Monat: Dezember 2017

Projektmanagement 2.0: Holger Schneider im Interview

Holger Schneider
Holger Schneider

Holger Schneider, Head of Operations bei Contentserv, im Interview

Das Jahr zählt nur noch wenige Tage und 2018 steht mit vielen spannenden Projekten in den Startlöchern. Manche Neuigkeiten lassen aber nicht bis zum neuen Jahr auf sich warten. Seit 1. November ist Holger Schneider als Head of Operations bei Contentserv tätig. Im Interview verrät er, welche Ziele er sich zum Thema Projektmanagement für 2018 gesetzt hat.

 

Herr Schneider, kurz vor dem Jahreswechsel haben Sie Ihre Stelle als Head of Operations bei Contentserv angenommen. Wie bringen Sie sich und Ihre Erfahrungen ins Unternehmen ein?

 

Holger Schneider: Als Head of Operations und Mitglied der Geschäftsleitung zählen unter anderem die eigenen Professional Services zu meinem Verantwortungsbereich, ebenso wie die operative Schnittstelle zu den Partnern, dass die Implementierungsprojekte erfolgreich umgesetzt werden. In den letzten Jahren habe ich viele Software- und Entwicklungsprojekte geleitet und bringe daneben auch viel Erfahrung mit dem Betrieb von Applikationen und deren Maintenance mit. Mit der Contentserv Software bin ich aus Kundensicht bereits seit 2007 vertraut.

 

Inwieweit hilft es Ihnen, Contentserv auch aus Kundenperspektive zu kennen?

 

Holger Schneider: Es hilft in der Umsetzung schon sehr, wenn man beide Seiten kennt. Eine der wichtigsten Voraussetzung für eine erfolgreiche Projektimplementierung ist, die Businessprozesse des Kunden zu durchdringen und zu verstehen, damit man mit einer Softwareeinführung das Unternehmen bei der Digitalisierung auch wirklich unterstützt. Bei der Umsetzung solcher Projekte sollte man sich daher nicht immer nur auf sich selbst konzentrieren, sondern mit Weitblick an die Dinge herangehen und alle Perspektiven in die Beratung mit einbeziehen.

 

Sie haben gerade eine der Voraussetzungen für eine erfolgreiche Projektdurchführung angesprochen. Können Sie noch näher auf Fallstricke bei der Software-Implementierung eingehen?

 

Holger Schneider: Es ist eine ganz große Herausforderung, den schmalen Grat zwischen Standardisierung und Individualisierung zu treffen. Die Individualisierung hängt von der Vergangenheit des Kunden ab. Man muss den Kunden so beraten, dass aus der bisher gesammelten Erfahrung geschöpft werden kann und man die Anforderungen optimal erfüllt. Hier kommt aber auch der Kunde selbst ins Spiel, der seine Anforderungen erst mal kennen und klar kommunizieren muss. Viele Unternehmen finden sich gerade selber in ihren Prozessen und Daten. Wir können aber bei diesem Findungsprozess anknüpfen. Je mehr Erfahrung man in früheren Projekten gesammelt hat, desto effektiver und schneller läuft das Design von neuen Projekten. Der andere Punkt ist die Standardisierung; je näher man sich bei einer Implementierung am Standard bewegt, desto schneller geht die Umsetzung natürlich und desto weniger fehleranfällig sind die Projekte. Voraussetzung dafür ist allerdings ein sauberes Projektmanagement, mit Zwischenerfolgen und Erfolgskontrollen aller Beteiligten, sprich von uns als Hersteller, von unseren Implementierungspartnern und natürlich vom Kunden selbst.

Oftmals ist die Einführung eines neuen Systems auch ein „organizational change“ und alle Beteiligten müssen mit auf die Reise in die Digitalisierung genommen werden, denn es sind es ja schlussendlich die Mitarbeiter, die die Dinge anders angehen müssen und so entscheidend für den Erfolg beitragen. Diese Veränderungen müssen klar und verständlich kommuniziert werden, damit alle in diesen Change-Prozess integriert werden und die Umstellung zügig vonstattengeht.

 

In den Prozess sind also nicht nur der Kunde sowie sein Umfeld und Sie als Hersteller der Software involviert, sondern auch Partner. Welche Rolle spielen diese Partner im Umsetzungsprozess?

 

Holger Schneider: Bei Contentserv fokussieren wir uns auf unsere Kernkompetenz, die Softwareherstellung und packen all unsere Energie in die Weiterentwicklung und Qualität des Systems. Daher setzen wir bei der Projektdurchführung auf erfahrene Partner, die in ihrer jeweiligen Branche Experten sind und somit die Anforderungen auf dem Markt bestens kennen. Durch diese Strategie profitieren alle Beteiligten und allen voran natürlich der Kunde. Er hat ein Produkt, das qualitativ auf höchstem Niveau an die aktuellen und individuellen Anforderungen des Unternehmens angepasst ist. Natürlich haben wir auch den Anspruch, dass wir mit unseren Professional Services unsere Software beim Kunden komplett implementieren können, aber aufgrund des Volumens, das wir bewältigen müssen, werden wir in der Zukunft – wie auch bereits in der Vergangenheit – ganz stark auf unsere Implementierungspartner setzen. Der internationale Erfolg von Contentserv sowie die steigende Anzahl an Kunden in der DACH-Region machen es ebenfalls notwendig, dass das Partnernetzwerk erweitert wird. Deshalb rücken wir das Partner-Onboarding sowie unser Implementierungsframework (Blue Print) noch stärker in den Fokus.

 

Wie hilft der Blue Print den Partnern dabei, Projekte erfolgreich umzusetzen?

 

Holger Schneider: In erster Linie ist der Blue Print nicht nur für die Partner, sondern für alle Beteiligten eine Hilfestellung. Ziel dabei ist es, einerseits eine gewisse Standardisierung bei der Implementierung der Contentserv-Software sicherzustellen, um den Wechsel auf neue Releases mit dem möglichst minimalen Aufwand realisieren zu können, andererseits ein einheitliches Vorgehen bei der Durchführung von Projekten an den Tag zu legen. So können wir eine effiziente und nachhaltige Implementierung gewährleisten und ermöglichen die Skalierbarkeit von Ressourcen zwischen Contentserv und unseren Partnern. Besonders neue Partner profitieren vom Blue Print, der viele Informationen zur Implementierung bereithält.

 

Können Sie noch genauer darauf eingehen, wie der Blue Print aufgebaut ist, damit Kundenprojekte auch in Zukunft weiterhin erfolgreich durchgeführt werden können? Kann man das Framework also als agile Methode der Projektumsetzung beschreiben?

 

Holger Schneider: Das Framework besteht im Grunde aus drei Säulen, die das Ziel haben, ein Projekt erfolgreich umzusetzen. Die erste Säule ist ein Vorgehensmodell, das darlegt, in welchen Phasen die Einführung eines Contentserv Produktes abläuft. Mit dem Vorgehensmodell kann ebenfalls ein einheitlicher Sprachgebrauch zwischen Kunde, Partner und Softwarehersteller sichergestellt werden, was eine erhebliche Erleichterung in der Kommunikation darstellt. Der zweite Teil beinhaltet Checklisten, Dokumentenvorlagen oder auch Beispielkonfigurationen. Je nach Branche oder Aufgabenstellung werden hier Templates bereitgestellt, auf denen man dann aufbauen kann und nicht bei jedem Projekt wieder komplett neu starten muss. Eng damit verbunden ist auch die dritte Säule, die sich um Best Practices dreht. Contentserv schöpft aus dem Erfahrungswert mehrerer hunderter Projekte, die unglaublich viel Best Practice produzieren. Diese Erfahrungen fließen mit Hilfe des Blue Print kontinuierlich in weitere Implementierungen ein. Dadurch, dass unsere Erfahrungen mit den Partnern geteilt werden, die wiederum ihre Erkenntnisse ebenso mit einfließen lassen, entsteht hier ein großer Erfahrungsschatz, von dem die kommenden Projekte und natürlich auch unserer Produktmanagement profitieren. Verknüpft man die Hilfen zur Standardisierung aus dem Framework dann noch mit den spezifischen Kundenanforderungen, steht dem Projekterfolg nichts mehr im Wege.

Digitale Transformation wirbelt Möbelhandel durcheinander

Was lange Zeit am Möbelhandel vorüberging, trifft die Branche seit einigen Jahren umso härter: die Digitalisierung greift um sich und viele Filialen sehen sich schon vor dem Aus. Doch ist die digitale Transformation wirklich der Tod für viele Händler in der Möbelbranche?

 

Königsweg Cross-Channel Strategie

Königsweg Cross-Channel Strategie

Diese Frage lässt sich so einfach nicht beantworten. Klar ist, dass sich der Möbelhandel bereits verändert hat und auch weiterhin nachhaltig verändern wird – und zwar, weil sich der Kunde verändert hat. Der (potentielle) Kunde von heute recherchiert online, informiert sich über verschiedenste Produkte, sucht nach den für ihn relevanten Informationen… und kauft mittlerweile auch online. Hier gilt es, anzuknüpfen und die Herausforderungen nicht als Problem, sondern als Chance zu verstehen.

 

Eine umfassende Digitalstrategie mit zeitgemäßen Marketingkanälen muss her. Sie sichern heute und morgen das Überleben des Möbelhandels. Der ist nun in der Lage ist, den potentiellen Käufer nicht nur persönlich im stationären Handel und durch Prospekte, die zu ihm nach Hause geliefert werden, zu erreichen: der Händler holt ihn da ob, wo er sich informiert – online. Kanalübergreifendes Denken wird in der Möbelbranche zur Überlebenshilfe. Das kann aber nur funktionieren, wenn die verschiedenen Kanäle und Touch Points auch miteinander verbunden sind und die für den Empfänger jeweils relevanten Informationen zur richtigen Zeit im richtigen Umfang und über den richtigen Kanal transportieren. Dazu sind smarte Technologien vonnöten, die den Unternehmen bei der Digitalisierung ihrer Marketingprozesse unter die Arme greifen.

 

Kanalübergreifendes Denken als Überlebenshilfe für die Möbelbranche

Kanalübergreifendes Denken als Überlebenshilfe für die Möbelbranche

Das ECC Köln veröffentlichte zu diesem Thema bereits 2015 ein Thesenpapier, das die Herausforderungen im Möbelhandel bis 2020 aufgreift. Diese Aussagen haben sich bis heute zum Teil bereits bestätigt und werden sich bis 2020 wohl noch deutlicher bemerkbar machen.

Überleben werden nur diejenigen Händler, die sich den neuen Marktgegebenheiten anpassen und sich vor der Digitalisierung nicht verschließen: Das wandelnde Kundenverhalten muss in die eigene Strategie mit aufgenommen werden um darauf aufbauend neue Strukturen zu schaffen, den Kunden kanalübergreifend bedienen zu können. Die Herausforderung wird sein, an jedem Touch Point den jeweils relevanten Content mit Mehrwert anzubieten, der schlussendlich auch zum Kauf führt. Auf dem Weg dorthin helfen innovative Konzepte und Technologien wie beispielsweise Augmented Reality oder Künstliche Intelligenz, um den Kunden abzuholen und auf seiner individuellen Customer Journey zu begleiten.

 

Die imm Cologne (15.-21.01.2018), weltweit größte Einrichtungsmesse, fokussierte sich im mittlerweile 5. imm cologne Congress am 18. Januar 2018 ebenfalls auf den Wandel in der Möbelbranche. Unter dem Motto „Von Nice to have zum Überlebenskamp – Erfolgsfaktoren für den Möbel E-Commerce“ wrrden aktuelle Trends wie Virtual und Augmented Reality, oder auch die Zukunft des Möbel E-Commerce von Experten beleuchtet. Den Schlussbericht der ersten Einrichtungsmesse des Jahres 2018 können Sie sich bequem hier ansehen.

Tradition trifft Innovation: Die Bucherer AG setzt in ihrer Digitalisierungsstrategie auf Contentserv

Und wieder einmal neigt sich ein Jahr dem Ende zu – zum Endspurt konnte Contentserv noch einen neuen Kunden in der Schweiz an Land ziehen und der Name ist Programm: Die Bucherer AG mit Sitz in Luzern stellt die notwendigen Weichen für eine erfolgreiche Zukunft, die die traditionellen Werte mit den aktuellen Trends der Branche verknüpft.

In diesem Zusammenhang haben wir mit Michael Kugler, Geschäftsführer der Contentserv GmbH, darüber gesprochen, welche Ziele er sich für 2018 gesetzt hat und welche Rolle Bucherer dabei spielt.

 

 Michael, welchen Fokus hast Du Dir und Contentserv für 2018 gesetzt?

 

Michael Kugler

Michael Kugler im Interview über die Ziele für 2018

Michael Kugler: Nachdem auch 2017 wieder ein sehr erfolgreiches Jahr für uns war, möchten wir natürlich auch im nächsten Jahr die Wachstumsrate so hoch halten und nichts von unserem Speed, mit dem wir gerade unterwegs sind, einbüßen. Unser ToDo wird daher wie bisher auch in der kommenden Zeit sein, die Organisation selbst weiterhin so aufzustellen, damit das Wachstum auch für die folgenden Jahre aufrechterhalten werden kann.
Dabei spielen natürlich unsere Partner eine sehr wichtige strategische Rolle: Durch unser breites Partnernetzwerk an Technologie- und Implementierungspartnern, die echte Branchenexperten sind, kann die Contentserv-Software problemlos auf die individuellen Anforderungen des Kunden angepasst werden und bietet so die optimale Lösung für verschiedenste Einsatzszenarien.

 

Für 2018 haben wir auch geplant, besonders die Schweiz noch motivierter anzugehen und unsere Position auch dort weiter auszubauen.

 

Damit sind wir schon bei unserem aktuellen Neukunden angekommen. Mit Bucherer haben wir ja ein sehr traditionsreiches Unternehmen für uns gewinnen können. Welche Anforderungen hat Bucherer?

 

Michael Kugler: Bucherer hat erkannt, dass es heute nicht mehr bzw. nicht nur reicht, sich auf seine traditionellen Werte und Prinzipien zu stützen, sondern dass man auch

Bucherer Logo

Das Schweizer Traditionsunternehmen Bucherer setzt auf Contentserv

neue Wege wagen muss. Uns macht es natürlich sehr stolz, ein solch traditionsreiches Unternehmen, das übrigens seit 1888 besteht, bei der Digitalisierung unterstützen zu dürfen.

Wir helfen Bucherer dabei, im Rahmen der gesamten Digitalisierung die Ziele schneller und effizienter zu erreichen. Ein Beispiel dabei ist sicher auch das Thema e-Commerce. Dabei ist es absolut nicht das Ziel, dem stationären Handel weniger Aufmerksamkeit zu schenken als bisher. Vielmehr sollen das stationäre sowie das Online-Geschäft besser miteinander verknüpft werden, sodass einerseits der e-Commerce gepusht wird und andererseits auch im Laden mehr Transparenz an den Point of Sale gebracht werden kann. Und dabei fungiert Contentserv als zentrale Schnittstelle.

 

Welche nächsten Schritte sind bei Bucherer geplant?

 

Michael Kugler: Mit Bucherer stehen wir aktuell erst ganz am Anfang des Projektes. Wir starten jetzt richtig motiviert mit unserem Implementierungspartner und dem Contentserv Blueprint in das Projekt, damit auch schnell Erfolge sichtbar werden. Der Blueprint stellt ein Framework für beispielsweise Erstimplementierungen dar und bietet damit die Grundlage für eine effiziente und erfolgreiche Produkteinführung beim Kunden. Die spezifischen Anforderungen der Kunden werden hierbei ebenso berücksichtigt wie der Erfahrungsschatz aus unseren zahlreichen Projekten.

Mit Bucherer als hochkarätigen Neukunden schließen wir nicht nur das Jahr 2017 erfolgreich ab, sondern nehmen dies als Aufhänger für das nächste Jahr, um dort 2018 direkt anzuknüpfen und gemeinsam mit unserem Team, unseren Partnern und natürlich unserem Produkt auch weiterhin die Digitalisierung von Unternehmen voranzutreiben.

Nachbericht: Das 5. Contentserv User-Meeting bei edding in Hamburg

Stellen Sie sich vor „der ALDI“ lädt seine Kunden ein, damit sie sich darüber austauschen können, was sie so aus ihren Einkäufen zaubern oder auf den Tisch bringen.

Klingt komisch? Ist aber so bei Contentserv. 

Ende November 2017 trafen sich bereits zum 5. Mal Contentserv Kunden zum Dialog bei einem User-Meeting. Die Treffen finden abwechselnd bei einem Unternehmen statt, das selbst mit Contentserv arbeitet. Zielsetzung ist der Austausch darüber, wie unterschiedliche Branchen die Themen Digitalisierung, Marketing Automation oder auch ganz alltägliche Herausforderungen in der Produkt- und Markenkommunikation angehen und wie Contentserv bei deren Lösung helfen kann. 

 

 

Gastgeber war dieses Mal die edding AG mit Sitz in Ahrensburg nahe Hamburg. 1960 von Carl-Wilhelm Edding und Volker Detlef Ledermann gegründet, bietet das Unternehmen heute etwa 200 Marker, die jedem bekannt sein dürften, der schon mal vor einem Flipchart gestanden hat. 

 

Unter den Teilnehmern waren die Contentserv Kunden Celona Gastro GmbH, MEYLE AG, Brand GmbH & Co. KG, MeisterWerke Schulte GmbH, Jungheinrich AG, Jungheinrich PROFISHOP AG & Co. KG, Vaillant Deutschland GmbH & Co KG, DENIOS AG, Boltze Gruppe GmbH und die TROX GmbH

 

 

Neben dem fachlichen Austausch steht bei den User-Meetings auch das „Socialising“ auf dem Programm. So gab es zum Start eine Führung durch das Ahrensburger Schloss mit anschließendem Fünfgang-Menü in lockerer Atmosphäre. 

Den eigentlichen Meeting-Tag eröffnete edding-Vorstandsmitglied Thorsten Streppelhoff (COO) und gab dabei in seinem Vortrag tiefe Einblicke in die Umsetzung des Contentserv Projektes bei edding. Contentserv präsentierte die Neuerungen der CS17 und gab einen ersten Ausblick auf die CS18. Das gemeinsame Mittagessen und die Best-Practice-Beispiele der Teilnehmer, sowie die offene Diskussion rundeten das 5. User-Meeting ab. 

Das nächstes Treffen ist bereits in Planung…