metadaten Supply Chain hat als oberstes Ziel die quantitative, aber auch qualitative Erzeugung von Metadaten für Marketing Inhalte. Sie benötigt den Einsatz von menschlichen Ressourcen, vermindert diesen aber laufend und auch wesentlich während ihrer Einsatzzeit und erzeugt von Beginn an Metadaten, die genutzt werden können. Viele der zu erzeugenden Metadaten entstehen automatisch durch die Benutzung von Systemlösungen im Marketing-Content-Lifecycle, manche Metadaten indirekt durch die Verwendung von digitalen Formularen und geführten Workflows, und manche Metadaten müssen zusätzlich manuell angereichert werden. Entscheidend für die Akzeptanz des manuellen Ressourcen Einsatzes ist, dass alle erzeugten Metadaten durch das Training einer Künstlichen Intelligenz, als Vorschläge (Vorhersagen) auch im Metadaten-Prozess wiederverwendet werden können, um den Prozess nachhaltig zu verbessern und zu beschleunigen.

Der Weg zur Metadaten Supply Chain

1) Content Audit
Wenn man sich als Unternehmen entschließt eine Metadaten Supply Chain einzurichten, ist der erste Schritt nicht eine Technologie anzuschaffen, sondern ein Content-Audit durchzuführen. Es gilt herauszufinden welchen Content man besitzt, welche Prozesse mit diesem verbunden sind und welche Metadaten für diesen Content von Bedeutung sind.

2) Technologie Stack
Um eine bedienbare und langfristig durchführbare Supply Chain einzurichten, braucht es den Einsatz eines definierten Marketing Technologie Stacks. Dieser kann sich aus bestehenden Systemen und auch neuen Systemen zusammensetzen. Auch ist es möglich, Lösungen einzusetzen, die sich auf Basis einer All-In-One Lösung als zentraler und unternehmensweiter Marketing-Content-Hub platzieren.

3) Durchgängiger Prozess
Die Metadaten Supply Chain ist im Kern ein durchgängiger Prozess, der sicherstellt, dass alle relevanten Metadaten aus dem Content Audit erzeugt und und abgespeichert werden. Es gilt, die Prozesse so zu modellieren, dass sie automatisch oder mit geringem Aufwand intuitiv durchführbar sind. Hierfür benötigt es Lösungen, die ein digitales Workflow- und Taskmanagement ermöglichen.

4) Einsatz von Künstlicher Intelligenz
Um Systemen heute die Fähigkeit zur Selbstoptimierung zu verleihen, benötigt es den Einsatz künstlicher Intelligenz. Dadurch ist es möglich, Systeme zu trainieren, um auf Basis der bestehenden Metadaten Vorhersagen für zukünftige Metadaten zu treffen.
Dies ermöglicht es iterativ im Form eines sogenannten „Batch Learnings“ die Prozesse zu optimieren und weitgehend zu automatisieren. Der richtige Mix aus Automatismus und manuellen Kontrollmechanismen ist dabei entscheidend für die Qualität und stetige Verbesserung.

5) Schaffung einer Basis durch Initiales Training
Um die initiale Hürde innerhalb des Unternehmens zu verringern, ist es ratsam für die Einführung des Metadaten Supply Chain erste sogenannte trainierte „Classifier“ bereitzustellen. Classifier sind eine Art Schablone und werden im Bereich des Machine-Learnings eingesetzt. Sie sind für die Programmierung verwendbare digitale Modelle, die auf Basis von zuvor analysierten Datenbeständen, erkannte Muster in Form von Regelwerken bereitstellen. Die initial benötigten Classifier können auf Basis des Content-Audits nominiert und durch geschultes Personal erstellt werden. Ist die Metadaten Supply Chain richtig modelliert, ist als Vorbereitung für das initiale Training, bloß die mehrfache Durchführung gewisser Abschnitte der Lieferkette für eine bestimmte Kategorie von digitalen Assets notwendig, bis eine erstes ausreichendes Datenset für ein Training erschaffen wurde.

Über den Autor
Manuel Mayr, Lead Marketing Content Management bei Premedia, beschäftigt sich bereits über 10 Jahren mit der Umsetzung von Marketing Technologie-Projekten mit dem Schwerpunkt DAM, PIM und Publishing. Gemeinsam mit seinem Team unterstützt er die Marketing- und IT-Abteilungen bei der Digitalisierung und Automatisierung der Content- und Geschäftsprozesse.

Sie wollen mehr zum Thema Metadaten und Content Intelligence erfahren? Premedia ist Goldpartner auf der Marketing Power Conference am 06./07. November 2018. Schauen Sie doch ganz einfach vorbei und lassen Sie sich live im Workshop überzeugen!

Optimierter Übersetzungs-Prozess für kürzere Time-to-Market

Dictionary description of the word focus

Heutzutage bewegt sich die Geschäftswelt immer schneller. Die Kunden erwarten Produkte zu einer bestimmten Zeit und somit ist eine kurze Time-to-Market eine Voraussetzung für den Erfolg eines jeden Unternehmens. Um dieses Ziel zu erreichen, werden die Geschäftsprozesse optimiert und automatisiert.

Vor allem in den letzten zwei Jahrzehnten wurden die Lieferketten grundlegend überarbeitet, um agiler agieren zu können. Einem wichtigen Aspekt wird aber teilweise noch immer unzureichende Beachtung geschenkt: dem Übersetzungsprozess.

Auch in Unternehmen ohne eine interne Lokalisierungsabteilung werden in den meisten Fällen Übersetzungen benötigt. Dann ist es die Aufgabe der Technischen Redaktion, des Marketings oder einer anderen Abteilung, die Übersetzung extern einzukaufen. Wenn also ein Unternehmen die Texte seinem Sprachdienstleister übergibt und die fertigen Übersetzungen erhält, wird die Lieferkette dazwischen oft vergessen. Wer sich zum ersten Mal mit dem Thema befasst, ist meist überrascht, wie komplex diese Lieferkette sein kann. Und genau hier liegen Optimierungspotenziale versteckt, die einer kürzeren Time-to-Market zugutekommen und gleichzeitig die Übersetzungsqualität steigern.

Wie kann ein Übersetzungsprozess konkret aussehen?

Bevor ein Prozess optimiert werden kann, muss er visualisiert werden. Was passiert vor, während und nach der Übersetzung? Der beauftragte Sprachdienstleister analysiert erst den Projektumfang und die benötigten Zielsprachen. Wenn Sprachen erforderlich sind, die er nicht abdeckt, können Teile des Projekts an einen weiteren Sprachdienstleister weitergeleitet werden. Bei umfangreichen oder dringenden Projekte werden gegebenenfalls mehrere interne oder freiberufliche Übersetzer eingesetzt. Anschließend erfolgt die Korrektur und das Lektorat der Texte. All diese Schritte werden von einem Projektmanager koordiniert.

Grafik Lieferkette Übersetzungen

Entlang der Lieferkette kann es zu einem ungewollten Informationsverlust kommen, denn nicht jeder Projektbeteiligte steht in direktem Kontakt mit dem Auftraggeber. Es besteht also das Risiko, dass Fragen unbeantwortet bleiben, was zu Fehlern in den Texten führen kann.

Mit jeder Übersetzung entstehen neue Informationen. Wenn wiederkehrende Fachbegriffe von unterschiedlichen Personen übersetzt werden, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass in verschiedenen Texten gleiche Begriffe unterschiedlich übersetzt werden. Wenn zudem schon im Quelltext unterschiedliche Benennungen benutzt werden, ist die Wahrscheinlichkeit noch größer. Zudem werden gleiche oder ähnliche Sätze mehrmals übersetzt, weil sie nirgends hinterlegt wurden, und dies lässt die Kosten in die Höhe schießen.

Mit der geeigneten Software richtig durchstarten

Mit der richtigen Softwarelösung können auch die Übersetzungsprozesse optimiert und automatisiert werden. Das Risiko des Informationsverlusts wird verringert und darüber hinaus werden die bereits vorhandenen Übersetzungen wiederverwendet, um zukünftige Aufträge einfacher und schneller abzuwickeln. Als Sahnehäubchen können Drittsysteme für einen durchgängigen Content-Erstellungsprozess direkt angebunden werden.

Möglich ist all dies mit einem Translation-Management-System (TMS). Darin werden Funktionen zur Projekt- und Workflowsteuerung mit einem Translation Memory, einer Terminologiedatenbank und einem Übersetzungseditor kombiniert. Jeder übersetzte Satz wird gespeichert, wodurch ganze Sätze oder Teile davon bei zukünftigen Aufträgen mit ähnlichem Inhalt wiederverwendet werden können. Firmeneigene Fachterminologie kann definiert und gespeichert werden, was Zeit und Geld spart und die Corporate Identity stärkt.

Mit einem Translation-Management-System optimal arbeiten

Eines der marktführenden Translation-Management-Systeme ist der Across Language Server. Across bietet zahlreiche Lösungen zur Optimierung des Übersetzungsprozesses. Eine Möglichkeit ist die automatische Projektvergabe in Abhängigkeit von Umfang, Zielsprache, Dokumentenart, Liefertermin und Verfügbarkeit des Übersetzers. Außerdem sparen die Abteilungen mit automatisierten Benachrichtigungen viel Zeit.

Ein essenzieller Bestandteil des Across Language Server ist die Anbindung von Drittsystemen mittels Schnittstellen. Somit kann das Übersetzungsmanagement nahtlos in vor- und nachgelagerte Prozessschritte integriert werden. Produktinformationen können zum Beispiel aus dem PIM-System heraus direkt an den Across Language Server und damit in den Übersetzungsprozess übergeben werden, was sicherstellt, dass die Informationen in allen Sprachen stets auf dem neusten Stand sind. Across ermöglicht zudem die Anbindung von Systemen für maschinelle Übersetzung, Content-Management, Brand Management, Autorenunterstützung und Projektmanagement.

International agierende Unternehmen müssen sich zahlreichen Herausforderungen stellen, aber das Übersetzungsmanagement muss keine davon sein. Weiterführende Informationen sind in den White Papers „Übersetzungsprojekte effizient abwickeln“ und „Das Prinzip von Translation-Management-Systemen“ zu finden.

Über Across
Across LogoMit seinen cleveren Softwarelösungen unterstützt Across Systems Unternehmen und Übersetzer auf der ganzen Welt bei der erfolgreichen Abwicklung ihrer Übersetzungsprojekte. Kunden aus den unterschiedlichsten Branchen nutzen den Across Language Server und die Across Translator Edition, um ihren täglichen Herausforderungen bei der Lokalisierung von Technischer Dokumentation oder Marketingtexten (z. B. im Bereich E-Commerce) zu begegnen.
Durch den Einsatz der Across-Technologie sind transparente Übersetzungsprozesse mit einem hohen Automatisierungsgrad und größtmöglicher Informationssicherheit umsetzbar. Mithilfe von Schnittstellen lassen sich auch korrespondierende Systeme einfach anbinden. Das Product Information Management-System von Contentserv bildet zusammen mit dem Across Language Server eine perfekte Kombination, um die Lokalisierung Ihrer Produkt- und Marketinginformationen zu optimieren und international durchzustarten.

Christian Weih-SumÜber den Autor

Christian Weih-Sum studierte Anglistik an der Universität Mannheim. Als Mitglied des Management Boards bei Across Systems trägt er maßgeblich zur Unternehmens- und Produktentwicklung bei. Außerdem berät er Kunden zu Sprachtechnologie, Übersetzungsworkflows und integrierten Lösungen beispielsweise für maschinelle Übersetzung.

Liebling, ich habe den Onlineshop gedruckt!

Diamant

Was im ersten Moment so absurd klingt, wie der ähnlich klingende Filmtitel aus den 90ern, wird seit Neuestem tatsächlich praktiziert.

Vielleicht denkt jetzt so mancher Katalogmanager, dass hinter dieser seltsam anmutenden Idee ein ähnlich versponnener Sonderling steckt, wie er im Film durch Rick Moranis dargestellt wurde. Dem ist aber mitnichten so. Vielmehr handelt es sich bei dieser Online zu Offline-Transformation um erfolgreiche Unternehmen, welche auf diesem Weg die Kundenwünsche und -Erwartungen in gedruckten Produktkatalogen berücksichtigen und somit die Cx im Umgang mit klassischen Medien verbessert haben.

Das Ergebnis heißt „Facettenkatalog“ und ist eine von Grund auf neu ausgerichtete Print-Publikation, die der Navigations-Struktur aus den Onlineshops folgt und dabei die inhaltliche Darstellung von Produktinformationen zwischen digitalen und analogen Medien angleicht.

Wer wissen möchte, wie man Facettenkataloge systemisch umsetzt (und dabei auch die Qualität der Produktdaten optimiert), kann sich ab Mitte November kostenlos ein Whitepaper zu diesem Thema unter www.priint.com herunterladen.

Autor:
WERK II ist Marktführer für Multichannel Publishing Lösungen mit über 25 Jahren Pionierarbeit im Bereich Database Publishing. WERK II steht für hohe Innovationskraft durch zukunftsweisende Softwareentwicklung. Mit seinen priint Group Niederlassungen in den USA, UK, Frankreich, Deutschland, Polen und Japan bietet WERK II mit seinem Produkt, der priint:suite, die derzeitig einzig global verfügbare Publishingplattform für Produktkommunikation.

Sie wollen WERK II näher kennen lernen? Die Marketing Power Conference 2018 bietet die optimale Gelegenheit, mit unserem Partner ins Gespräch zu kommen!
Hier mehr erfahren

Digitalisierung des Marketings: Prozesse bislang lückenhaft

Sketches on a wall

„Wenn Sie einen Scheißprozess digitalisieren, dann haben Sie einen scheiß digitalen Prozess!“

Mit dieser Aussage spricht mir Thorsten Dirks, CEO von Telefonica Deutschland AG, aus der Seele. Das Grundproblem bei der Digitalisierung des Marketings ist, dass man vom prozessorientierten Arbeiten meilenweit entfernt ist. Strukturelle Handlungsbedarfe bleiben unberücksichtigt – und keiner scheint Zeit zu haben, diese Lücke zu schließen.
Im Land der Maschinen- und Anlagenbauer, der Hidden-Champions und derjenigen, die dem schon entwachsen sind, wird ohne Ende produziert. Es gibt klare Vorgaben, zu welchem Zeitpunkt und in welcher Qualität die Lieferanten an das Produktionsband anzuliefern haben. Tauchen Probleme auf, ist ein 8D-Report fällig. Je nach Ausmaß der Probleme ist man sofort angezählt – oder hat noch etwas Schonfrist. In anderen Industriezweigen ist es ähnlich.

Lückenhafte Prozesse im Marketing

Im Marketing gibt es keine vergleichbaren Vorgaben. Der erste Knackpunkt liegt in der Supply-Chain der Marketingprozesse. Viele Stakeholder, wie Produktmanagement, Entwicklung, diverse Leitungsebenen oder Vertriebsniederlassungen, müssen dem Marketing Informationen liefern und freigeben. Das Marketing hat dabei eine überwiegend steuernde Rolle. Wenn einer nicht fristgemäß liefert oder Freigaben wieder revidiert werden, passiert nämlich: nichts. Für eine industrielle Fertigung ist so etwas undenkbar.

Ein weiteres Beispiel macht das Problem noch deutlicher:

Das Produktmanagement (PM) pflegt seine Daten in Excel. Die Dokumentation aktueller Leistungsdaten hat aber beim PM eine niedrige Priorität, denn die Fertigung kann ohne diese Daten produzieren. Der Vertrieb braucht aber die Informationen auf einem Data Sheet für seine Kunden. Das Marketing steht dazwischen und soll – zusammen mit Dienstleistern und womöglich während der Nachtschichten – „das Unmögliche möglich“ machen, um doch noch alle Wünsche erfüllen zu können.

Mit entsprechender Softwareunterstützung könnten die Leistungsdaten direkt im PIM erfasst und anschließend automatisiert ausgespielt werden. Das spart Doppelerfassungen und senkt die Durchlaufzeiten.

Allerdings sind das alles Symptome. Die Ursachen liegen woanders. Diese zu erkennen und zu beseitigen, unterscheidet am Ende erfolgreiche Software- und Digitalisierungsprojekte von weniger erfolgreichen.

Digitalisierung ganzheitlich betrachten

Digitalisierung ist also mehr als ein IT-Issue und die Anschaffung neuer Software. Sie hat schlussendlich zwei Handlungsfelder. Zum einen sind es Software-Lösungen für die Automatisierung, zum anderen die strukturellen Handlungsbedarfe, die bis dato nicht gelöst sind. Im Idealfall sollten beide Aspekte parallel beachtet werden und unter folgendem Fokus stehen: Was bringt es am Ende dem Kunden? Denn nur so bekommen wir intern auch entsprechende Projektbudgets.

Deshalb sind strukturelle Handlungsbedarfe mehr als definierte Prozesse. Zunächst benötigt es einen abteilungsübergreifenden Konsens für die Priorisierung der Produktdaten. Es müssen ausreichend Kapazitäten da sein, diese zu pflegen. Zudem sollte der Vertrieb angemessene Vorlaufzeiten für die Data Sheet-Erstellung festlegen.

Erfolgreiche Digitalisierungsprozesse werden also durch das Rollenverständnis der Stakeholder sowie deren Kapazitäten und Kompetenzen ergänzt. Dazu kommen die wirtschaftlichen Faktoren wie Zeit, Qualität und Budget. Das alles sollten wir bei der Softwareeinführung berücksichtigen, um von der lückenlosen Digitalisierung sprechen zu können.

Handlungsbedarfe feststellen und beseitigen

Wie gehen wir am besten vor? Von Vorteil ist es, über ein Zielbild zu starten, das die zukünftigen Anforderungen beschreibt. Wir sprechen hier auch von dem sogenannten Big Picture. Dies gleichen wir mit dem Ist-Zustand ab: Welche Möglichkeiten bestehen heute? Wie wird bisher gearbeitet? Um ein vollständiges Bild zu bekommen, sollten wir solche Analysen für die Bereiche Masterdaten, Translation Management, IT-Infrastruktur und die entsprechende Medienkanäle machen.

Daraus können wir sehr genau die Digitalisierunsglücke bestimmen sowie die Anforderungen an die strukturellen und IT-Handlungsbedarfe formulieren. So lassen sich Software-Auswahlprozesse einfach und effizient steuern. Das Ziel ist klar, der Kundennutzen deutlich, die Einsparpotenziale sind herausgearbeitet. Danach folgen Use Cases, Lastenhefte, Anbieter- und Softwareauswahl sowie die Implementierung und das Roll-out.

Es ist durchaus von Vorteil, diesen Weg mit externer Unterstützung zu gehen. Verkrustungen aufzubrechen, ist mit externer Hilfe deutlich einfacher. Dabei können Sie auf das Wissen um Benchmark-Prozesse und Vergleiche zu anderen Unternehmen zurückgreifen. Um am Ende nicht doch „scheiß digitale Prozesse“ zu haben, sollte der Berater auch die Implementierung begleiten. Dann haben Sie die Garantie, dass die konzeptionierten Lösungen auch das erfüllen, was sie versprochen haben.

Autor:
Albrecht Heidinger ist seit einigen Jahren als PIM Consultant bei der Star Cooperation GmbH in Böblingen tätig und ist der Initiator der PIM ASTRONAUTEN.
Die Star Cooperation GmbH unterstützt Industrieunternehmen in allen Fragen rund um die digitale Transformation, agiles Marketing, das Multi-Channel-Management, Kampagnenmanagement und PIM.

Wollen Sie mehr zu diesen Themen erfahren? Die Star Cooperation ist Partner der Marketing Power Conference am 06./07. November 2018. Schauen Sie doch vorbei oder holen Sie sich weitere Informationen bei den PIM-Astronauten.

Verschlafen Familien-Unternehmen die Digitalisierung?

Nein! Ganz und garnicht. Die Warema Renkhoff SE ist ein Beispiel dafür, dass auch Familienunternehmen sehr wohl mit der Zeit gehen und die digitale Transformation auf der Agenda haben. So konzentriert sich der Hersteller von innovativen technischen Sonnenschutz- und Steuerungssystemen mit Sitz in Unterfranken bewusst darauf, welche Chancen die Digitalisierung und die Globalisierung bieten.

Wie alles begann! Mit einem Produkt (Leichtmetall-Jalousien), fünf Mitarbeiter und jeder Menge Motivation: So starteten Hans-Wilhelm Renkhoff und Karl-Friedrich Wagner 1955 im unterfränkischen Marktheidenfeld WAREMA. Noch heute wird die Firma von den Nachkommen der Gründer geführt – Hans-Wilhelm Renkhoffs Tochter leitet seit 2001 das Unternehmen.
Zur Warema Gruppe gehören mittlerweile fünf deutsche Gesellschaften und diverse internationale Vertriebstöchter.

Leidenschaft für Technologie war schon immer ein Teil der Warema DNA. Seit Jahren sorgt das Unternehmen mit seinen innovativen Sonnenschutzlösungen für mehr Lebensqualität und Energieeffizienz. Die Einführung eines PIM-Systems war ein logischer Schritt im Prozess der digitalen Transformation, um die steigende Zahl der Produktdaten zu verwalten und einwandfrei für e-Commerce, Webseite und für die Erstellung von Katalogen bereitzustellen.

Hier gibt es weitere Projektinformationen zur Einführung des Contentserv PIMs bei Warema und zu unserem Partner Laudert GmbH & Co. KG.

PIM effektiv nutzen! Krücke oder Effizienzbooster?

Speedometer

Heutzutage müssen Produktinformationen schnell, qualitativ hochwertig und über viele Kanäle hinweg zur Verfügung stehen. Gelingt es Ihrem Unternehmen dies zu gewährleisten, können Sie sich einen Wettbewerbsvorteil verschaffen.

Durch die Integration der wichtigsten Informationslieferanten, mitsamt der Kernprozesse, wird die positive Wirkung des PIM-Systems auf Ihre Unternehmensabläufe erhöht. Bei diesen Lieferanten handelt es sich im Allgemeinen um die Quellen, die die Schlüsselinformationen eines Produktes entwickeln und bereitstellen.

Ziel ist es diese Informationen in einem PIM-System abzubilden und deren Qualität durch definierte Merkmale zu verifizieren. Die spezifischen Anforderungen des Marktes spielen beim Erstellen von Produkttexten eine wesentliche Rolle. Durch Workflows zur semantischen und syntaktischen Textprüfung, lassen sich die neu erstellten und/oder gelieferten Texte strukturiert prüfen. Maßgeblich für diese Option ist eine nahtlose Integration aller Akteure, die an der Produkttexterstellung beteiligt sind.

Hierbei werden beispielsweise fehlende Übersetzungen automatisiert bei einer Übersetzungsagentur per Trados oder per CONTSULT-API beauftragt.

Nach Lieferung der benötigten Texte werden diese syntaktisch und semantisch geprüft. Sofern notwendig werden etwaige Unstimmigkeiten von Nativ-Speakern geprüft und korrigiert.

Durch diese nahtlose Integration von Partnern und für diese perfekt abgestimmten Informationen, erzielt eine PIM-Lösung einen regelrechten Effizenzboost für den Arbeitsalltag.

Grundlage für diese Integrationen ist die strukturierte Aufbereitung der vorhandenen Daten, dem Data Enhancement.

Neben der gezielten Integration von Partnern in die Prozesse der Content-Supply-Chain, ist es ebenfalls wichtig, klar definierte Daten-Qualitätsmerkmale zu spezifizieren. Diese Merkmale können allgemein oder für einen detaillierten Vertriebskanal gültig sein.

Anhand von Qualitätsregeln werden diese Merkmale überprüft. Basierend auf dem Resultat dieser Regeln, werden automatisiert Aufgaben zur Anpassung der Daten erstellt. Diese Aufgaben werden internen und externen Ressourcen zugeordnet, die diese in einem definierten Zeitraum abarbeiten. Nachdem die angeforderten Informationen gepflegt und validiert wurden, ist der entsprechende Schritt in der Content-Supply-Chain erfüllt.

Wird ein PIM ohne Qualitätssteigerungen als weitere Datenplattform, zur strukturierten Speicherung der Produktinformationen genutzt, ist es oftmals nicht mehr als ein weiterer Datenspeicher. Dieser zusätzliche Aufwand wird in Sachen effizienter Ressourcennutzung somit schnell zur Krücke.

Richtig eingesetzt und mit automatisierten Prozessen, welche alle wesentlichen Partner in die Content-Supply-Chain integrieren, wird aus der Krücke schnell ein effizientes Werkzeug um die Performance Ihres Unternehmens auf ein neues Level zu heben.

Autor:
CONTSULT ist ein innovatives Beratungsunternehmen, welches sich auf das Thema PIM spezialisiert hat. Durch unser direktes und agiles Vorgehen, bringen wir Ihre Produktdaten qualitativ und effizient ins Ziel. Mit unserem Leistungsspektrum decken wir die vier großen Bereiche „Hosting“, „Beratung“, „Implementierung“ und „Support“ rund um das Thema PIM ab. Durch unseren Full-Service Ansatz minimieren wir Ihren administrativen Aufwand und können Sie ganzheitlich unterstützen.

Sie wollen CONTSULT näher kennen lernen? Die Marketing Power Conference 2018 bietet die optimale Gelegenheit, mit unserem Partner ins Gespräch zu kommen!
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3 Faktoren für eine erfolgreiche Customer Experience Strategie

Customer Experience (CX) ist seit geraumer Zeit ein Trendthema, um das man nicht mehr herumkommt. Oft genug wird davon gesprochen, dass man Vertrieb, Marketing und Service vernetzen muss, um eine durchgängige Customer Journey aufzubauen.

Soweit so gut – aber ist das nicht nur die Spitze des Eisbergs?

Was bedeutet Customer Experience?

Customer ExperienceWir sollten grundsätzlich ein gemeinsames Verständnis zum Thema CX definieren. Allgemein hat CX als Ziel, den Kunden oder Interessenten in den Mittelpunkt zu stellen, eine kundenorientierte Strategie aufzubauen und seine Wünsche und Bedürfnisse als Grundlage für Entscheidungen und Aktionen zu nutzen. Die Masse an möglichen nutzbaren Kanälen birgt jedoch das Problem, eine einheitliche und konsistente Außendarstellung zu generieren.

CX sollte definitiv auf jeder Unternehmens-Agenda stehen, um dem aktuellen Gesellschaftstrend der Individualisierung und Konnektivität treu zu werden. Immerhin möchten 74% der Befragten einer Accenture Studie zur Individualisierung, in Ihrer Lieferanten-Beziehung kuratiert werden und wenn möglich so viel wie möglich im Prozess selbst mitgestalten (Bsp. Zalando – als Kunde haben Sie die Möglichkeit Marken mit einem Herz zu markieren, so dass sie Zalando proaktiv ihre eigenen Vorlieben mitteilen können).

Jedoch gilt es hier weit mehr als nur die Frontend-Systeme zu überdenken. CX lebt vom Inhalt und Wissen aus den vom Kunden nicht sichtbaren Systemen wie Produkt-Informations-Management-Systeme und durch Künstliche Intelligenz (KI) automatisierte end-to-end-Prozesse der Customer Journey betreffenden Systeme. Diese „begleiten“ den Kunden bis zum Kauf und darüber hinaus.

Den Horizont erweitern! CX als Teil der digitalen Transformation

Darüber hinaus sollten wir unseren Horizont erweitern und den Blick auf weitere Treiber der digitalen Transformation richten. Neben CX, sind die Faktoren Geschäftsprozesse und Geschäftsmodelle, zwei weitere nicht zu missachtende Faktoren für eine erfolgreiche digitale Transformation.

Um CX erfolgreich in Ihr Unternehmen zu integrieren, sollte Ihr Strategiepapier unbedingt diese beiden weiteren Faktoren beinhalten und beleuchten. Das schönste CX-Projekt bringt nichts, wenn Sie den Markt, Ihre Mitarbeiter und Kunden sowie Ihre Prozesse und die Infrastruktur nicht ganzheitlich im Blick haben. Wissen Sie denn wo Sie die notwendigen Daten herbekommen, ob Ihre Mitarbeiter für den Wandel bereit sind, ob Ihre Infrastruktur für das Vorhaben geeignet ist und ob aus den ganzen Ideen nicht vielleicht sogar ein neuer Geschäftszweig entstehen kann?

Menschen, Prozesse und Technologien – ganzheitliche Betrachtung

Als Grundlage für Ihren digitalen Erfolg sehen wir die Faktoren Menschen, Prozesse und Technologien. Eine Symbiose aus all diesen drei Faktoren bringt Ihren erwünschten Erfolg.

Menschen – Change-Management ist dann erfolgreich, wenn eine Akzeptanz des Wandels durch die vorgegebene Vision vorhanden ist und dieser Wandel auch in Ihre Unternehmenskultur passt. Ist die Organisation bereit?

Prozesse – Haben Sie all Ihre Prozesse im Blick? Wissen Sie wann, wo und wie Daten in Ihren Prozessen genutzt werden? Gibt es sogar Daten-Silos, die in Ihre Geschäftsprozesse gar nicht eingebunden sind und Medienbrüche entstehen?

Technologien – Welchen Lebenszyklus haben Ihre Applikationen? Sind Ihre Applikationen vernetzt und können miteinander kommunizieren? Trauen Sie dem Inhalt Ihrer Applikationen?

Ja, die digitale Transformation steht vor der Tür und ja, Sie müssen etwas tun. Aber: Um einen langfristigen Erfolg für den digitalen Wandel zu erreichen, gilt es eine durchdachte datengetriebene Strategie zu entwerfen.

Sie wollen mehr zu unserem ganzheitlichen Beratungsansatz erfahren?
Sven Reinert, Senior Account Manager und Tobias Wrobel, Marketing Manager bei der parsionate GmbH freuen sich, Sie auf der Contentserv Marketing Power Conference 2018 zu treffen! Sollten Sie es vor Ort nicht schaffen, freuen wir uns über Ihren Kontakt auf digitalem Weg.

Über Parsionate
parsionate LogoDie digitale Transformation verändert Märkte, Kundenbedürfnisse und die Wertschöpfung. Das Management von Informationen, Datenqualität und eine integrierte IT- Infrastruktur haben sich zu wichtigen Unternehmenswerten entwickelt – effiziente Prozesse und eine tiefe Verknüpfung von Masterdaten sind wesentlich für den Unternehmenserfolg.
parsionate unterstützt europäische Händler und Hersteller dabei, diese Veränderungen erfolgreich zu meistern: Unserem hochqualifizierten Team gehören neben erfahrenen Beratern für E-Commerce, Omnichannel und Master Data/Product Information Management (MDM/PIM) auch Systemarchitekten und technische Consultants an. Unser Commitment: Wir glauben an Exzellenz. Wir bieten umfassende Beratung, bestes Know-how in den führenden Softwarelösungen, eine zukunftsorientierte Gestaltung der IT-Infrastruktur sowie erfolgreiche Implementierung.
www.parsionate.com

Tobias Wrobel, ParsionateAutor:
Tobias Wrobel
Marketing Manager
parsionate GmbH

Fashion-Branche im Umbruch: Sandra Herdering (CEO) bei S.HE Business im Interview

she-business-HORIZ-schwarz_auf-TransparentLet’s go digital: S.HE Business ermöglicht es Unternehmen, ihre Produkte mit einem professionellen Daten- und Prozessmanagement auf dem digitalen Markt zu präsentieren und von kanalübergreifenden Marketing- und Vertriebseffekten zu profitieren. 2004 gegründet, greift S.HE Business auf eine langjährige Expertise zurück und bietet so den Kunden stets das gewisse Quäntchen Mehr für Ihren Erfolg.

Wir haben mit Sandra Herdering, CEO bei S.HE Business GmbH, zum Thema Digitalisierung gesprochen.

Was zeichnet die S.HE Business als Contentserv-Partner aus, wo liegen Eure Stärken?
Wir unterstützen Unternehmen aus der Fashion- und Lifestyle-Branche beim digitalen Produktmanagement. Als führender Implementierungs- und Integrationspartner von PIM Systemen, Marktplatzanbindungen und B2C/B2B Solutions ermöglichen wir, Produkte optimal auf dem digitalen Markt zu präsentieren und Synergien zum stationären Handel zu schaffen. Wir vernetzen Strategie, Prozesse, Brandmanagement und technische Lösungen optimal miteinander, was uns zu echten E-Commerce-Experten macht.
Aus über 20 Jahren Erfahrung können wir behaupten: Nur wer seine Daten im Griff hat, hat auf Dauer Bestand. Deshalb helfen wir dabei, qualitativ hochwertige Daten effizient zu erfassen, anzupassen und zu managen. Und unsere Kunden – wie Escada und Falke – sparen dadurch Zeit und Arbeit.
Weitere Informationen zu ESCADA finden Sie hier.

Die Digitalisierung schreitet rasant voran. Was müssen Unternehmen tun, um am Ball zu bleiben?
Unternehmen müssen konsequent umsetzen, was der Markt erfordert, ansonsten haben Hersteller und Händler mittel- bis langfristig keine Chance, bestehen zu bleiben. Selbst die großen Firmen in der Fashionbranche haben bereits große Schwierigkeiten, den Anforderungen gerecht zu
werden – Gerry Weber und Esprit zum Beispiel versuchen sich gerade neu zu definieren.
Ein gutes Zusammenspiel zwischen stationärem und Online-Handel wurde bislang nur bedingt erreicht. Wir wissen aber, dass ein optimales Daten- und Assetmanagement Grunderfordernisse sind, um dies zu erreichen. Effiziente und strukturierte Prozesse beim Hersteller und Händler sind unerlässlich, um Produktdaten für alle relevanten Vertriebskanäle nutzen zu können und um ein gleichbleibendes Nutzererlebnis zu ermöglichen. Wer dies nicht künftig zentral steuern kann, hat verloren! Denn der Endkunde will informiert und emotional angesprochen werden. Die Herausforderung besteht darin, Erlebniswelten und eine Identifikation mit der Marke zu schaffen, die bisher ausbleiben.
Bei optimaler technischer Unterstützung der Prozesse kann der Aufwand bei der Datenpflege deutlich reduziert werden. Anstatt Daten und Assets aufwendig zu managen, können die Ressourcen für ein erfolgreiches Brand Management genutzt werden. Der Hersteller kann sich mit Fragen auseinandersetzen wie: Wie will ich meine Marke platzieren? Wer ist meine Zielgruppe? Was will ich erreichen? Was soll meine Marke aussagen und wie erreiche ich dies?
Datenmanagement und -zentralisierung sind oberste Voraussetzung, um dem Endkunden im digitalen Zeitalter das ausspielen zu können, was er bereits als Standard erwartet. Hierbei geht es um umfangreiche Informationen, responsives Design auf allen Endgeräten (SmartPhone, Tablet, usw.), durchgängige Erlebniswelten vom Internet bis zum „Point of Sale“ (Verkaufsort) und schnelle Verfügbarkeiten.

Die Fashion-Branche ist ja Euer Steckenpferd. Welche besonderen Herausforderungen gilt es hier zu meistern?
Wie überall gibt auch in der Fashion-Branche die Geschwindigkeit den Takt vor. Gleichzeitig werden die Ansprüche des Endkunden immer vielfältiger: Er will Informationen, Erlebniswelten und gleichzeitig den besten Preis mit dem bestmöglichen Service. All dies erfordert eine extrem gute Performance beim Hersteller und Händler. Qualitativ hochwertige Produktdaten und Assets werden unerlässlich. Die Realität sieht hier allerdings oftmals noch anders aus: Schlechte Qualität bei den Produktdaten und ein immenser Aufwand bei der Datenpflege stellen den Hersteller und vor allem den Händler vor eine große Herausforderung. Hinzu kommt die Anforderung, Texte sowohl in mehreren Sprachen als auch SEO-optimiert zur Verfügung stellen zu müssen. Auch die fehlende Erfahrung mit performanten Online-Stores führt dazu, dass Marktplätze nicht genutzt und folglich Umsätze nicht gemacht werden können.
Unsere Aufgabe hierbei ist es, unsere Kunden in der Datenkonsolidierung zu unterstützen. Wir optimieren vorhandene Daten und Prozesse mit Hilfe von passenden Systemen wie das PIM-System von Contentserv. Hiermit können Daten und Assets zentral erfasst, gesteuert, gepflegt, übersetzt und überwacht werden. Der Pflegeaufwand reduziert sich drastisch, Marktplätze können unmittelbar durch eine von uns geschaffene generische Schnittstelle angesteuert werden. Eben genau das, was unsere Kunden brauchen, um in der digitalen Welt Fuß zu fassen und bestehen zu können.

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Unsere Marketing Power Conference steht vor der Tür und findet am 6. & 7. November wieder in Rohrbach (Ilm) statt. Was reizt Euch als Contentserv-Partner, mit dabei zu sein? / Ihr seid sicher auch wieder mit dabei…
Die Marketing Power Conference bietet uns die Gelegenheit, sich mit Kunden und Partnern auszutauschen, Neuerungen und Live-Berichte von Projekten vorzustellen. Durch hochkarätige Vorträge wird ein Mehrwert für alle Teilnehmer erzielt – in einer gelungenen Wohlfühlatmosphäre. Kunden haben die Möglichkeit, Contentserv hautnah zu erleben und Netzwerke aufzubauen. Die gemeinsame Zeit am Abend ermöglicht entspannte Dialoge, die es im Alltag leider nur selten gibt. Das fördert das Teamgefühl zwischen Partner, Kunde und Contentserv. Wir freuen uns jetzt schon darauf!

Sichern Sie sich jetzt die letzten Tickets zur Marketing Power Conference.